Was ist Aikido oder das Prinzip des Nicht-Streitens

Aikido zählt zu den Budosportarten, die im Deutschen als “Kampfkunstsportarten” bezeichnet werden. Dabei ist Budo der zusammenfassende Name für alle japanischen Kampfkünste, wie Judo (Ringen), Karatedo (Schläge und Fußtritte), Kendo (Fechten), Iaido (Schwert), Kyudo (Bogenschießen), Jodo (Stock) und viele mehr. Wie diese hat auch Aikido seinen Ursprung in Japan und teilt einen guten Teil seiner Eigenschaften mit den anderen Budoarten.

Dennoch nimmt Aikido eine Sonderstellung ein. Das Training erinnert zwar anfangs an Selbstverteidigung und ist auch hervorragend als solche geeignet, trotzdem gibt es in Aikido keinen Wettkampf, keine Angriffstechniken, keinen Gegner und man gebraucht keine Körperkraft, sondern Geschicklichkeit und Aufmerksamkeit, um zum Erfolg zu kommen. Dabei zählt gerade das Prinzip des Nicht-Streitens zur größten Tugend des Aikido, denn die im Training erzielte Aufmerksamkeit soll es dem Ausübenden ermöglichen, einen Kampf im Vorfeld im Keim zu ersticken. Kommt es dennoch zur körperlichen Auseinandersetzung, so ist es das Ziel, den Angreifer auf möglichst für ihn unschädliche Weise von seinem fantalen Handeln abzubringen.

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Aikido Kanji – und deren Bedeutung

Die schönste Erklärung zu den “Ai Ki Do” Kanji (chinesische Schriftzeichen), fanden wir im Duisburger Ki-Aikido-Dojo von Sensei Thomas Rohner. Thomas hat uns die Erlaubnis gegeben, seine Erklärung hier zu veröffentlichen. Man muß das Rad schließlich nicht immer neu erfinden :-) . Bitte schaut auch mal auf der Webseite des Ki-Aikido-Dojo Rhein-Ruhr nach. Dort gibt es noch weitere, sehr interessante Informationen zu Aikido und einen Seminartermin mit Christopher Curtis Sensei aus Maui am 28./29.04. zu dem Sensei Thomas Rohner alle Mitglieder des Aikido-Shingen-Dojo herzlich eingeladen hat (Kosten Tag EUR 50,-, 2 Tage EUR 90,-). Hier die Zeichnung und Erklärung:

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Was haben Venedig und Aikido gemeinsam?

Bei unserem diesjährigen Besuch von Venedig drehte sich vieles um Asien und um Budo. Noch in 2004 und 2005 waren wir dort, um Masken im Karneval von Venedig zu fotografieren. In diesem Jahr (2007) sollte alles anders werden. Hier die Geschichte:

Der Termin mit den drei Masken aus Stuttgart an diesem ersten Abend war ausgefallen. Irgendwie hatte es sich nicht ergeben, daß wir die beiden Damen trafen. Statt dessen waren wir zum Abendessen im “La Bitta”, einem der schönsten Restaurants (wenn nicht “das schönste”) der Stadt. Dort trafen wir am Nebentisch zwei Professoren, die auch nicht an Zufälle glauben. Marco ist Professor für Sinologie in Venedig. Er lebte viele Jahre in China, Taiwan und Japan. Nicht nur hat er uns in den Tagen in Venedig viel über Asien erklären können; Marco hat uns auch die Universität gezeigt und uns auf den rechten Weg bei den Kanji unseres “Shingen”-Dojos verholfen. Bestätigung haben die Kanji nach unserer Rückkehr durch einen sehr netten deutschen Aikidoka erfahren, der uns sogar die Kanji in Schönschrift sandte. Ohne ihn wären wir auch nicht auf die Suche gegangen, aber wie schrieb er so nett: “Denn nichts ist für Japanisch-Kenner schlimmer als ein japanischen Wort, zu dem er die “richtigen” Zeichen nicht kennt.”

Shingen-Aikido-DojoDebora, die das Restaurants La Bitta zusammen mit Ihrem Mann Marcellino führt, ist selber diplomierte Sinologin

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What do Aikido and Venice have in common?

When we visited Venice in February this year (2007), a lot of our impressions had to do with Budo. Still in 2004 and 2005 we were visiting Venice to take photographs of the masks at carnival. This year was completely different. This is the story:

The date we had with the three German masks from Stuttgart had been cancelled that first evening. Somehow we did not get the chance to meet the three ladies. Instead we had dinner at the “La Bitta”, one of the nicest (if not “the nicest”) restaurants in town. We met two professors, who were seated at the neighbour table and both also don’t believe in coincidences. Marco is a professor for sinology in Venice. He spent years in China, Taiwan and Japan. Within the few days of our stay in Venice, Marco explained a lot about China, he showed us the University and helped us with the Kanji of our “Shingen-Dojo”. After we returned home from Venice, a kind young German fellow confirmed the Kanji and also sent them in proper letters. Without him we would not have looked for the Kanji, but as he mentioned so nicely: “There is nothing worse for a Japanese but to read a word without knowing the right token.”.

Shingen-Aikido-DojoDobora, owning the restaurant “La Bitta” with her husband Marcellino, also has a diploma in Sinology and magically painted the Kanji for “Shingen” onto the backside of the business card of the “La Bitta” that first evening of our visit. We found out later that they were the right Kanji for the meaning (compassionate eye). We had not expected Debora to have such a wonderful knowledge of Sinology and also to practice Jiu-Jitsu. We clearly found some common interests that evening.

Coming to think of it, Venice has a long history of trade with Asia (Marco Polo). Many spices were exported to Europe through Venice. Therefore it is not a coincidence we were visiting the epicentre of experts for Asia. The university (“Universita´ Ca´ Foscari Di Venezida, Dipartimento dei Studi Sull´Asia Orentale”) is situated in the centre of Venice and we had the honour to have a tour for several hours. We learned that when the university first moved into the old Venetian building, they found out there was original fresco showing oriental motives hidden under a lot of paint. Also this does not seem a coincidence. The photograph showing the print-Kanji of an original Chinese typewriter was taken with our visit at the university.

Arigato gozaimashita to Marco, Bruce, Debora, Marcellino and to the kind young German Aikidoka :-) !

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Budogala in Vorst am 17.06.2007

Am Sonntag, den 17. Juni 2007 findet wieder eine Budogala in Vorst statt. Diese sehr schöne Gala hat es schon in den letzten Jahren gegeben und sie wird von der Budoabteilung des TV-Vorst ausgerichtet. Alle Zuschauer und Interessenten des Budo am Niederrhein sind herzlich eingeladen. Gezeigt werden unter anderem Aikido, Judo, Karate, Tai-Chi und vermutlich auch Kendo, Kung-Fu und Jiu Jitsu. Für die leiblichen Genüsse gibt es voraussichtlich das vorzügliche Catering von Sushi Lee in Vorst.

Alle Aikidoka-Kollegen aus Vorst sind natürlich herzlich eingeladen teilzunehmen und gemeinsam Aikido vorzuführen. Auch wenn wir noch ein ganz junges Aikido-Dojo sind, werden wir ein paar Basistechniken, Rollen, etc. zeigen. Das wird ein großer Spaß, wie immer. Bitte haltet Euch alle den Tag unbedingt frei, wenn das möglich ist. Es kann sein, daß wir noch sehr nette Gäste aus einem verbundenen Dojo bekommen und mit ihnen Aikido zeigen. Das wäre eine ganz tolle Begegnung und ein großer Spaß.

Weitere Details zu der Gala werden wir auch hier ankündigen.

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Aikido für Kinder – eine Erklärung für Jugendliche und Kinder

Was ist Aikido?
Aikido kommt aus Japan und ist eine Kampfkunst. Ganz genau gesagt, ist es eine Kampfvermeidungskunst. Also die Kunst keinen Kampf zu haben.

Wer hat Aikido denn erfunden?

Das war der Japaner Morihei Ueshiba, genannt O-Sensei (zu deutsch: “Großer Lehrer”). O-Sensei war nur etwa 1.52 Meter groß und hatte sein ganzes Leben lang gekämpft. Dann wollte er keinem Menschen mehr weh tun und hat Aikido erfunden. O-Sensei wurde am 14. Dezember 1883 im japanischen Tanabe geboren und er starb am 26. April 1969. Er hat Aikido erfunden, weil es nicht aggressiv und nicht tödlich ist, aber trotzdem total wirksam ist.

Warum wird O-Sensei “Großer Lehrer” genannt, wenn er nur 1.52 Meter groß war?
Weil er so toll Aikido konnte und uns das Aikido erfunden hat. Man sagt O-Sensei aus Respekt vor seiner Kunst und seiner Liebe.

Wie geht Aikido?
So wie Ihr es bei uns lernt. Man macht sich ganz ausführlich warm und kann dann Techniken lernen. Dazu benötigt man einen oder mehrere Uke (Angreifer, die einem aber nicht wehtun, sondern nur angreifen damit man selber üben kann) und den Nage (den, der die Technik übt). Draußen im Leben geht Aikido indem man Konflikte nicht provoziert, also nichts dazu tut, daß jemand aggressiv wird. Wenn man doch einmal in eine brenzlige Situation kommt, dann kann man mit Aikido prima Selbstverteidigung machen, ohne jemand anderem weh zu tun.

Wie kann man das machen?
Aikido ist anders als z.B. Judo oder Karate. Man braucht nicht stark, groß und schnell zu sein. Das hilft sowieso nicht, wenn man einen trifft, der stärker, größer und schneller als man selber ist. Ihr könnt die Kraft eines Angriffs umlenken und dazu nutzen, den Angreifer unter Kontrolle zu bringen. Außerdem lernt Ihr beim Aikido ganz viel Aufmerksamkeit, sechsten Sinn und Höflichkeit gegenüber anderen. Das hilft sowieso am Besten.

Gibt es Wettkämpfe?
Nein, gibt es nicht. Aber es gibt von Zeit zu Zeit Prüfungen.

Sind Prüfungen schlimm?
Nein, die dienen dazu noch mehr zu lernen und zu erkennen, was man selbst noch verbessern kann.

Gibt es beim Aikido Gürtel mit Farben?
Nein, wir haben keine und das hat folgenden Grund: der weiße Gürtel und der weiße Gi (der Anzug) symbolisiert Sauberkeit und Reinheit. Man soll den Kopf frei haben für das Training und für seine Mitschüler und Lehrer. Wenn man einen farbigen Gürtel trägt, dann glaubt man besser zu sein als jemand anders. Normaler Weise kriegt man dann eine rein, weil einem so was überhaupt nicht hilft im Leben.

Wie kann ich denn mit Euch Aikido üben?

Wenn Ihr noch nie da wart, dann kommt mit Euren Eltern mal vorbei. Bringt einen Trainingsanzug und ein paar Badeschlappen mit. Schneidet Euch alle Fingernägel und Fußnägel kurz und tragt beim Training keinen Schmuck oder Haarspangen oder Uhren oder Armbänder. Ihr könnt mal reinschnuppern und ein paar Mal trainieren und fragt dann Eure Eltern, ob Ihr Mitglied im TV-Vorst werden dürft. Wenn Ihr schon Mitglieder seid dann braucht Ihr Eure Eltern das nicht zu fragen, aber Eure Eltern müssen gut wissen, wann und wo Ihr trainiert. Bitte sagt Euren Eltern genau Bescheid und erzählt Ihnen auch ganz viel über Aikido, damit sie wissen wie toll das ist und vielleicht auch selber mitmachen :-)

Wie kann ich noch mehr über Aikido lernen?

Sucht mal mit Euren Eltern zusammen im Internet nach Aikido. Da gibt es noch viel mehr Informationen. Auch auf dieser Webseite vom Aikido-Shingen-Dojo findet Ihr ganz viel. In Zukunft gibt es noch mehr. Übringens könnt Ihr hier auch Kommentare schreiben und auch selbst Artikel schreiben. Fragt uns einfach wie das geht.

Wo kann man denn die ganzen japanischen Begriffe nachsehen, die wir so alle sagen?
Am Anfang braucht Ihr nur ganz wenige Ausdrücke zu wissen:
Onegai shimasu – “Tue mir was Gutes” oder “Bitte trainiere mit mir”
Domo arigato gozaimashita – “Ganz herzlichen Dank”
Arigato gozaimashita – “Vielen Dank”
ichi • ni • san • shi • go • roku • shichi • hachi • kyũ • ju – Zahlen von 1 bis 10
(das ist nur ein Zählsystem im Japanischen, es gibt z.B. noch eines für Sachen und eines für Personen)
ju-ichi • ju-ni • ju-san • ju-shi • ju-go • ju-roku • ju-shichi • ju-hachi • ju-kyũ • ni-jũ – Zahlen von 11-20
ni-ju-ichi – 21…

Hier könnt Ihr viele Ausdrücke sehen und auch anhören (in japanischer Aussprache). Diese Ausdrücke werden ganz anders gesprochen als man sie liest >>. Das “r” zum Beispiel, sprechen die Japaner fast so aus wie wir das “l”.
(wird bald fortgesetzt)

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Shingen-Aikido-Dojo

Von nun an nennen wir uns “Shingen-Aikido-Dojo”. Natürlich ist das nur ein Name, aber man muß einem Kind ja einen Namen geben. Wenn man den japanischen Begriff “Shingen” online übersetzen läßt, heißt es soviel wie “Epizentrum” oder “Erdbeben” :-) . Das freut uns natürlich und passt vielleicht auch ganz gut.
Gemeint ist aber mehr der vierte Level der Aufmerksamkeit von Masayuki Shimabukuro´s Definiton. Nicht, daß wir denken, bereits so aufmerksam zu sein, aber es ist unser Ziel eine hohe Aufmerksamkeit zu erlangen und weiterzugeben. Aikido und damit das Bestreben nach dieser Art von Erkennen, Objektivität und Aufmerksamkeit wird im Shingen-Aikido-Dojo in Vorst gelehrt.

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