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Zanshin (“der Geist, der unbeweglich bleibt”)

Angela | 21. März 2007

Das Leben im Allgemeinen lässt sich mit dem Improvisationstheater vergleichen. Der Schauspieler steht auf der Bühne, nicht wissend, was er tun oder sagen wird. Alles hängt von der Zusammenarbeit der Darsteller ab. Erwartet unser Protagonist eine Aktion von seinem Gegenüber und diese bleibt aus, so ist die Pointe futsch.
Dieses Bild kann auf alle Lebenssituationen übertragen werden. Und immer wieder wird sich das gleiche Problem einstellen. Etwas nicht erwartetes geschieht und unser Verstand versucht zu reagieren, was in den meisten Fällen viel zu viel Zeit in Anspruch nimmt.
Aber was macht den Samurai, den wir aus Filmen kennen so “überlegen”? Er scheint wie ein Hellseher die Dinge vorauszuahnen. Nach außen hin wirkt er ruhig und ausgeglichen, das ist die körperliche Komponente von zanshin. Denn keiner könnte es aushalten über längere Zeit in Kamae zu verharren, bis eventuell ein Angriff kommen könnte – Kraftverschwendung.
Genauso gelassen wie der Körper ist auch der Geist. Man ist so aufmerksam und konzentriert, dass einen nichts mehr überraschen kann. Kein Gedanke hat die Macht einen zu fesseln, so dass man nicht mit einer bestimmten Absicht reagiert, sondern mit den Ereignissen agiert.
Zanshin ist also eine Art Werkzeug für das Leben. Aber wie lernt man das?
Budo im Allgemeinen und Aikido in Besonderen geben Hilfestellung beim Impro-Stück, genannt “Leben”. Im Dojo gibt es die Möglichkeit, unter kontrollierten Bedingungen zanshin zu finden.
Zuerst ist ganze Konzentration beim Beobachten und Anwenden der Techniken oder der Etikette von Nöten. Dies lässt im Laufe des Trainings auch keinen Platz mehr für andere Gedanken. Der Geist wird nach und nach leer; zuerst verschwinden die Alltagsgedanken und nach einiger Übung auch das Nachdenken über die erlernte Technik. Zu diesem Zeitpunkt ist der Budoka schon sehr weit. Übt er weiter und verfeinert das Erlernte, wird seine Aufmerksamkeit so weit reifen, dass ihn weder beim Randori, noch im Leben etwas hilflos oder mundtot machen kann.
Also steckt in uns allen irgendwo ein Samurai, auch wenn der Weg zu ihm weit und beschwerlich ist.

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Aikido / Budo, Allgemein, Philosophie, Techniken

Shinai-Seminar vom 18.03.2007

Peter Roskothen | 19. März 2007

Wir haben alle ganz schön geschwitzt bei dem gemeinsamen Shinai-Seminar. Alle Teilnehmer haben sehr viel Energie und Ausdauer bewiesen – großes Kompliment! Die Stimmung war toll und die Lerninhalte haben offenbar allen großen Spaß bereitet. Dabei waren Anfänger wie Fortgeschrittene dabei und vermutlich hat gerade das so gut harmoniert.

Vielen Dank an alle Teilnehmer für die Unterstützung, das Durchhaltevermögen und den gemeinsamen Spaß. Wer gerne einen Abzug der Fotos möchte, spreche uns doch kurz im Menü Kontakt an. Wir senden gerne Fotos an Euch heraus.

Eure Geraldine und Peter
P.S.: Vielen Dank an Dich Lothar, für die Fotos! © Fotos Lothar Neumann und Selbstauslöser

Shinai-SeminarGeraldine drückt Peter hinten an die WandFleißiges gemeinsames Training und Ihr wart richtig gut laut!Gruppenbild der Seminarteilnehmer mit O´Sensei Morihei Ueshiba
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Aikido / Budo, Techniken, Waffentraining

“Etikette” – was ist das und wofür ist das – eine Erklärung für Kinder

Peter Roskothen | 18. März 2007

Wir reden im Aikido oft über “Etikette”. Aber kaum jemand weiß, was sich hinter dem Wort verbirgt.

Es hat nichts mit Kette oder einem Preisschild zu tun, sondern heißt soviel wie “gutes Benehmen” oder “Guter Ton” oder “Gute Manieren”. Ihr habt auch alle eine “Etikette”, ein Benehmen. Das gute Benehmen wird Euch schon von den Eltern und Großeltern beigebracht. Das fängt damit an, daß man morgens “Guten Morgen” sagt und abends “Gute Nacht” oder “Ich hab Dich lieb” sagt. Und man kann noch ganz viele andere Beispiele finden wie das Essen mit Messer und Gabel (in Japan mit Stäbchen). Und daß man nicht am Tisch rüplst oder schlürft.
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Aikido / Budo, Allgemein, Etikette, Kinder / Jugendliche

Shinai-Seminar

Peter Roskothen | 12. März 2007

Am Sonntag, den 18.03.2007 um 14 Uhr 15 Uhr, bieten wir ein internes Shinai-Training für alle Budoka des TV-Vorst. Das Training ist natürlich gratis und dauert etwa 1.5 bis 2 Stunden (15-17 Uhr). Bitte sagt uns kurz ob Ihr teilnehmt und kommt wenn möglich mit weißen Obi.

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Aikido / Budo, Termine, Waffentraining

Aikido und Waffen

Peter Roskothen |

Aikido entstand zu einem großen Teil aus der Schwertkunst. Es ist daher nicht verwunderlich, daß man auch Waffen im Aikido trainiert. Jo und Bokken/Ken sind nur zwei von vielen Waffen, die im Aikido Platz haben. Darauf hatte sich O´Sensei Morihei Ueshiba in seinem Alter konzentriert. Weiterhin lernt man auch auf das Tanto (Messer) und moderne Waffen zu reagieren oder besser zu agieren. Das können auch mal Flaschen sein, mit denen man angegriffen wird.

Mit dem Jo und dem Bokken zu trainieren, hilft vielen Aikidoka auch im Verständnis des waffenlosen Trainings (Taijutsu) und anders herum.
Man lernt die Waffen durch das Training einzuschätzen in Reichweite, Handhabung, Schnelligkeit und Verletzungsrisiko. Wenn wir Jo/Ken-Suburi oder Kumi-Jo/-Tachi üben, dann dient es nicht nur dazu, den Abstand, die Reaktion, die Aufmerksamkeit zu schulen, sondern auch den Respekt vor der Waffe zu bekommen. Auch lernt man mit der Angst umzugehen, die man vor einem Angriff mit Waffen hat. Erst durch das Üben mit der Waffe, weiß man, wie sie wirkt und wie weitreichend sie ist.
In der Übung mit den Waffen finden wir auch uns selbst wieder. Das ist schwerer zu erklären als zu erleben, wenn man es denn ein paar Jährchen (oder besser Jahrzehnte) übt und immer wieder drüber nachdenkt. Aber O´Sensei hat es in einem Dõka (jap. Gedichte über den Weg) trefflich beschrieben:

“Der druchdringende Glanz eines
Schwertes, das von einem Mann
des WEGES geführt wird, schlägt
nach dem bösen Feind, der
tief im eigenen Körper und Geist lauert.”

Zitat Morihei Ueshiba aus Budõ

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Aikido

Leoni | 8. März 2007

Aikido ist eine moderne japanische Kampkunstart, der Name setzt sich so zusammen: Ai= Harmonie, Ki= Energie, Atemkraft, Do= Weg. Frei übersetzt heißt es Weg der harmonischen Geistes! Bei Aikido geht es hauptsächlich darum, die Energie des Angreifers zu nutzen. Aikido eignet sich nicht für “Schläger”, die ganz schnell ein paar Tricks lernen wollen, sondern eher für die Menschen, die Ruhe haben.

Erfunden wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts von Morihei Ueshiba (14.12.1883-26.4.1969). Er war das vierte Kind und ältester Sohn einer wohlhabenden Familie. Der Vater Yoroku Ueshiba war ein angesehener Bauer und seine Mutter Yuki Itokawa stammte aus eineradeligen, landbesitzenden Familie. Mit ungefähr sieben Jahren studierte er buddhistische Schriften. Weil Ueshiba seine Träume öfter träumte, unterwies sein beunruhigter Vater ihn dann mit schwimmen. Ueshiba absolvierte die höhere Grundschule in Tanabe, anschließend ging er auf die Mittelschule, die er aber nicht lange besuchte und sich stattdessen entschloss, sein Sudium auf der Handelsschule von Yoshida neu aufzunehmen.. Bis zu seinem Tod verfeinerte und lehrte er Aikido. Es gibt aber auch viele Legenden über ihn. Ueshiba, der auch O-Sensei (japanisch: Großer Lehrer) genannt wird, war ein Experte mit Stäben, Speeren und Schwertern. Ueshiba hat die Kampfkunst weiterentwickelt. Leider ist aufgrund der wiederholten Ortswechsel Ueshibas keiner seiner Schüler in der Lage gewesen, dem Lehrer auf dem ganzen weg zu folgen.

Leoni (13 Jahre)

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Aikido / Budo, Kinder / Jugendliche

Nach dem Training beim Hakamafalten

Geraldine und Peter Roskothen | 2. März 2007

…guckten alle mal hin, wie das geht. Es macht Spaß einen Hakama zu falten und gehört zu den Aufgaben eines Aikidoka (auch eine Technik). Diese Art des Respektes gegenüber dem Kleidungsstück, gegenüber den Falten/Tugenden des Hakama, ist eine der wesentlichen Grundlagen, die im Aikido an allen Ecken und Enden dazugehören. Die Form und der Inhalt. Spaß macht es wie so oft…

Hakamafalten nach dem Freitagtraining
Ein Foto von einem Freitagstraining.

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Aikido / Budo, Allgemein, Etikette, Techniken

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