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Grundlagen des Aikidos

Jörg Stappen | 28. Mai 2007

1. Ki – Lebensenergie

Ki – die kosmische Lebensenergie – funktioniert ungefähr wie der Atem, man kann es beschreiben als Atem vor dem Atem, die eigentliche lebensspendende Essenz. Wenn wir atmen, sind der Sauerstoff, den wir aufnehmen und das Kohlendioxid, das wir abgeben in einem ständigen, lebensnotwendigen Kreislauf. Der Sauerstoff verbirgt sich in der Luft. Ähnlich ist auch das Ki versteckt, vor und außer­halb der Luft die wir atmen.

Man wusste früher nichts von der Existenz und Funktion des Sauerstoffs, aber man konnte natürlich die lebenswichtige Bedeutung des Atems erkennen. Es war plausibel sich eine verborgene Essenz in der Luft vorzustellen, eine Lebenskraft, die ständig durch uns fließen muss, damit wir uns am Leben erhalten können. Und doch ist das weit entfernt von allem, was Ki aus der asiatischen Perspektive darstellt. Für das Ki existieren nicht die Begrenzungen, die für den Sauerstoff gelten. Zum Beispiel muss das Ki nicht dem Weg der Luft durch Nase oder Mund in die Lungen folgen, um dann wie Sauer­­stoff im Körper ver­teilt zu werden. Vielmehr kann Ki durch den Menschen in jede Richtung fließen – hinein durch die Fußsohlen und Handflächen, hinaus durch die Fingerspitzen oder die Stirn oder den Brustkorb. Ki bündelt alle Wahrnehmungen der Sinne in einem Strahl von Aufmerksamkeit.

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Aikido / Budo, Allgemein, Ki

Das Dojo – Ein Ort der Sammlung

Michael | 22. Mai 2007

Ein Dojo ist ein Ort der inneren Sammlung und besitzt daher einen würdevollen (heiligen) Charakter. Hier werden keine Tätigkeiten verrichtet, die nicht in Bezug zum Lernen bzw. Üben stehen. Durch die genaue Vorgabe der Einrichtung eines Dojos, wird ihm dieser tempelartige Charakter verliehen.

Seine vier Seiten stehen für die vier verschiedenen Himmelsrichtungen (shiho). Die so genannte Ehrenseite eines Dojos heißt „Kamiza“ und beschreibt den Ort wo sich die Götter (Kami) befinden. Sie befindet sich gegenüber dem Eingang und beherbergt auch den Schrein (Shinzen), der O’Sensei gewidmet ist.
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich „Shimoza“. Dies ist die Seite, auf der die Schüler sitzen. Die Anfänger sitzen auf der rechten Seite und mit zunehmender Erfahrung darf sich ein Schüler weiter links platzieren. Zuschauer und geladene Gäste sitzen auf der rechten Seite eines Dojos. Sie wird „Shimozeki“ genannt. Die verbleibende Seite heißt „Joseki“ (auch „Yoseki“) und bietet den vom Lehrer geladenen Assistenten platz.

Diese Organisation ist ein Sinnbild für eine Rotation. Man beginnt ganz rechts bei Shimozeki, entwickelt sich entlang Shimoza Schritt für Schritt zu Joseki und wird selbst mit der Zeit zu einem Lehrer.

dojo shiho

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Aikido / Budo, Etikette, Grundlagen

Indisches Bildnis zur Toleranz – Vier Blinde erfahren einen Elefanten

Peter Roskothen | 15. Mai 2007

Jeff Sensei aus Mauii hat uns diese Geschichte zukommen lassen. Wir mögen sie gerne, denn Sie hat viel mit Aikido, Aufmerksamkeit und Toleranz zu tun:

“Vier blinde Menschen erfahren einen Elefanten. Diese vier Menschen sind nie einem Elefanten begegnet und sie berühren ihn, in dem Wunsch dieses neue Phänomen zu verstehen und beschreiben zu können. Einer fasst den Rüssel und denkt es sei eine Schlange. Der Zweite erforscht das Bein des Elefanten und denkt es sei ein Baum. Der Nächste faßt den Schwanz und denkt es sein ein Seil. Der vierte Blinde ertastet die Seite des Elefanten und denkt es sein eine Mauer.

Jeder der blinden Männer entdeckt den Elefanten. Und doch beschreibt jeder dasselbe Tier in einer eigenen radikal anderen Art.

Wenn wir nur alle wirklich sehen könnten…”

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Aikido / Budo, Grundlagen, Philosophie

Indian Analogy for tolerance – Four blind men discover an elephant

Peter Roskothen |

Jeff Sensei did write us an eMail and mentioned this old indian analogy. We like it because it got a lot to do with Aikido and tolerance:

“There are four blind men who discover an elephant. Since the men have never encountered an elephant, they grope about, seeking to understand and describe this new phenomenon. One grasps the trunk and concludes it is a snake. Another explores one of the elephant’s legs and describes it as a tree. A third finds the elephant’s tail and announces that it is a rope. And the fourth blind man, after discovering the elephant’s side, concludes that it is, after all, a wall.

Each in his blindness is describing the same thing: an elephant. Yet each describes the same thing in a radically different way.

if only we could all truly see…”

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Aikido / Budo, Philosophie, english article

Ein wunderschöner Artikel, der im Reiki wie im Budo seine Bedeutung hat

Peter Roskothen |

“Gerade Heute” sollte das Motto sein. Jörg bringt es in seinem Blog auf den Punkt. Ein sehr lesenswerter Artikel ist das. Einzig der Begriff “Macht” gefällt mir nicht. Aber Macht ist vermutlich nicht so gemeint, wie es sich anhört?

Artikel “Jetzt ist der Augenblick der Macht”

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Aikido / Budo, Philosophie

Shugyo (english)

Geraldine und Peter Roskothen | 13. Mai 2007

We already mentioned “Shugyo” publishing the article about “Shu-Ha-Ri”. “Shugyo” is a term that seems to have different meanings. Time ago, a “Shugyosha” was a Budoka, travelling from Dojo to Dojo to learn.

The word “Shugyo” is built from two syllables: “Shu” meaning as much as “discipline”, “respect” or “learning” and “Gyo” as much as “art”. Maybe the meaning is “to learn the art”.

To translate the meaning “Shugyo” is difficult and seems to also mean to “polish one´s spirit”. It means to unify spirit and body and to challenge oneself. This also means to be honest, to work at your own ego and to go beyond the limit. To recognize and reflect your own mistakes and to get out of the comfort zone.

“Shugyo” seems to be related to “Misogi” (purification). It is obvious that we can practice “Shugyo” every day, by solving tasks we do not like, i.e. to make your bed, wash your own Gi, do the washing up. But in actual fact it means to open your spirit, purify it and be honest against yourself. Not to give up but to mature.

On the physical level “Shugyo” can be practised by repeating movements like cleaning the Tatami, concious seating and breathing accompanied by discipline.

In Germany “Shugyo” in life often seems to be unknown and uncomfortable. It starts at school where someone throws away his rubbish or does not clean his shoes entering. The cleaning of the school is left for somebody else to do. In Japan the pupil do clean their own school. This is a way of discipline and challenging oneself, that helps being honest with oneself and going beyond the limit of laziness and impurity.

“Shugyo” can also mean to learn something new, to visit a new Dojo and to behave with respect and discipline. To visit a strange seminar with new challenges which can only be learned by being humble. Humbleness never can be wrong anyway as we all make mistakes and can purify by practicing “Shugyo”.

In our understanding everybody visiting a good Dojo, that is not a school of comfort, is practicing “Shugyo”. Everybody visiting a good Dojo is reaching beyond one´s own limits, trains regularly and tries to mature conciously or unconciously. The more you practice, the more intensive the “Shugyo” and therefore the maturity.

“Shugyo” seems to be connected with asceticism, to concentrate on the important things, to purify the mind, to challenge oneself and to mature. As little as we can read about the meaning of “Shugyo”, the meaning seems to be different for every one of us. All in all it seems with keeping one´s mind open we reach another form of awareness, and with the help of “Shugyo” we get closer to “Shingen“, the highest form of awareness.

If you know more about the meaning of “Shugyo”, please do us a big favour and comment this article. We are working hard to find out more about the meaning of “Shugyo”.

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Aikido / Budo, Philosophie, Techniken, Tugenden, english article

Shugyo

Geraldine und Peter Roskothen | 9. Mai 2007

Schon in dem Artikel über Shu – Ha – Ri haben wir kurz den Begriff “Shugyo” verwandt. “Shugyo” (oder auch “Shugio” geschrieben) ist ein Begriff, der offensichtlich verschiedene Bedeutungen haben kann. Früher war ein “Shugyosha” ein Budoka, der von Dojo zu Dojo zog, um dort weiter zu lernen.

Der Begriff “Shugyo” setzt sich aus den zwei Silben zusammen: Shu bedeutet soviel wie Disziplin, Respekt, Lernen und Gyo bedeutet soviel wie Kunst. Vielleicht soviel wie “die Kunst erlernen”.

“Shugyo” ist ein sehr schwierig zu erklärender Begriff und bedeutet im übersetzten Sinne offenbar auch soviel wie “den Geist schmieden” oder “den Geist polieren”. Es bedeutet Geist und Körper in Einklang zu bringen und sich selber herauszufordern. Das wiederum bedeutet, aufrichtig zu sein, an sich selbst zu arbeiten und über seine Grenzen zu gehen. Vor allem aber seine Fehler zu erkennen und aus der Komfortzone herauszukommen.

Shugyo scheint mit Misogi (Reinigung) daherzukommen. Offensichtlich kann man Shugyo jeden Tag praktizieren, indem man unliebsame Aufgaben erledigt und zum Beispiel Ordnung in seinem Leben schafft. Natürlich kann das so etwas sein, wie Aufräumen, das Bett machen, seinen Gi selbst waschen, sich um den Abwasch kümmern. Aber im Grunde geht es darum, den Geist offen zu machen, ihn rein zu machen und sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Also sich nicht hängen zu lassen, sondern zu reifen.

Auf dem körperlichen Level kann man Shugyo durch wiederkehrende Bewegungen gut praktizieren. Das kann das Putzen der Tatami sein, oder das bewußte Sitzen und Atmen, einhergehend mit Disziplin.

In Deutschland ist das Shugyo im Leben sicher oft unbequem und unbekannt. Das fängt schon in der Schule an, in der man sein Papier unachtsam wegwirft oder die Schuhe nicht sauber macht beim Eintreten. Man überläßt das Putzen jemand anderem. In Japan putzen Schüler ihre Schule selbst und machen sauber. Das ist eine Art der Disziplin und Selbstüberwindung, die dazu geeignet ist, mit sich selbst ehrlich zu sein, sich über seine eigenen Grenzen der Faulheit und Unreinheit hinwegzusetzen.

Natürlich kann Shugyo auch bedeuten etwas Neues zu erfahren, in ein fremdes Dojo zu gehen und sich diszipliniert und respektvoll zu benehmen. Oder zu einem fremden Lehrgang zu gehen, der mit völlig neuen Herausforderungen aufwartet und in dem man sich sehr bescheiden aufführen muß. Bescheiden zu sein kann überhaupt nie wirklich schaden, denn wir sind alle mit großen Fehlern durch das Leben, welche man angehen kann und möchte, wenn man Shugyo praktiziert.

Shugyo praktiziert in unserem Verständnis jeder, der in ein Dojo geht, welches nicht einfach nur zum Wohlsein gereicht. Jeder der ein gutes Dojo besucht, praktiziert Shugyo, denn er überwindet sich selbst, geht regelmäßig zum Training und versucht so bewußt oder unbewußt an sich zu arbeiten, etwas aus sich zu machen. Je mehr er übt und an sich arbeitet, desto intensiver sein Shugyo und damit seine Reife.

So hat Shugyo sicher etwas mit Askese zu tun, sich auf das Wesentliche zu beschränken, seinen Geist zu reinigen, sich zu überwinden, an sich zu arbeiten, zu reifen. Und so wenig wie man über den Begriff lesen kann, hat er wohl für viele eine andere Bedeutung. In jedem Falle hat man mit dem Offensein und dem reinen Geist eine andere Art Aufmerksamkeit und kommt mit Shugyo so auch dem Shingen, der hohen Aufmerksamkeit näher.

Wer mehr weiß über den Begriff, ist herzlich gebeten es zum Beispiel als Kommentar beizutragen. Wir arbeiten daran den Begriff weiter zu ergründen.

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Aikido / Budo, Grundlagen, Philosophie, Techniken, Tugenden

Aikidoka trainieren in der freien Natur

Peter Roskothen | 3. Mai 2007

Natürlich trainiert ein richtiger Aikidoka immer und überall, sogar im Supermarkt. Aber das hier ist ein Foto vom Training an der frischen Luft vom letzten Mittwoch. Es hat viel Spaß gemacht, selbst wenn die Gis hinterher viel Liebe und Waschmittel brauchten. Ihr habt das toll durchgehalten und natürlich ist es immer eine ganz besondere Sache, Aikido in der freien Natur zu üben.

Aikido in Vorst - Training draussen in der Natur

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