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Zanshin & Mushin

Geraldine und Peter Roskothen | 28. Dezember 2007

Angela hat in Ihrem Artikel den Begriff “Zanshin” schon einmal erläutert. Hier ist noch einmal ein Versuch Zanshin zu erläutern und gegen Mushin abzugrenzen:

Liest man bei Sensei Phong Thong Dang und Lynn Seiser nach, so erfährt man folgendes (übersetzt aus dem Englischen):

“Zanshin ist die bleibende Verbindung, die noch lange nach der Ausführung der Technik besteht. Zanshin ist die Fähigkeit eine Verbindung einzugehen und zu halten. Zanshin ist das, was man als Leser dieses Buches hinterher mitnimmt.”

Es ist wohl genau das, was auch bei einer Teezeremonie statt findet und während und nach einem Aikido-Training da sein sollte: daß man sich verbindet mit seinem Gegenüber, daß es kein abruptes Ende nimmt, sondern daß man verbunden bleibt und sich weiter mit seinem Gast oder Meister (Teezeremonie) bzw. seinen Mitschülern und Lehrern (Aikido) verbunden hält. Nur mit der Verbindung funktionieren auch die Techniken am besten und man bleibt beim Partner/Gegner auch nach der Technik. Das hat auch den Grund des Bewachens, des Überprüfens, ob der Parnter/Gegner wieder angreift. Aber auch den Grund des Respektes.

Im Film “Der letzte Samurai” wird Tom Cruise in einer dunklen Straße von vier oder fünf Schwerkämpfern überrascht. Er tötet alle bis auf einen sofort und ist hinterher noch in Gedanken bei Ihnen. Er erinnert sich an die gesamte Szene. Eine Art Respekt und Verbindung. Ich vermute, daß die Szene Zanshin vermitteln möchte. Einer der Angreifer lebt noch und erhebt sich wieder und Tom Cruise merkt dies auch mit zugewandtem Rücken durch die Verbindung – Zanshin.

Ebenfalls ist eine Deutung von Mushin ist in dem Film vertreten bei einer Kampfszene mit bokken (Holzschwert). Dort sagt der junge Mann (der in Wirklichkeit ein sehr guter Budoka ist) zu Tom Cruise:
“No mind.” Er deutet auf die Umstehenden und sagt er solle alles um ihn herum vergessen, um die Technik perfekt auszuführen.

Mushin bedeutet leerer Geist, sich zu vergessen, sich zu leeren. Das ist vergleichbar mit der Teezeremonie (Chado). Auch dort versucht man den sehr schwierigen Zustand von Mushin zu erreichen. Und auch dort spielt Zanshin eine große Rolle. Es gibt viele Arten von DO, die alle diese Begriffe und Inhalte vermitteln und mit ihnen leben: Bu-do, Cha-do, Ken-do, Karate-do, Kyu-do, Ai-ki-do und etliche Künste mehr, wenn sie gut ausgeführt werden und nicht dem Wettkampf, Gürtelfarben oder Punkten dienen.

Bei der Recherche hat uns Akiko-san sehr geholfen. Akiko-san ist Meisterin der Edosenke-Teezeremonie und wir bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen!

Sollten wir hier etwas falsch erläutert haben, oder Sie haben beim Lesen Ergänzungen gefunden, wären wir sehr dankbar für Kommentare. Danke!

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* Grundlagen *, Aikido / Budo, Filmempfehlung, Philosophie

Christkindl Seminar mit Reyonsa Sensei in Nürnberg – so war es

Michael | 11. Dezember 2007

Nach einer nicht enden wollenden Autofahrt vom schönen Niederrhein ins Frankenländle, konnten wir am späten Abend unsere Zimmer in der Jugendherberge beziehen. Da lange Reisen bekanntlich hungrig machen, wurden mitgebrachte Brote, Obst und Gummibären brüderlich geteilt und mit einem kühlen Getränk im gemütlichen Speisesaal verputzt…

Die erste Trainingseinheit wurde am Samstagmorgen durch eine beeindruckende Einleitung von Reyonsa Sensei eröffnet. Den üblichen Aufwärmübungen folgten Techniken aus Sensei’s großem Fundus. Jede Technik konnte ausreichend oft geübt werden, da auf der Matte trotz der großen Teilnehmerzahl genügend Platz vorhanden war. Immer wieder wurden Kleinigkeiten korrigiert und deren Bedeutung durch treffende Beispiele aus der „echten“ Welt erklärt.

In der zweiten Trainingseinheit wurde das bereits gelernte nochmals vertieft und durch weitere Techniken ergänzt bzw. verbunden. Durch die vielen Teilnehmer konnte jeder mit vielen verschiedenen Menschen trainieren.

Ausklingen konnte der erste Tag dann beim wohlverdienten Abendessen in einem ital. Restaurant, an dem nicht nur Sensei sondern auch viele Seminarteilnehmer anwesend waren.

Am zweiten Seminartag wurde auf Wunsch vieler Teilnehmer Techniken mit dem Tanto (Messer) gelehrt.
Müde, aber mit einem großen Batzen an neuen Erfahrungen und Eindrücken, traten wir am Sonntagmittag dann die lange Heimreise an.

Insgesamt hat sich die Teilnahme sehr gelohnt und aus den Mitgliedern des Shingen-Dojos ist eine richtige Gemeinschaft geworden.

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Aikido / Budo, Bericht, Seminar

Die Gespräche mit Reynosa-Sensei aus der Sicht eines 17-jährigen

Tobias | 9. Dezember 2007

Wie schon beschrieben haben wir uns gemeinsam zum Christkindl-Seminar nach Nürnberg aufgemacht, um bei Larry Reynosa-Sensei etwas über den Weg (jap.: „Do“) des Aiki (jap.: „ai“: „Harmonie“, jap.: „Ki“: „Lebenskraft“) zu lernen.

Tatsächlich haben die Gespräche, die Sensei (dt.: „Lehrer“) jeder Trainingseinheit vorweggenommen hat, besser gesagt, die jedes Training einleiteten, weitaus tiefgründigere Einsicht in die Welt des Aikido geboten.

Sensei betonte zunächst, dass er diese Gespräche für einen essentiell wichtigen Teil im Training einer Kunst des Budo (dt.: „Der Weg des Krieges“) als wirklicher „Weg des Krieges“ halte, was denke ich alle Beteiligten dazu führte seine Worte umso mehr in sich wirken zu lassen.

Ein Aspekt, den er im Folgenden immer wieder betont hat, ist die Verantwortung eines jeden Lehrers des Aikido, die er seinen Schülern gegenüber trage. Jedem von ihnen zu vermitteln, was der Sinn im Aikido sei. Lehrt ein Lehrer Aikido als Weg sich zu verteidigen, so müssen die vermittelten Techniken auch funktionieren. Wenn die Techniken jedoch nicht funktionieren, so sei auch diese Form des Aikido zu respektieren, allerdings nur, wenn der Schüler darum weiß, dass er sich niemals auf der Straße damit wird verteidigen können.

Auf der anderen Seite müsse auch jedem Schüler, der Aikido lernt, dass „straßentauglich“ ist, vermittelt werden, dass die Techniken unter allen umständen nur ein schadenregulierendes allerletztes Mittel sind. Die Meisterschaft im Budo bestünde also nicht im Meistern der äußeren Form, sondern in der Beherrschung von Aggression und Angst.

Damit kommen wir zum nächsten Punkt. Angst!

Die Kontrolle über die eigene Angst zu erlernen, war ein weiterer Punkt, auf den Sensei sehr viel Wert legte. Denn Angst sei große Hürde, wenn man sich wirklich einmal im Kampf muss.

Sensei drückte dies beim üben der Technik Yubi-Dori (Ergreifen der Finger bei Angriff mit geöffneter Hand) ungefähr so aus: „Wenn euch jemand Angreift mit der Absicht euch zu töten, und ihr seine Finger dann loslasst, nur weil sie knacken und ihr Angst davor habt eurem Angreifer die Finger zu brechen, dann könnt ihr davon ausgehen, dass derjenige aus Wut über seine gebrochenen Finger noch einmal angreift. Und dieses Mal wird er mit mehr Elan zuschlagen.“

Nun diese Aussage mag auf den ersten Blick vielleicht im Gegensatz zu dem stehen, was O’Sensei (dt: „Großer Lehrer“) (Ueshiba Morihei, Begründer des Aikido) einmal sagte: „Wenn dich jemand bedroht, schließe deinen Angreifer ins Herz“ also ‚Zeige Gnade!’, wenn man sich aber überlegt, dass man auch die einfachere Möglichkeit hat, den Gegner brutal mit einem Faustschlag ins Gesicht zu verletzen und damit schwere Schäden zuzufügen, dann sind doch, bezogen auf dieses Beispiel, ein paar gebrochene Finger, ein relativ verantwortungsbewusstes Umgehen mit einem Angreifer.

Diese Verantwortung vermittelte Sensei also nicht nur den Lehrern auf dem Seminar sondern allen anwesenden.

Auf der anderen Seite hat er, um zum Schlüsselwort Angst zurückzukommen, auch gesagt, dass Angst überhaupt erst zu Angriffen führt. Entweder, weil der Angreifer die Angst eines „schwachen Opfers“ erkennt, oder aber, weil die Angst zur Aggression des Angreifers führt.

Die Angst die Kontrolle über eine Situation zu verlieren, die Angst davor schlecht dazustehen, und viele andere Formen von Ängsten.

Angst ist, so Reynosa-Sensei, die einzige Ursache für Aggression. „Fear leads to anger“ (dt.: „Angst führt zu Wut“), sagte Sensei wortwörtlich.

Kontrolle und die Angst davor, schlecht dazustehen, waren auch Thema der Gespräche. Kontrolle ist der Schlüssel im Aikido. Die Kontrolle keine Aggression aufkommen zu lassen, Kontrolle darüber das man evtl. aufkommende Aggression wieder in den Griff bekommt, und die Kontrolle über seinen Angreifer, falls man es nicht hat verhindern können angegriffen zu werden.

Und im Bezug auf die Angst davor schlecht dazu stehen, sagte Sensei nur sehr nüchtern etwas wie: „Es muss euch egal sein, was andere von euch denken. Ihr müsst für das einstehen, was ihr sagt, tut und seid.“ wörtl. „Stay on the line“ (dt: „Bleibe auf der Linie“).

Dieses Credo „Stay on the line!” bezog er sowohl auf Technik (das Prinzip des Eintretens in den Angriff, statt ihm auszuweichen jap.: „Irimi“ auch „Omote“), als auch auf das tägliche Leben. Kein Mensch sollte sich jemals von seinem Weg abbringen lassen, sofern dieser auf seine Tugend hin überprüft worden ist.

Leider muss ich zugeben, dass dies alles ist, was mir im Augenblick zu den besprochenen Themen einfällt. Ich habe nun die Themen, die mir eingefallen sind angeschnitten und die Gedanken zum Teil weiter gesponnen, möchte aber klarstellen, dass das Besprochene noch weitaus tiefgründiger war. Ich freue mich auf Kommentare und Anregungen was evtl. Vergessene Aspekte im Artikel betrifft.

Mit freundlichen Grüßen

Tobi

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Aikido / Budo, Allgemein, Bericht, Philosophie, Seminar

Mit Aikido ist mein Leben geregelter

Tessa |

Ich mache ungefähr ein halbes Jahr Aikido und es hilft mir nicht nur, mich zu verteidigen, sondern auch in mein Privatleben. Mit Aikido ist mein Leben geregelter. Durch Aikido schreibe ich bessere Noten, weil in Aikido die Aufmerksamkeit geschult wird. Aber auch andere Sachen werden dort trainiert. Es hat sogar mal mein Leben gerettet, als ich fast vom Auto überfahren wurden bin. Es lohnt sich Aikido zumachen. Wenn du dich verteidigen möchtest, hilft es dir. Dort wird auch Höfflichkeit geschult b.z.w Etikette und Respekt trainiert. Das heißt aber nicht gleich übermütig zuwerden.

(PS: Für Rechtschreibfehler keine Haftung.)

Ende, das war ein Bericht von Tessa Stappen
(Tessa ist 12 Jahre alt)

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Aikido / Budo, Allgemein, Kinder / Jugendliche

Reynosa-Sensei Seminar in Nürnberg

Peter Roskothen | 5. Dezember 2007

Spannend war das Christkindl-Seminar in Nürnberg am 01./02. Dezember 2007. Nicht wirklich als Weihnachtsmann verkleidet kam Reynosa-Sensei in die mit 200 Teilnehmern besetzte Halle des Aikido-Verband-Bayern. Horst Hahn und seine Kollegen vom PSV-Nürnberg hatten vorzügliche Arbeit geleistet und das Seminar ins Leben gerufen.

Reynosa-Sensei hatte viel mitgebracht aus seinem 35 jährigen Fundus und zeigte Kata und Waffentechniken an zwei Tagen. Die Trainingszeiten waren zwar relativ kurz für seine Verhältnisse, jedoch waren alle Techniken mit viel Zeit zum Üben versehen. Immer wieder wurden Kleinigkeiten korrigiert und noch einmal genau erklärt.

Unsere Mitglieder vom Shingen-Aikido-Dojo waren hervorragend untergebracht und zeigten volles Engagement beim Training. Es war für alle eine tolle Erfahrung und eine sehr gute Lehre, zumal Reynosa-Sensei lange über Themen wie Angst und Verantwortung der Lehrer redete. Auch machte er klar, wo Unterschiede seines sehr direkten und straßentauglichen Aikido liegen. Viele wurden zum Denken über bestehende Strukturen und das Aufbrechen zu neuen Erfahrungen und neuem Training / Verantwortung angeregt. Ein insgesamt sehr lohnendes Seminar in Nürnberg mit Dank an alle Schüler, Verantwortlichen und natürlich an Reynosa-Sensei.

Teilnehmer des Reynosa-Seminars in Nürnberg

Reynosa-Sensei erläutert AikidoJenseits der TatamiGruppenfoto mit Reynosa-SenseiKleiner Vortrag von SenseiSensei mit SimultanübersetzerJumbi-Taiso - alle Teilnehmer passten leider nicht auf das Foto
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Aikido / Budo, Allgemein, Bericht, Seminar, Techniken, Waffentraining

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