Die Wahrheit
Jörg Stappen | 30. April 2008 Sehen heißt glauben, aber das, was wir fühlen, ist die Wahrheit Gottes.
(P.B. Kerr, „Die Kinder des Dschinn“)
Sehen heißt glauben, aber das, was wir fühlen, ist die Wahrheit Gottes.
(P.B. Kerr, „Die Kinder des Dschinn“)
Enttäuschungen sind nur dann möglich, wenn wir Erwartungen haben. Davon hat der Mensch reichlich: an den Partner, an die Umwelt, die Arbeit, sogar an das Fernsehen und ganz selten sogar an sich selbst. Immer wieder wird der Mensch vermeintlich enttäuscht. Beobachte das Gesicht Deines Gegenübers als sei es in Zeitlupe und es wird die Wahrheit sprechen.
Dabei ist das Ego ein großer Bestandteil von Enttäuschungen, denn es dreht sich am liebsten um sich selber. Das Ego ist gleichzeitig eines der Dinge, welches uns wenig vom Tier unterscheidet und bei näherem Hinsehen wohl zu der Überzeugung führen kann, daß der Mensch nur eine Art Gattung der Tiere ist. Auch ein Pferd kümmert sich in erster Linie um sich selbst, seine Nahrung, Bewegung, sein Liebesleben. Dann interessiert sich das Pferd für andere Pferde und nur ganz am Rande um den Menschen, der es glaubt zu besitzen. Auch kümmert es sich wenig um die Ameise unter seinem Huf.
Auch das etwas andere Tier erwartet immer wieder dasselbe, deshalb fährt er zig Male an denselben Ort in Urlaub und wechselt nur ungern seine Arbeitgeber. Viel hat das sicher auch mit Ängsten zu tun. Nur wer im Jetzt lebt und einen offenen Geist schafft, wird aus neuen Situationen auch positive Dinge gewinnen. Vermeintliche Enttäuschungen sind dann dazu da, eine neue Richtung zu gehen, etwas besser zu machen, etwas zu erleben und zu entdecken. So kann ein anderer Lehrer, eine andere Umgebung, ein anderer Arbeitgeber doch immer eine neue positive Erfahrung sein.
Verantwortung mit anderen ist allerdings der Grund sich nicht mutwillig auf Neues einzulassen. Allerdings wird jeder zugeben, daß jenes, was man erwartet, nie eintrifft, es nie so ist, wie man es erwartet oder wie es sein sollte oder könnte. Immer ist es auch ein Täuschung und Nichts ist so wie es scheint. Es sind zu viele Menschen, die einen anlächeln und hinter deren Fassade eine Zerstörung steckt. Zu viele Anscheine, die uns etwas vorgaukeln und die von einer anderen Richtung besehen, einen ganz anderen Eindruck hinterlassen. Wo ist die Wahrheit? Sie ist ständig eine andere. Sich darauf einzulassen ist ungemein schwierig, noch schwieriger ist es bewusst auf sie zu zu gehen und sie anzupacken. Diesen Vorgang kann man vermutlich auch gut als Aikido bezeichnen. Es gibt sogar einen japanischen Ausdruck dafür.
Wenn Sie Aikido in Krefeld suchen, dann gibt es in Krefeld zwei Aikido-Schulen. Mit den Lehrern von einem dieser Schulen (Dojos) haben wir gelernt. Aber Sie können auch mit uns vom Shingen-Aikido-Dojo in Vorst/Anrath (Willich) trainieren. Die Entscheidung ist nicht ganz so einfach aber wir können einen Tip für Ihre erfolgreiche Suche geben:
Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl was die Lehrer und Mitschüler angeht. Trainieren Sie dort, wo es Ihnen am meisten zusagt und dann sind Sie richtig. Ob Sie Aikido in Krefeld oder in Vorst/Willich trainieren, sollte weder eine Frage der Distanz sein, noch des Preises. Zugegeben, das eine Aikido-Dojo (Aikido-Schule) in Krefeld verlangt eine relativ hohe Gebühr, aber das ist nicht das Kriterium für Aikido. Und viele unserer Schüler kommen von weit her, um mit uns zu trainieren (z. B. aus Geldern und Düsseldorf). Auch die ca. 11 Kilometer Distanz von Krefeld nach Vorst und Anrath sollten bitte deshalb nicht ausschlaggebend sein.
Was Sie beim Aikido lernen, wie der Spaß und die Motivation Sie bewegen, welche Beziehung Sie zu den Mitschülern und Lehrern des Dojos haben, ist wirklich wichtig. Das prüfen Sie mal und dann entscheiden Sie in Ruhe. Aikido hat vieles zu bieten und ist nicht nur eine klasse Selbstverteidigung.
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Hakama
Falten
in deinem Gesicht
sehe ich etwas
und du siehst es nicht?
Neulich hat uns Peter nach der Freitagsbegrüßung über Engagement und Überwindung der inneren Passivität angesprochen. Im Bezug auf unsere Aikido-Treffen ist uns allen bewusst, dass es manchmal schwer fällt, jeden Tag nach Feierabend, Schule, etc. nicht einfach auf dem Sofa liegen zu bleiben. Besonders freitags um 20:00 Uhr ist es sicherlich am Schwierigsten sich auf den Weg zum Dojo zu machen. Wir alle wissen auch, was für ein tolles Gefühl es ist, jeden Tag dabei gewesen zu sein und es „geschafft“ zu haben, einen kleinen Schritt weiter im Aikido und im Leben zu sein.
Die Worte von Peter sind insofern wichtig, weil sie natürlich nicht nur unser Aikido Training betreffen, sondern alle anderen Bereiche des Lebens auch. Es hat mich sofort an eine Geschichte erinnert, ganz im Sinne von Jorge Bucay obwohl formell ziemlich anders geschrieben.
Es handelt sich um die Geschichtensammlung „Das Aleph“ vom verstorbenen argentinischen Schriftsteller Jorge-Luis Borges. Borges ist meines Erachtens einer der intelligentesten und scharfsinnigen Schriftsteller in spanischer Sprache aller Zeiten. Es gibt viele Anekdoten über Borges. Einmal während einer Pressekonferenz wollte ihn ein Journalist veräppeln und fragte ihn, ob es in Argentinien noch Kannibale gebe. Daraufhin antwortete Borges: „eigentlich nicht mehr, wir haben sie alle gegessen“
In „Das Aleph“ gibt es eine Geschichte namens „Der Unsterbliche“. Die Hintergrund Idee dieser Geschichte ist folgendes: man setzt einen Affen vor einer Schreibmaschine und lässt ihn wild auf die Tasten für die Ewigkeit herumschlagen. Nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip und in dieser Ewigkeit betrachtet wird er in seiner wilden Tastenkombination irgendwann einen verständlichen Satz, im Laufe der ewigen Zeit sogar ein Buch, ja sogar „Faust“, sogar die Bibel schreiben!!. Das ist natürlich eine abgefahrene unbeweisbare Theorie, die nur dazu dient, die Geschichte des Unsterblichen verständlicher zu machen:
In Zeiten von Kaiser Dioklezian macht sich der römischer Tribun Marco Flamimo Rufo auf der Suche nach der Quelle der Unsterblichkeit. Nach einiger Zeit gerät er in ein primitives Stamm und wird gefangen gehalten. Die Menschen dieses Stammes tragen keine Kleider, sind ungepflegt, ernähren sich von Rohkost und können keine Sprache. Sie kommunizieren kaum, wenn sie etwas mitteilen möchten tun sie das nur durch quasi tierische Geräusche. Nach einigen Wochen unter ihnen erfährt der Protagonist Marco Flamimo Rufo, dass diese Menschen die Unsterblichen sind. Jeder von ihnen hat bereits seit Ewigkeiten gelebt, jeder hat alle möglichen Erfahrungen, und abertausende von Leben gelebt. Jeder ist irgendwann ein Bettler gewesen, ein Soldat, ein reicher Mann, ein Kaiser, jeder hat einmal auch das Leben von Shakespeare gelebt oder von Dir und mir…„jeder ist alle Menschen“. Durch die Gewissheit, dass alle Möglichkeiten in ihren Leben unerschöpflich sind hat jeder der Unsterblichen im Laufe der Zeit die Lust und Motivation am Leben verloren. Jeder weiß, das Leben ist ein unendlicher Zyklus, dabei gewinnt die Trägheit die Vorhand in ihren Leben, die Menschen wurden träge, passiv, faul…
Ich erzähle nicht weiter, jeder, der Interesse hat kann dieses Buch lesen (es gibt auch in der deutschen Übersetzung) es ist wirklich empfehlenswert. Das ist nur eine der vielen Geschichten „zum Nachdenken“, sich zum Überwinden zu bewegen und nichts einfach passieren lassen, sich aktiv engagieren und motivieren, in Peters Worten: „jeder, der etwas erreichen möchte, muss auch etwas dafür tun“ (ich hoffe, ich habe richtig zitiert…)
In diesem Sinne
Liebe Grüße an alle
Am vergangenen Samstag kamen Sabine und Jürgen, sowie 6 weitere Aikidoka aus Siegen zu uns nach Vorst zum Seminar. Mit dabei auch Anke und Christian aus Pirmasens. Die Siegener haben uns dabei viel beigebracht und einige unserer Mitschüler aus Vorst geprüft.
Für mich persönlich waren nicht nur die Lerninhalte und Prüfungen sehr schön, sondern vor allem auch die Freundschaftlichkeit der Aikidoka untereinander. Die zehn angereisten, sehr netten Menschen kamen extra zu uns und opferten ihre Zeit für unser aller Weiterkommen.
Um es kurz zusammen zu fassen: es war sehr anstrengend. Für Euch alle war es eine besondere Herausforderung, die Ihr offen und hervorragend absolviert habt! Es erfüllt uns mit viel Respekt und Freude, daß Ihr so intensiv und aufmerksam dabei und alles gegeben habt.
An das Tomodachi Aikido Dojo sowie Anke und Christian geht unser großer Dank und ein besonders herzlicher Gruß!
Vielen Dank an Susanne und Lothar für den Besuch und die sehr schönen Fotos (oben)!
Weitere Fotos von Stefan – herzlichen Dank:
Am 14.06. und 15.06.2008 ist das Seminar mit Reynosa-Sensei in Belgien, Hasselt. Unser Dojo fährt gemeinsam zu diesem Treffen.
Näheres findet man hier: http://www.aikidoschool.be/
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