Aikido richtig trainieren

Wie verhält man sich beim Aikido Training richtig?

Wie kann man Aikido richtig trainieren, so fragt sich vielleicht mancher der Anfänger oder auch Fortgeschrittenen. Dazu gibt es eine einfache Antwort: Indem man sich Mühe gibt. Die ausführlichere Antwort ist in der Tag wesentlich komplexer. Hier einmal eine persönliche Anleitung:

Als Neuling im Aikido kann man (ähnlich wie ein kleines Kind) nicht wirklich etwas falsch machen. Der Sensei (Lehrer) wird am Anfang über vieles hinwegsehen und Lehrer wie auch die fortgeschrittenen Schüler geben Hilfen. Man sollte sich alles abgucken und nachmachen, was vorgeführt wird und nicht zu viel verstehen wollen. Viele der Hintergründe tun sich erst auf, wenn man mehr gesehen und begriffen hat. Begreifen ist überhaupt einer der wesentlichen Aspekte im Aikido und Budo (Oberbegriff für die Kampfvermeidungskünste). Verstehen sollte man das nicht, eher begreifen oder intuitiv erlernen.

Schon vor dem Eintreten in das Dojo sollte jeder sein Bestes geben und dazu bereit sein. Wer sich Mühe gibt und Spaß an Aikido hat, der wird Grundlegendes schnell erlernen. Dazu gehört eine möglichst pünktliche und regelmäßige Teilnahme am Training, was sich einfacher anhört, als es in Wirklichkeit ist. Jeder hat eigene Verpflichtungen. Da ist der Beruf, die Familie und der größte Feind vom Training: der innere Schweinehund. Den zu überwinden ist die erste wirklich große Herausforderung und sie bleibt es auch für fortgeschrittene Schüler.

Aikido richtig trainieren, Aikido Training - Fortgeschrittene trainieren mit Anfängern

Aikido richtig trainieren

Aikido wird von so vielen verschiedenen Senseis (Lehrern) unterrichtet, dass jeder Unterricht anders ist. Und dennoch ist Aikido Aikido. Das heißt, gewisse Grundlagen sind immer dieselben. Wichtig ist ein sehr gutes Aufwärmtraining, nicht zuletzt, um den Körper gesund zu halten. Eine gute Fallschule und Rollschule ist Voraussetzung für das Überleben der Techniken im Aikido. Und dann sollte sicher ein Training mit einer guten Stimmung und Mischung aus Techniken und Spaß, Motivation da sein.Wichtig ist auch langsames Trainieren, denn nur wer die Techniken sauber erlernt, der kann sie später auch schneller anwenden.

Voraussetzung für ein richtiges Aikido Training ist die Verbindung von Lehrer zu Schüler und anders herum. Man sollte sich als Anfänger und Fortgeschrittener immer wider das Shitei ansehen und die Aufgaben dort für sich richtig umsetzen. Wenn man sich dann Mühe gibt und mit jedem im Dojo trainiert, dann ist man richtig.

Aikido bedeutet Verantwortung

Alles weitere erlernt man mit der Zeit. Als Fortgeschrittener weiß man dann wo seine Verantwortlichkeiten liegen, wie schnell oder langsam man trainieren muß, welche Aufgaben man hat, daß man sich immer wieder neu um Anfänger kümmern muß, wie man Aikido richtig trainieren kann. Da sind auch die Hakamafalten, die man als Fortgeschrittener vorleben muß. Das bedeutet aufrichtiges Trainieren, Loyalität und weitere fünf Aufgaben.

Es sollte nicht vorenthalten werden, daß man große Fehler machen kann, wenn man Aikido trainiert. Unpünktlichkeit, Unsauberkeit, schlechte Etikette, Quatschen während des Unterrichtes, Überheblichkeit, Fahrigkeit, mangelnder Respekt oder Disziplin sind ganz große Mängel, die man abstellen sollte. Wer sich nicht bedankt, nachdem der Lehrer ihm etwas erklärt hat, der gehört auch nicht ins Aikido. Wer seine Aufmerksamkeit nicht schult und sich z. B. nicht um unachtsam weggeworfene Papiere kümmert, der ist als Fortgeschrittener ebenfalls verkehrt. Aikido ist nicht einfach, aber eine hervorragende Schule für das private und berufliche Leben. Wer Aikido richtig trainiert, der ist im Leben ganz weit vorne und hat enorme Vorteile.

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Peter Roskothen

Fotograf, Mediedesigner und Trainer Fotokurse bei Peter Roskothen Fotokunst & Design
Ich bin beruflich Fotograf und Mediendesigner, aber auch Journalist und Trainer von Fotokursen.

Zum Aikido kam ich 2001 zusammen mit meiner Frau Geraldine. Seit 2006 unterrichten wir Aikido für einen kleinen Kreis von Teilnehmern.
Aikido ist deshalb so gut, weil man es in jedem Alter anfangen kann. Es hält fit, macht gesund und hilft dem Selbstbewusstsein. Man muss nur einen offenen Kopf haben und es wollen.

Mein Motto: Etwas mehr Menschlichkeit
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1 Kommentar

  1. Hallo zusammen!

    Danke für den Artikel, Peter. Es ist gut, sich diese Dinge immer wieder vor Augen zu halten.

    Ergänzen könnte man noch etwas, was letztens beim Training schon angesprochen wurde: Dadurch, dass beim Aikido die Aufmerksamkeit geschult wird, wird man auch in anderen Lebensbereichen viel sensibler, was zum Beispiel Etikette oder Höflichkeit angeht.
    Wenn ich jetzt durch eine Tür gehe, schaue ich mich noch einmal um, ob vielleicht noch jemand hinter mir kommt. Außerdem stört es mich im Gegensatz zu früher, wenn mein „Guten Morgen“ unerwidert bleibt.

    Das sind alles Zeichen dafür, dass man zu einem umgänglicherem, weniger ignoranten Mitmenschen geworden ist, der auf andere Rücksicht nimmt. Dafür sind die negativen Begleiterscheinungen wie Unzufriedenheit mit dem unhöflichen Verhalten anderer meiner Meinung nach zu ertragen ;-).

    Liebe Grüße
    Natalie

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