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Aikidoka in Vorst & Anrath

Peter Roskothen | 7. Februar 2010

Unser Aikido-Dojo macht großen Spaß und dazu tragen alle Aikido-Mitglieder bei. Wie immer bei solchen Gelegenheiten fehlen einige Aikidoka für ein komplettes Foto. Es ist interessant ein Foto jedes Jahr zu machen, um zu sehen, welche Menschen uns auf dem Aikido-Weg begleiten und sich einbringen. In jedem Falle sind die, die hier zu sehen sind, einige der wunderbarsten Menschen, die Geraldine und ich (Peter) begleiten dürfen. Und die, die nicht drauf sind ebenso! Ein dickes Dank an alle.

Aikido Mitglieder am 01.02.2010

Nicht zu vergessen, die DJK-Zen-Fabrik, Dojo Anrath, die viel zu unserem Treiben beiträgt. Danke!

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Aikido / Budo, Allgemein

Online Videos Aikido Schulungen

Peter Roskothen | 16. November 2009

Vermutlich wird nur wenigen bekannt sein, daß Reynosa-Sensei eine sehr gute und aufwendige Videoschulung im Internet bereitstellt. Die Videos sind sicher für fortgeschrittenere Aikido-Schüler gedacht und für die Inspiration von Lehrern/Trainern im Aikido. Ich persönlich finde sie nicht nur wegen der Kamera aus der Vogelperspektive sehr gelungen. Einige Videos sind gratis, andere für eine relativ geringe monatliche Gebühr (Stand heute $10) anzusehen. Hinein zu sehen lohnt sich.

http://www.makotoaikidoonline.com/

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Aikido / Budo, Selbstverteidigung, Techniken, Videoclip Quicktime

Geduld & Motivation

Sebastian | 31. Oktober 2009

Da wir das Thema in letzter Zeit mehrmals hatten, dachte ich wäre es ganz passend für meinen ersten Artikel. Man liest immer wieder das es ein Jahrzehnt oder länger braucht um Aikido richtig zu erlernen, oder um sich effektiv damit verteidigen zu können. Einige von euch finden es falsch und meinen es habe eine sehr negative Auswirkung auf die Motivation von Anfängern. Ich denke nicht so, ich bin überzeugt davon das solche Zeiträume durchaus berechtigt sind und finde es auch nicht weiter schlimm. (gewisse Erfolge zeigen sich natürlich auch schon früher, genau genommen sogar vom ersten Tag an wo man sich im Aikido übt, wie z.B. die gesteigerte Aufmerksamkeit )

Mag sein das es für den ein oder anderen Anfänger demotivierent klingt, doch darüber muss man sich einfach hinwegsetzen. Wenn man nach 2 Jahren nicht die Erfolge sieht die man sich erhofft/erträumt hat und daraufhin aufhört, wird man es bei der nächsten ähnlichen Situation genau so machen.. und die kommt gewiss. Bei vielen Dingen im Leben muss man lange arbeiten um einen Erfolg zu erzielen. Die meisten Menschen gehen da völlig falsch ran und setzen sich die vollkommen falschen Ziele. Genau deswegen scheitern sie dann auch.

Jemand ist unglücklich mit seinem Körpergewicht, was macht er ? Eine Diät. Diese hirnlose Erfindung aus meistens ebenso intelligenzlosen Zeitschriften die das Papier nicht wert sind auf dem sie gedruckt wurden. Sie nehmen sich als Ziel 10kg abzunehmen, hungern 3 Wochen, scheitern, sind demotiviert und verfallen wieder in ihren alten Gewohnheiten zurück. Ist jemand mit seinem Gewicht unzufrieden, braucht er keine Diät , er muss seine Essgewohnheiten verändern oder seine tägliche Bewegung erhöhen. Sprich, das Ziel sollte sein täglich etwas weniger zu essen, jede Woche etwas mehr Bewegung zu haben. Wenn man dies konsequent durchhält hat man das Ziel schon erreicht, ist motiviert und die Erfolge stellen sich mit der Zeit von ganz alleine ein.

Setzen wir uns doch zum Ziel regelmäßig zum Aikido Training zu gehen, täglich ein wenig an unseren menschlichen Schwächen zu arbeiten. Wenn wir es erfolgreich schaffen unser Leben, unseren Tagesablauf, Wochenrhythmus zum positiven zu verändern, oder an einer schlechten Angewohnheit zu arbeiten, dann haben wir doch schon alles geschafft was wir überhaupt erreichen müssen.

Ich bin überzeugt davon das man mindestens 5 Jahre oder länger Aikido üben muss um sich halbwegs effektiv auf der Straße verteidigen zu können, aber es stört mich nicht.

Ohne Geduld wird man es im Leben zu nichts bringen, kein Ziel erreichen. Ebenso ist es beim Glück. Wir jagen viel zu oft dem schnellen Glück hinterher und stürzen uns dadurch geradezu selbst ins Unglück, meistens mit Anlauf…

 

Ich hoffe auf viel Kritik und Wortmeldungen (:

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Aikido / Budo, Menschliches, Selbstverteidigung

Über die Anfänge, den Anfänger an sich und die Motivation

Guido | 26. September 2009

Wenn jemand mit etwas beginnt so hat er zunächst einen schweren Stand und eine sehr ungünstige Ausgangsposition. Wieso meine ich das? Weil es lediglich meine Erfahrung wiederspiegelt. Was ich dennoch denke, ist, dass diese Aussage nicht nur meine Erfahrung wiederspiegelt sondern die vieler anderer Mitstreiter auch.

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Aikido / Budo, Allgemein, Menschliches

Budo und Notwehr (Rechtsgrundlagen)

Guido | 17. September 2009

Wer eine der Kampfkünste trainiert, wird sich irgendwann auch mit den Notwehrparagraphen beschäftigen müssen, um in einer entsprechenden Situation zu wissen, wie weit er gehen kann.

An diesem Punkt sei, wie auch schon in anderen Artikeln dieses Blogs erwähnt, dass es in einer physischen Auseinandersetzung keinen Sieger geben kann. Wer also kämpft hat den Kampf verloren weil er kämpft. Wenn es irgendeine Möglichkeit gibt, den Kampf zu vermeiden, dann vermeide ihn und sei es, dass du wegrennst….am besten mit 80 km/h…;-))).

Zu Deutsch:

“Krieg ist Bullshit und stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin…..yeahhh”

Es ist mir im Laufe meines Lebens in jeder Situation gelungen den Kampf zu vermeiden. Eine Situation, die mir dabei gut im Gedächtnis geblieben ist, vollzog sich während meiner Ausbildung zum Kommunikationselektroniker. Es gab dort die Situation in der ein Interessenkonflikt zwischen mir und einem anderen Auszubildenden dazu führte, dass er sich vor mich stellte und seine Fäuste erhob. Was dann bei mir automatisch ohne mein Zutun ablief hat mich bis heute nachhaltig beeindruckt. Üblicherweise spannt sich in einer solchen Situation der ganze Körper an und geht in Verteidigungshaltung. Ebenso dramatisch steigt der Adrenalinspiegel an und man wird von einer selbsterhaltenden Aggression gepackt. Bei mir passierte in diesem Augenblick seltsamerweise genau das Gegenteil (vielleicht auch aus Angst). Es war als würde sich in meinem Kopf ein Schalter umlegen, der es vermochte, dass jegliche Aggression sich im Sekundenbruchteil abschaltete und ich völlig entspannt ohne Aggression vor meinem vermeintlichen Angreifer stand. Der guckte daraufhin völlig überrascht, senkte seine Fäuste und meinte nur zu mir “Man bist du cool”. Nur das ich mich selber überhaupt nicht als cool empfunden habe sonder eher als soft. Seither versuche ich in entsprechenden Situationen einfach soft zu sein, ruhig zu bleiben und mich nicht aufzuregen. Bisher hatte ich damit immer Erfolg. Und was ich mir wirklich Wünsche ist, dass ich nie in eine Situation komme, in der ich Budo wirklich anwenden muss.

Dennoch gibt es dafür keine Garantie und zu wissen wie sich Budo rechtlich darstellt, scheint für mich ein wesentlicher Bestandteil des Budotrainings zu sein. Insofern anbei die Notwehrparagraphen und deren Deutung an Stellen, die man auch nach mehrmaligem Lesen kaum oder gar nicht versteht. Dafür war einige Recherche erforderlich.

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Aikido / Budo, Allgemein, Selbstverteidigung

Aikido mit Reynosa-Sensei wie ich es heute verstehe

Peter Roskothen | 21. August 2009

Die Gedanken, die ich gerne mit Euch teilen möchte, sind die Essenz einiger eMails mit Reynosa-Sensei, die wir (Sensei und Peter) austauschen. Wenn man lange Flugstrecken von seinem Sensei entfernt ist, dann sind eMails mit Fragen und Antworten eine tolle Hilfe. Geraldine und ich sind als Aikido-Lehrer und Mitschüler sehr dankbar für diese Art Hilfe von Reynosa-Sensei, der unsere eMails so prompt beantwortet, Seminare in Deutschland gibt und einen Aikido-Videokurs im Internet mit Hilfe seiner Frau und seines Sohnes ins Leben gerufen hat.

Die folgenden Gedanken sind über Jahre entstanden und eine Vorstellung und Idee, die Geraldine und ich gerade jetzt von Aikido haben. Die Ideen mögen sich noch verändern und reifen, aber wir möchten sie hier gerne (auf Wunsch unseres Senseis) mit Euch teilen:

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* Grundlagen *, Aikido / Budo, Menschliches, Selbstverteidigung

Zunehmende Kriminalität in Deutschland

Peter Roskothen | 2. Juli 2009

Die Kampfsportarten und Kampfvermeidungskünste genießen in schlechten Zeiten einen großen Zulauf.  Eine stark zunehmende Kriminalität in Deutschland hat gute Gründe: Arbeitslosigkeit, scheinbare Perspektivlosigkeit, weniger Geld für Sicherheit (Polizei) und extreme Gewaltbereitschaft mangels Respekt. Viele Menschen flüchten sich in Ihre vier Wände, aber was ist mit Einbruch, Diebstahl, Raub, versuchtem Todschlag?

Aikido (wie auch andere Budoarten) verhilft Menschen zu mehr Aufmerksamkeit, mehr Ruhe und Disziplin, zu mehr Selbstverteidigungs-Möglichkeiten im Ernstfalle.

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Aikido / Budo, Frauen Selbstverteidigung, Selbstverteidigung

Aikido-Mitglieder

Geraldine und Peter Roskothen | 3. Mai 2009

Hier ein aktuelles Foto einiger unserer Aikido-Mitglieder. Einige Mitglieder fehlen hier leider, aber wir werden versuchen in Kürze ein aktuelles und kompletteres Foto zu zeigen.
Es ist interessant ein Foto jedes Jahr zu machen, um zu sehen, welche tolle Menschen uns auf dem Aikido-Weg begleiten und sich einbringen. In jedem Falle sind die, die hier zu sehen sind, einige der wunderbarsten Menschen, die Geraldine und ich (Peter) begleiten dürfen.

Shingen Aikido Dojo Vorst Anrath

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Aikido / Budo

Was wir sind und werden

Peter Roskothen | 6. April 2009

Es ist dringed wieder an der Zeit zu sagen, daß Aikido Spaß macht. Allerdings nur denjenigen Menschen, die sich im Aikido wiederfinden und die die Menschen mögen, die auf der Matte trainieren. Es gibt im Leben sicherlich nur eine gute Voraussetzung für einen guten Weg: die richtigen Menschen zu treffen. Egal ob im Kindergarten, in der Schule, in der Ausbildung, beim Arzt, im Aikido: wen man trifft ist entscheidend. Wenn man diejenigen findet, die einen fördern, die mit einem befreundet sind, welche selbstlos für einen da sind, dann ist es ein riesiges Glück. Wir sind was wir sind durch den Platz an dem wir geboren werden, durch die Eltern, die Lehrer, alle Mitmenschen und ein bisschen durch unser eigenes Zutun. Da ist kein Platz für Stolz (wie kann ich darauf stolz sein, wo ich geboren bin?), sondern nur Platz für harte Arbeit an uns selber, an unseren Freundschaften und der selbstlosen Liebe zu anderen Menschen, auch solchen, die wir nicht als unsere Freunde bezeichnen. Besonder an solchen.

Und da kommt Aikido ins Leben. Wer glaubt, daß Aikido deshalb hart ist, der liegt richtig. Und trotzdem macht es riesigen Spaß. Tatsächlich ist Aikido sehr viel mehr als Technik und Spaß, aber eben auch genau das. Jetzt wollen wir nicht wieder zu theoretisch werden: ausprobieren macht den Unterschied. Sich aufmachen, nicht faul auf der Couch lieben (dazu bleibt auch noch Zeit) ist eine gute Möglichkeit.

Achten Sie wie bei allem im Leben einfach darauf, ob Sie die Menschen die Sie treffen, mögen. Kinder können so etwas noch sehr gut und treffen diese Entscheidungen intuitiv. Sie sind uns in vielem Voraus, weil sie wichtige Dinge noch nicht verlernt haben: Aufrichtigkeit, Bauchgefühl, Intuition. All das kann man bei Aikido wieder auffrischen. Es hilft und macht großen Spaß.

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Aikido / Budo

Budoistisch -philosophischer Querbeet-Essay

Tobias | 20. März 2009

Hallo,

Ich bin es mal wieder: Tobi. Ich schreibe einfach mal an diesen Artikel zu schreiben, und wie oben bereits steh, soll es ein Essay werden. Das hat mehrere Gründe. Der Essay ist die perfekte Textform um die Problematik diese Artikels abzuhandeln, da er verschiedene Eigenschaften besitzt, die erstens meinem Schreibstil und zweitens der Komplexität dieses Themas entgegenkommen.

Ein wichtiges Merkmal ist, dass die Argumentation des Essays erst während des Schreibens entsteht. Das ist gut, da ich einfach meine Gedanken langsam vor mir her laufen lassen muss, und sie dann aufschreiben kann. Das wird natürlich dazu führen, dass die einzelnen Themen mehr oder weniger in Facetten angerissen werden aber das ist okay, denn sonst würde das ganze Ding viel zu lang werden. Außerdem ist ein Essay immer zum schmunzeln geeignet, weswegen ich in sehr familiärem Deutsch schreibe. So viel zur Form.

Ich habe mir mehrfach Gedanken über folgende Themen gemacht und werde diese in dem Artikel abhandeln:

Budo – Zauberei oder Physik

Wettkampf

Sakrales und Elitäres im Budo

Gegenseitiges Gedeihen

Technik und/oder Geist

Sich selbst belügen

Epikur

Ich beginne mal mit dem letzten, weil es ein guter Aufhänger ist: Weiterlesen & Fotos ansehen »

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Aikido / Budo, Allgemein, Ki, Menschliches, Philosophie

Budo vs. Gala

Peter Roskothen | 25. Februar 2009

So genannte Budogalas sind Vorführungen, auf denen so genannte Meister Ihre Kampfsportarten darbieten. Es wird gesprungen, getreten, und vorgeführt bis zum Umfallen. Auch Waffentechniken werden präsentiert. Viele der Kampfsportler zeigen große Gelenkigkeit und Geschick bei diesen Vorführungen. Es werden interessante Techniken gezeigt und gepost bis zum Abwinken.

Die teils wirklich großartigen Sportler haben dabei aber mit Sicherheit nichts mit Budo zu tun. Der Begriff Budogala ist ein Widerspruch in sich. Ein Budoka würde niemals versuchen gut auszusehen um seinem Ego etwas Gutes zu tun. Einem wirklichen Budoka ist es nicht wichtig nach außen gut auszusehen, sondern zu sich selber zu finden und anderen zu helfen.

Ich möchte jetzt nicht behaupten, daß viele Vereine nicht einfach ohne bösen Vorsatz einen Tag der offenen Türe als “Budogala” bezeichnen, um Ihre Kampfkünste oder Kampfsportarten zu präsentieren und auf dise Art und Weise transparent zu machen. Die Zuschauer sehen allerdings meist mit großen Augen zu und würden es nicht im Traume wagen, das Training auch nur zu beginnen, denn sie fürchten sich vor den Sprüngen, den Rollen und vor allem davor schlecht auszusehen. Und natürlich ist nach einem langen Arbeitstag und viel Familie auch Ruhe auf der Couch angesagt.

Es ist gut, die Kampfkünste oder Kampfsportarten den Menschen näher zu bringen, um anderen Menschen eine Option für Sport, Meditation, Kampfkunst und sogar für Budo zu geben. Es aber Budogala zu nennen ist ein großes Mißverständnis des Begriffes “Budo”.

Wahre Budoka sind demütig und bescheiden, eben ganz anders als viele populäre Knochenbrecher und Kickboxer im Fernsehen. Tatsächlich ist Budo ein Weg des Friedens, der Kampfvermeidung und dient dazu, aus mir selber einen besseren Menschen zu machen. Das bedeutet: einen Menschen mit weniger Angst aber mit viel Respekt aus mir zu machen. Einen Menschen aus mir zu machen, der nicht Geiz geil findet, sondern der gerne gibt und nichts deshalb zurück erwartet. Einen Menschen aus mir zu machen, der wenige Erwartungen hat und damit auch weniger Enttäuschungen erleben kann. Einen Menschen, der Mitgefühl nicht mit Mitleid verwechselt und die Würde anderer respektiert.

Das alles ist ein weit verbreitetes Wissen, aber wer handelt danach und wer lebt es vor? Und wer geht schon regelmäßig über Jahre hinweg zum Training, quält sich selber durch Techniken ohne Erwartungen? Wer hat das Vertrauen in seine Senseis, ihr/ihm von Herzen das Richtige beizubringen?

Wir leben zur Zeit in einer Gesellschaft, die sich in großen Teilen nicht mehr um Güte, sondern um maximalen egoistischen Profit kümmert. Und danach zur Kirche geht, um die Absolution zu erhalten und nicht in der Hölle zu landen.

Dagegen gibt es neben anderen Möglichkeiten ein Mittel: Budo mit Menschen, die sich aufmachen und zu geben bereit sind. Es ist allerdings ein harter, langer Weg, den kaum jemand durchhält und zu gehen bereit ist. Es sind nur wenige Schüler, die eine harte Schule lange durchhalten, die Demut fordert und Respekt und Mitgefühl und Loyalität und lauter so “altmodische Dinge”.

Wer sich nie vor einer Kamiza verbeugt hat und nicht weiß, warum man Respekt vor Dingen, Tieren und Menschen haben sollte, der wird sich niemals im Budo wiederfinden, sondern maximal in einem Kampfsport. Der Kampfsport kann gutes Seiten haben, das möchte keiner bestreiten. Aber es ist deutlich zu spüren, daß die Menschen sich wieder sehnen ihre Mitte zu finden, mehr als Bewegungen und Techniken zur Selbstverteiligung zu erfahren (die Budo auch bereit stellt), sowie über die Dinge im Leben nachzudenken und zum Einklang zu kommen.

Um es zum Schluss dieser Worte noch einmal zu betonen: ich denke nichts Schlechtes über Kampfsport, Wettkämpfe oder Shows. Auch nicht über Menschen, die lieber auf der Couch sitzen. Das ist jedermans Sache und Entscheidung. Die Begriffe “Budo” und “Gala” jedoch passen so gar nicht zusammen.

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Aikido / Budo

80km pro Stunde

Peter Roskothen | 24. Februar 2009

In uns allen schlummert vielleicht der Wunsch einmal zu erfahren, ob Aikido auch in einer “wirklichen” Auseinandersetzung funktioniert. Unser Rat: Vermeidet Auseinandersetzungen wie die Pest oder lauft so schnell Ihr könnt! Am besten 80km/h.

Manch einer wird jetzt vielleicht lachen, weil er sagt: was sind das für Lehrer, wenn die ihren eigenen Schülern so etwas raten! Aikido scheint ja super zu funktionieren.

Dazu kann man nur sagen: Der wahre Sieg bedeutet nicht zu Kämpfen. Und wenn man dazu um Entschuldigung bitten muß, dann sollte man es tun. Wenn man dafür sein Handy abgeben muß, dann sollte man es tun. Nicht weil man nicht gut ausgebildet wäre, aber jeder Kampf birgt ein großes Risiko sich zu verletzten oder zu sterben. Und was Aikido wirklich kann liegt jenseits des Kampfes. Es kann einen Menschen aus Dir machen, kann viele gute Dinge wie Respekt, Güte und Demut (allen Fernsehspots zum Trotze) lehren und kann vor allem eines: Deine Aufmerksamkeit schulen.

Die Aufmerksamkeit ist wohl das höchste Gut, um Gefahren aus dem Weg zu gehen, sie früh genug zu erkennen, eine gefährliche Situation zu beruhigen oder auch im unvermeidbaren Kampf einen Vorteil zu haben.

Wer aber wissen möchte, warum man besser nicht kämpft, der mag den unten empfohlenen Artikel lesen. Uns wurde er von Helmut nahe gebracht und wir danken dafür sehr!

Realistische Selbstverteidigung von Geoff Thompson >> (Rubrik “Gäste”)

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Aikido / Budo, Allgemein, Selbstverteidigung

Omote, ura (die Vorder- bzw. Rückseite)

Jörg Stappen | 5. Januar 2009

Die meisten Aikidotechniken existieren in zwei Versionen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie ihr Schwergewicht entweder auf irimi oder auf tenkan legen. Die Version, die auf irimi basiert, wird hauptsächlich vor (omote) dem Angreifer ausgeführt, während die andere Version eine Positionsveränderung um diesen herum und hinter diesen (ura) beinhaltet. Daher werden im Aikido diese Begriffe manchmal synonym mit irimi (omote) und tenkan (ura) gebraucht. Dennoch sind omote und ura komplexe Begriffe mit einer erheblich weiter reichenden Bedeutung.

Omote bedeutet in etwa Vorderseite oder Außenseite und stammt ursprünglich von der Bezeichnung für die haarige Seite eines Pelzes oder die Außenseite eines Kleidungsstücks. Es handelt sich also um das Äußere, das Sicht- und Offenbare. Ura hingegen steht für die entgegengesetzte Seite, nämlich die Rück- oder Innenseite, das Verborgene. Ursprünglich bedeutet es Futter oder die haarlose Innenseite des Pelzes. Dieses Wortpaar kann daher mit den Gegensätzen offenbar und verborgen verglichen werden, oder, wenn man so will, mit aufrichtig und ausweichend. Dabei legen japanische Lehrer keine moralische Wertung in diese Begriffe hinein, obwohl dies für uns im Westen naheliegen würde. Das Ganze wird eher wie die zwei Seiten einer Münze gesehen, so wie ein Kleidungsstück, das eine Innen- und eine Außenseite hat.

Im Training zieht man einen deutlichen Gewinn daraus, wenn man versucht, sich in diese gegensätzlichen Charaktere einzuleben. Die Omoteformen einer Technik können nahezu aufdringlich durchgeführt werden, mit der Zielsetzung, dem Angriff möglichst schnell zu begegnen. Während Uraformen so ausgeführt werden, dass man schon bei der initialen Begegnung des Gegners aus dessen Sichtfeld verschwindet und weiter in seinen Schatten hineingleitet.

Das kann man übertragen mit den chinesischen Gegensätzen yin und yang vergleichen, die auf japanisch in und yo heißen, welche mit ihrer ursprünglichen Bedeutung Schattenseite und Sonnenseite deutliche Parallelen zu ura und omote aufweisen. Bei der Ausführung von omote soll die Attitüde immer mit yang vergleichbar sein, das als extrovert, hell, warm beschrieben wird und traditionell als maskulin gilt. Die Uraversion sollte hingegen yin gleichen, das als introvert, dunkel, kalt und traditionell als feminin gilt.

Ein anderes Gegensatzpaar, das mit omote und ura verwandt ist, ist der alte Budobegriff shoden und okuden, die vorderen oder ersten Lehren, beziehungswiese die inneren oder tiefen Lehren. Einige Budostile legten großen Wert darauf, ihre Kunst auf diese Weise aufzuteilen, wobei ein Anfänger lange und gut shoden üben musste, bevor er als reif angesehen wurde, in okuden eingeweiht zu werden.

Im Aikido gibt es keine Aufteilung in shoden und okuden. Ebensowenig hatte Miyamoto Musashi, der legendäre Samurai, der im 17.Jahrhundert lebte und das immer noch vielgelesene “Buch der fünf Ringe” schrieb, irgendwelchen Respekt vor dieser Aufteilung. Er erklärt kategorisch, dass es “im wirklichen Kampf nichts derartiges gibt, wie mit einer äußeren Technik zu schlagen und mit einer inneren Technik zu hauen”. Er gibt gewiss zu, dass es einfachere und tiefere Dinge innerhalb der Kampfkünste gibt, welche die Schüler sich während ihrer Entwicklung mit unterschiedlicher Leichtigkeit aneignen können, aber er behauptet mit Bestimmtheit, dass es nicht geht, die Techniken danach zu sortieren

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Aikido / Budo, Allgemein

Aikido-Training beenden

Peter Roskothen | 3. Januar 2009

Es ist für einen Lehrer klar zu erkennen, wer sich im Aikido/Budo Mühe gibt und wer nicht. Dabei kann jeder lernen, der offen ist für neue Ideen, der sich lösen kann von Konventionen und bereit ist, viel Arbeit zu investieren, denn Budo ist hart. Sehr hart sogar und deshalb sind auch nur wenige Schüler im Budo zu finden (wir reden hier nicht von Kampfsport). Auch zu erkennen ist, wer in Kürze aufhört zu trainieren (man kann als Lehrer fast den Tag vorhersagen) und wer weitermacht. Oft ist es nur ein Gefühl, ein sechster Sinn, welcher mir sagt: dieser Artikel, dieses Gespräch ist ein Ende des gemeinsamen Weges. Das ist natürlich überhaupt nicht schlimm, wenn der Mit-Schüler nur nicht bei jedem Aufhören anfangen würde Fehler zu machen. Ein Hauptfehler ist es zu provozieren, um dann einen Grund zu erhalten, warum man aufhört. Das ist für einen Lehrer ziemlich langweilig und durchsichtig, weil es in aller Regelmäßigkeit passiert. Und es ist unnötig, weil man bei uns prima aufhören kann, ohne irgendwelche negativen Kritiken erwarten zu müssen. Weder live noch hintenherum. Wir halten alle Türen offen, für jeden der gerne bei uns mittrainieren möchte und bereit ist, sich einzubringen. Das gilt  für Ehemalige und vor allem für solche, die etwas Vermissen, jenen Menschen, denen nach dem Aufhören des aktiven Trainings etwas Entscheidendes fehlt.

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Aikido / Budo, Allgemein

Jahresabschlussfest in Anrath

Peter Roskothen | 14. Oktober 2008

Am Samstag, den 15.11.2008 ab 15:00 Uhr ist die Jahresabschluss-Feier der Budo-Abteilung des DJK Willich in Anrath. In der DJK Zen Fabrik in Anrath sind wir eingeladen Aikido zu zeigen. Der Termin ist wichtig und wir bitten alle um Teilnahme, die nicht durch dringende Termine verhindert sind.

Wir sind herzlich eingeladen auch unsere Familien mitzubringen. Außer der Vorführung dient der Termin dazu, sich rege mit den Anrathern über Budo auszutauschen, sich kennen zu lernen, gemeinsam zu Essen und zu Trinken. Das ist zwar nicht kostenlos, aber dient dem Dojo in Anrath.
Es wird sicherlich ein schöner Nachmittag und es gibt für alle Teilnehmer auch die Möglichkeit an der Party danach teilzunehmen.
Bitte meldet Euch bei uns per eMail mit einer kurzen Ab- oder besser Zusage ;-) . Wir werden ein komprimiertes Training mit und ohne Waffen zeigen.

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Aikido / Budo, Termine

Vier Schritte

Peter Roskothen | 16. September 2008

Ein sehr schönes Zitat aus Kung-Fu, der beliebten Fernsehserie, die den USA und Europa Budo näher gebracht hat:

  1. Lerne zuerst zu Leben
  2. Lerne dann nicht zu Töten
  3. Lerne dann mit dem Tod zu leben
  4. Lerne dann zu Sterben

Es hört sich an wie ein Spruch aus alten Zeiten, in denen noch ständig Samurai kämpften. Aber sicherlich hat das heute wie damals genau seine Richtigkeit. Wir reden im Budo immer wieder über das Sterben und auch über das Leben mit all seinen Zutaten. Auch lernen wir im Aikido “Nicht Zu Töten”. Wenn Euch etwas einfällt zu diesen Zeilen dann bitte raus damit als Kommentar. Uns gefallen die Zeilen sehr.

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Aikido / Budo, Allgemein, Philosophie

Konsequenzen

Grigory | 21. Juli 2008

Wir haben heute beim Training über das Aufhören gesprochen. Speziell bei Aikido war dann die Rede von der Härte des Trainings als einer der offiziellen Gründen. Wie ich schon erwähnt habe, es gibt Dojos, wo z.B. Verspätungen mit Liegestützen “bestraft” werden.

Nun stelle ich mir die Frage: warum wird so etwas praktiziert? Ich denke, es geht nicht um eine Strafe, denn so eine Sache wie Strafe ist ziemlich relativ. Nach meiner Meinung, geht es darum, den Schülern klar zu machen, dass alles in diesem Leben Konsequenzen hat. Damit meine ich nicht nur solche banale Sachen wie: ich habe mit einem Messer rumgespielt und nun habe ich eine Narbe. Sondern darum, dass jeder Schritt den wir machen, jede Geste, jedes Verhalten, das wir an den Tag legen, Konsequenzen mit sich zieht.

Alles was wir tun, hat Konsequenzen und meistens sind das Prozesse, die nicht umkehrbar sind. Vor allem wenn wir mit anderen Menschen agieren, muss uns das bewusst sein. Ich finde das verstehen bei weitem nicht alle, was seinerseits zu Spannungen und Konflikten führt. 

Die reale Welt hat nichts mit einer liebenden Mutter zu tun, die ihrem Kind alles verzeiht und immer eine weitere Chance anbieten. Und das ist gut so. Je früher man das lernt, desto besser. Daher die Liegestütze.

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Aikido / Budo, Allgemein, Etikette

Graduierungen und ihr Unterschied zur wahren Stärke

Tobias | 9. Mai 2008

Ich würden diesen kleinen Aufsatz, den ich schreibe um meine Gedanken zu reflektieren, und damit gleichzeitig weiter zu geben, gerne mit dem Zitat anfangen, dass mich überhaupt erst zum Nachdenken angeregt hat, und schließlich dazu, diesen kleinen Artikel zu schreiben.

„In judo, a dan (rank) is awarded to the practitioner by other people. True power, however, comes from within.

Do not seek the acquirement of dan alone; rather pursue your true power. Your progression through the dan grades will follow”*

- Mifune Kyuzo , Judan (10th Dan) Kodokan Judo**

Und nochmal in Deutsch:

“Im Judo wird der Dan dem Übenden von einer anderen Person verliehen. Wahre Stärke kommt jedoch von innen.

Strebe niemals nach deiner Dan-Graduierung als einziges Ziel; versuche vielmehr deine wahre, innere Stärke zu finden. Das Voranschreiten deiner Dan Graduierungen wird deinem Streben nach innerer Stärke von alleine folgen“

- Mifune Kyuzo , Judan (10. Dan) Kodokan Judo

Zunächst sei dazu gesagt, dass sich dieses Zitat natürlich NICHT nur auf Judo beschränkt. Die Formulierung dieses Zitates begründet sich lediglich in der Funktion Mifunes als Judo Lehrer, der diesen Satz an seine Schüler richtete. Ersetzen wir dieses Wort schlicht und einfach durch den Begriff Budo, was den Sinn in keiner Weise verändert.

In diesem Zitat lässt sich erkennen, dass Mifune zweifelsohne die Problematik, die hinter dem Graduierungssystem steckt durchschaute. Dennoch würde ich ihn nicht als Gegner des Dansystems bezeichnen. Die Problematik, die er indirekt mit diesen Worten beschreibt, liegt in der Tatsache, dass man als engagierter Schüler mit großer Wahrscheinlichkeit beginnt Prüfung nach Prüfung zu absolvieren und darüber vergisst, was das Ziel seines Trainings ist. Da dieses Ziel jenseits von Technik und Auszeichnung durch Graduierungen liegt, ist es nicht im Sinne des Übenden lediglich eine immer höhere Graduierung anzustreben.

Obwohl Werner Lind ausführt, dass die Überwindung des eigenen Ichs erst ab Sandan, also dem dritten Dan stattfinden kann, da dem Kampf gegen das eigene Ich eine tiefes Verständnis von Technik und Hintergründen vorausgehen muss, werde ich seine These als Beleg für dieses Interpretationsweise anführen. Die Form kann laut Lind mit Inhalt, also mit dem Kampf gegen das Ich gefüllt werden, wenn das technische Verständnis und die Disziplin sich eingestellt haben***. Lind knüpft diese These an das Graduierungssystem an, da er sagt der Kampf gegen das ich kann erst ab Sandan beginnen. Sie Widerspricht der Auffassung Mifunes jedoch nicht im Geringsten. Im Gegenteil, diese Thesen sind durchaus komplementär verständlich. In dieser These wird nämlich nicht deutlich, dass Werner Lind den Dan als Auszeichnung versteht. Vielmehr macht er sehr deutlich, dass der Dan, mit höherer Graduierung, den Träger mit immer mehr Pflichten erfüllt.

Genau so verhält es sich mit dem Tragen des Hakama, der keine Auszeichnung und auch keine Ehrerbietung sondern eine Aufgabe, Pflicht, ja sogar Bürde, ist.

Ebenso sieht dies Mifune, der im Dan kein Zeichen von Größe sieht, sondern ein Zeichen der Verantwortung, die der jeweilige Bugeisha**** trägt.Die Argumentationskette, die Mifune in dem obigen Zitat verfolgt ist also folgende: Der Dan ist Zeichen der Verantwortung. Die Verantwortung wächst mit der Erfahrung und der Perfektion der Technik*****, die ein Bugeisha hat. Die Erfahrung und Perfektion der Technik ist Produkt von Zeit und Engagement. Also wird derjenige, der sich über lange Zeit in der Kampfkunst engagiert zwangsläufig mit einer hohen Graduierung Konfrontiert sehn, was allerdings bei Betrachtung der vielen weiteren positiven Aspekte, die einem das Training bringt, nebensächlich ist. Die Existenz des Dan ist jedoch nicht unbegründet. Er hat eine höchst wichtige und nicht zu unterschätzende Aufgabe: Er erinnert seinen Träger stets, zu jeder Minute, an die soziale und pädagogische Pflicht, die dieser seinen Schülern, Lehrern und allen, die er irgendwie helfen kann, schuldig ist.

* Zitat: Kyuzo Mifune, Judo no Shinzui: Michi to Jutsu, Kodansha-Verlag, Tokyo, 1965

**Kodokan Judo: Bezeichnung für den traditionellen Judo-Stil, der von Jigoro Kano begründet wurde.

***Zitat: Werner Lind, Budo Der Geistige Weg der Kampfkünste, O.W. Barth, o.O, o.J

****Bugeisha: Dieser Begriff wurde durch Dave Lowry geprägt, der ihn in seinem Buch Pinsel und Schwert als Oberbegriff für alle Kampfkunstübenden aller Kampfkünste in allen Stilen jeder Epoche gebraucht.

*****Auf den Aspekt der Technik bin ich in dem Aufsatz nicht weiter eingegangen, da es vermutlich den Rahmen gesprengt hätte. Überall, wo jedoch Begriffe wie Erfahrung und Verantwortung auftauchen spielt auch die Technik als Erzieherin zur Disziplin eine wichtige Rolle.

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Aikido / Budo, Allgemein, Philosophie, Tugenden

Offener Geist

Peter Roskothen | 29. April 2008

Enttäuschungen sind nur dann möglich, wenn wir Erwartungen haben. Davon hat der Mensch reichlich: an den Partner, an die Umwelt, die Arbeit, sogar an das Fernsehen und ganz selten sogar an sich selbst. Immer wieder wird der Mensch vermeintlich enttäuscht. Beobachte das Gesicht Deines Gegenübers als sei es in Zeitlupe und es wird die Wahrheit sprechen.
Dabei ist das Ego ein großer Bestandteil von Enttäuschungen, denn es dreht sich am liebsten um sich selber. Das Ego ist gleichzeitig eines der Dinge, welches uns wenig vom Tier unterscheidet und bei näherem Hinsehen wohl zu der Überzeugung führen kann, daß der Mensch nur eine Art Gattung der Tiere ist. Auch ein Pferd kümmert sich in erster Linie um sich selbst, seine Nahrung, Bewegung, sein Liebesleben. Dann interessiert sich das Pferd für andere Pferde und nur ganz am Rande um den Menschen, der es glaubt zu besitzen. Auch kümmert es sich wenig um die Ameise unter seinem Huf.
Auch das etwas andere Tier erwartet immer wieder dasselbe, deshalb fährt er zig Male an denselben Ort in Urlaub und wechselt nur ungern seine Arbeitgeber. Viel hat das sicher auch mit Ängsten zu tun. Nur wer im Jetzt lebt und einen offenen Geist schafft, wird aus neuen Situationen auch positive Dinge gewinnen. Vermeintliche Enttäuschungen sind dann dazu da, eine neue Richtung zu gehen, etwas besser zu machen, etwas zu erleben und zu entdecken. So kann ein anderer Lehrer, eine andere Umgebung, ein anderer Arbeitgeber doch immer eine neue positive Erfahrung sein.
Verantwortung mit anderen ist allerdings der Grund sich nicht mutwillig auf Neues einzulassen. Allerdings wird jeder zugeben, daß jenes, was man erwartet, nie eintrifft, es nie so ist, wie man es erwartet oder wie es sein sollte oder könnte. Immer ist es auch ein Täuschung und Nichts ist so wie es scheint. Es sind zu viele Menschen, die einen anlächeln und hinter deren Fassade eine Zerstörung steckt. Zu viele Anscheine, die uns etwas vorgaukeln und die von einer anderen Richtung besehen, einen ganz anderen Eindruck hinterlassen. Wo ist die Wahrheit? Sie ist ständig eine andere. Sich darauf einzulassen ist ungemein schwierig, noch schwieriger ist es bewusst auf sie zu zu gehen und sie anzupacken. Diesen Vorgang kann man vermutlich auch gut als Aikido bezeichnen. Es gibt sogar einen japanischen Ausdruck dafür.

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Aikido / Budo, Menschliches

Aikido-Poesie

Grigory | 15. April 2008

Hakama

Falten

in deinem Gesicht

sehe ich etwas

und du siehst es nicht?

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