Wissen und Können in der Kampfkunst

Der griechische Philosoph Platon (um 428 bis ca. 347 v. Chr.) definierte ‚Wissen‘ als die Summe der als wahr gerechtfertigten Meinungen. Auf die Kampfkünste übertragen wäre ‚Wissen’ demnach z.B. die Erkenntnis, wie eine Technik auszuführen ist, welche Fehler zu vermeiden sind und wie die Technik optimiert werden kann. Der Begriff ‚Wissen’ bezieht sich hierbei stets auf eine rein theoretische Begabung.

Unter ‚Können‘ versteht man hingegen die Befähigung eine bestimmte Tätigkeit auszuführen. In dem hier geschilderten Zusammenhang ist ‚Können’ dann die Fähigkeit, das zuvor erlangte Wissen in einer praktischen Handlung umzusetzen. Dies bedeutet z. B. die Anweisungen und Ratschläge des Trainers zu befolgen, um so durch beständiges Training die Fehler in der Technikausführung zu korrigieren.

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Chinesische Weisheiten in der Kampfkunst

Diese Weisheiten gelten seit hunderten von Jahre in China als gesicherte Erkenntnis die von jedem Kampfkünstler beachtet werden muss. In Japan gelten sie auch, aber nur in traditionellen, „unsportlichen Dojo“.Für einen Lehrer gibt es einige Eigenschaften (die beim Anwärter zu sehen sind) die ihm unmöglich machen einen Schüler anzunehmen:

  • als erstes Neid, jemand der neided, will selber nichts tun, will alles umsonst bekommen, hat eine negative Einstellung zu anderen, kann nicht selbstlos helfen, einen solchen Menschen zur Demut zu bewegen ist nicht wirklich möglich, aus Neid wächst Gier…
  • als zweites Gier, ein Mensch der viel mehr haben will als er braucht, jemals brauchen wird, ist nicht in der Lage anderen egal auf welcher Ebene zu helfen, bei zu stehen usw. Das Leid das die Gier bringt zeigte und zeigt sich in jedem Krieg. Es zeigt sich in weiten Teilen der Politik, des Handels und der Religion. Aus Gier wächst Angst und Rachsucht
  • Angst tötet das Bewusstsein. Angst lähmt und blockiert. Angst löst Spannungen aus (körperlich und geistig). Angst führt zu unüberlegten Handlungen und Kurzschlussreaktionen. Angst zerstört Geschicklichkeit. Angst wird von vielen mit Respekt vor einer Sache, Vorsicht, Achtsamkeit und ähnlichem gleichgesetzt, das verschleiert aber nur den Blick für die Wahrheit. Angst führt zu Gewalt.

Die drei wichtigsten Regeln für den Kampf:

  • Ein Kampf ist erst mit der Kampfunfähigkeit des/der Gegner/s vorbei! D.h. der Gegner ist physisch und/oder psyschich nicht mehr in der Lage weiter zu kämpfen.
  • In einem realen Kampf gibt es keine Aufgabe! Wenn ich das unterbreche was meinen Gegner zur Aufgabe veranlasst hat (Hebel, Festhalter usw.) wird er den Kampf fortsetzen.
  • Es gibt immer einen zweiten Gegner! (der Gegner der gerade „aufgegeben“ hat bekommt Unterstützung und macht weiter, jetzt geht es gegen 2 Gegner gleichzeitig). Das ist ein wichtiger Grund warum Festhaltetechniken für die Polizei sind, und Hebel nicht zum festhalten, sondern zum werfen oder Knochenbrechen!
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Seminar in Anrath mit dem Tomodachi Dojo Siegen

Seminar in Anrath mit dem Tomodachi Dojo Siegen

Das Siegener Tomodachi Dojo besuchte uns am 14. Janaur 2012 in Anrath zusammen mit Christian und Ramona aus Pirmasens zu einem gemeinsamen Seminar. Rein subjektiv war es für Geraldine und mich ein Seminar welches den größeren mit Reynosa Sensei in nichts nachsteht. Wir haben gemeinsam viel Spaß gehabt, ausgiebig gerollt, von einander gelernt und noch enger zusammen gefunden. Es gab trotz des Powerschubsens keine Verletzungen.

Es ist eine Freundschaft zwischen unseren Dojos und so was ist in der Aikido-Welt eben selten. Zu sehr sind manche Leher darauf bedacht als Sensei zu gelten, Macht zu haben, sich keine Blöße zu geben, wichtig zu erscheinen und vor allem unfehlbar zu sein. Das ist hier alles anders, lockerer, eben Aikido in seiner wahren Bedeutung. Keine Politik, kein Gehabe, keine Facade, sondern einfach mehr. Schön, daß wir das alle zusammen hinbekommen!

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“Zu schnell”

Beim Training wurde ich darauf hingewisen, das ich eine Übung doch langsamer machen soll. Nach dem Training fragte ich mich oft,  warum ich als Anfänger versuche Übungen zu schnell auszuführen? Aber dafür musste ich mir erst mal zwei Fragen beantworten:

Warum bin ich ein Anfäger?

Die einfache Antwort ist wohl, dass ich erst seit 9 Monaten Aikido ausübe. Die ausführliche Antwort ist, dass Gefühl welches sich beim Trainieren einstellt. Ikio, Nikio usw, klar, alles schon gehört, viele Japanische Begriffe im Kopf fürs rollen, greifen und Abwehrtechniken. Aber wenn es dann mit der Übung los geht, und ich versuche auf eine dieser Techniken zurückzugreifen, sind diese oft wie ausgelöscht, oder werden mit Kraft statt Technik ausgeübt. Auf einmal steht man da, und der Kopf ist leer. Wenn man Glück hat reicht es gerade noch zu einem Tenkan oder Irimi um den Uke an sich vorbeizuführen und sich nicht greifen zu lassen. In einem solchen Moment bekommt man eine Vorstellung davon, das der Weg bis zu einer gewissen Routine noch sehr sehr weit sein wird, besonders da einem klar ist, dass ein Trainingsangriff im Dojo nichts mit dem Stress und der Überraschung auf der Straße zu tun hat.

Was ist zu Schnell?

Geraldine oder Peter Sensei haben dieses oft damit beschreiben, das ein Kind welches noch nicht gelernt hat zu laufen, versucht zu rennen. Ja, und genau so fühle ich mich. Ich sehe wie die anderen Hakamaträger “rennen” und möchte das auch. Aber ich kann es (noch) nicht. Man neigt dazu eine Übung zu schnell zu machen, denn man stellt schnelle Bewegung mit können gleich, statt zu erkennen, das eine saubere Übung viel wichtiger ist. Das liegt sicher daran das ich stark Motiviert bin, aber auch daran das ich kein Anfänger sein will.

Und jetzt?

Schnelle Übungen bedeutet nicht schnelleres lernen. Es kommt zu Verletzungen bei sich selbst, und noch schlimmer, bei anderen. Es ist klar, das man nicht immer das richtige Tempo erwischt, besonders wenn man viel Energie zum Training mitbringt. Aber wenn eine Übung sauber läuft kann man das Tempo ja immer noch erhöhen, und der Lerneffekt ist viel höher. Ich glaube dies gilt für jede Stelle auf dem Weg des Aikdo, nicht nur für mich als Anfänger.

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Aikido Seminar with Reynosa Sensei in Rodenbach

Vorneweg als erstes großen Dank an das Organisationsteam rund um Christian Föller. Es war alles bestens vorbereitet und geplant. Die Unterkünfte waren hervorragend ausgewählt. Vielen Dank euch allen!
Zum eigentlichen Thema, auch dieses Jahr besuchten wir wieder ein Seminar mit Larry Reynosa Sensei, für mich war es das Zweite Seminar dieser Art. Ich war wie beim ersten Mal unglaublich aufgeregt und angespannt, hatte ich doch Reynosa Sensei letztes Jahr als unglaublich guten Aikidoka, ausnahmslos guten Lehrer und unglaublich sympathischen und humorvollen Menschen kennen gelernt. Zusätzlich waren noch einige DAN Test von Schülern aus unserem befreundeten Dojo in Siegen angekündigt, welche die ersten sein würden bei denen ich zuschauen durfte.
Zu Beginn des Lehrgangs stellte Reynosa Sensei dieses Jahr noch deutlicher als letztes Jahr das Prinzip von Aiki heraus, von Zusammen üben und von der Einheit Uke und Nage. Sensei betont wie wichtig und grundlegend dieses Prinzip ist, bei dem Nage erkennen muss und verstehen muss das er nicht alleine auf dieser Welt ist, und dies sehr konkret im Umgang mit seinem Uke. Fast alle Techniken im Aikido die mir bis dato über den Weg gelaufen sind basieren auf diesem grundlegenden Prinzip, sicherlich lassen sich viel Techniken auch mit Kraft und/oder ohne Rücksicht auf Uke durchführen, aber einfacher, präziser, kraft schonender und vor allem auch Knochenschonender für alle beteiligten ist es auf Uke einzugehen, Uke in sein Handeln mit einzubeziehen, sein Timing auszurichten und zu guter Letzt das Maß an Schmerz und Gewalt das ich benutzen muss, zu regulieren. Im Verlauf der Einheiten wurde dies Prinzip immer wieder verdeutlicht.
Eine Zweite Übung die sich mir tief ins Gedächtnis eingebrannt hat ist das Prinzip auf der Linie zu bleiben und Uke von der Linie zu bewegen. Sensei demonstrierte dies in dem er sich vor einen Schüler stellt und diesen beschützte, ihn in seine Bewegungen einband. Wäre Sensei von der Linie abgewichen, hätte Uke nicht ihn getroffen sondern seinen Schützling. Man stelle sich vor ein Ernstfall tritt ein und man ist gezwungen seine Kinder, Ehefrau oder Freunde zu beschützen….ich werde nie wieder von der Linie weichen!
Die DAN Prüfungen waren ein Erlebnis für sich, bei der man selbst als Zuschauer emotionale Höhen und Tiefen durchlaufen durfte. Ich habe höchsten Respekt vor der Leistung aller drei Prüflinge und vor der Leistung der Uke, und gratuliere Tim zu seiner bestandenen DAN Prüfung.
Bleibt noch zu sagen, dass ich auf diesem Seminar wieder unglaublich viel gelernt uns nette Menschen getroffen habe und mich sehr auf das nächste Jahr freue
Bis dahin
Christian

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Neulich im Dojo…

…da steh ich vorne und darf Ryote-Tori-Waza mit Tanja vorführen. Tanja packt zu, dreht mich und wirft mich wunderbar herlich. Das was dann kam war weniger schön, der Plan in meinem Kopf sah eine formvollendete Rolle vor, aber irgendwie kam der Boden bevor der Rest von mir den Plan verstanden hatte, zack, Aufschlag zentral auf das Schultergelenk und der Rest ist Schmerzen (wirklich, das tut sau weh).

Getreu dem Motto aus Schmerzen lernt man, mal ein paar Gedanken dazu von mir:

1. Als Nage fühlt man sich bei sowas sch…, Nage kann bei sowas aber meistens nix dafür, hat er angemessen gehandelt und die Technik sauber ausgeführt (sowie Tanja) dann lag es am Uke. Manchmal denke ich Aikido ist für Uke schwerer als für Nage

2. 3 Regeln für Uke – Ehrlich angreifen, Technik überleben und nicht blockieren. Ich werde mir das jetzt öfter durch den Kopf gehen lassen, vor allem den zweiten Teil. Ist ja egal wie es aussieht, Hauptsache ich muss mir nie wieder mit links die Zähne putzen.

3. Nicht denken, sondern handeln. Ich glaub das war mein größter Fehler, ich hab mir die Rolle so schön im Kopf ausgemalt und dabei vergessen das ich sie besser mal mache.

4. Konzetration auf das was ist. Wenn ich ehrlich bin hab ich den ganzen Abend über alles möglich nachgedacht und war nur Momente lang auf der Matte, dass das nicht gut gehen kann war mir eigentlich klar.

5. Hör auf dein Bauchgefühl, ich hab es nicht gemacht. Ich hab am Anfang der Stunde schon gemerkt das es irgendwie nicht mein Tag war. Bei der ersten Rolle hat es schon nicht richtig geklappt und ich bin immer wieder über meine Füsse gefallen. An so einem Tag sollte man einfach mal ruhig machen, nicht unbedingt Vollgas geben, Übungen mal langsam machen.

Naja, wie oben erwähnt, aus Schmerzen lernt man. Ich danke Tanja die mir bei diesen wertvollen Lektionen zur Seite gestanden hat(;-) ) und hoffe schnell wieder auf der Matte zu stehen.

Bis dahin allen Viel Spass

Christian

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“Ich weiß es nicht”

“Ich weiß es nicht”
Ich finde das ist eine schöne Antwort, die wir viel zu selten verwenden.
Jeder Mensch hat zu allem eine Meinung , das ist erst mal nichts verkehrtes, aber warum meint jeder dazu qualifiziert zu sein eine Aussage zu treffen, die es wert ist gesagt zu werden?
Ob Politik oder Wirtschaft, jeder Depp meint das er es besser wüsste oder besser könnte. Ich persönlich glaube ja nicht das es so ist.
Bescheidenheit bedeutet sich selbst einzugestehen das man manche Dinge einfach mal nicht besser weiß und ich denke es bringt einem selber auch deutlich weiter.
Also, sollten wir uns alle doch mal vornehmen in Zukunft häufiger mit “Ich weiß es nicht” zu antworten, oder?
Aber was weiß ich schon ;)

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Aikido Seminar mit Reynosa-Sensei

Aikido Seminar mit Reynosa-Sensei

Das Aikido Seminar mit Reynosa-Sensei wäre niemals möglich gewesen ohne das aktive Engagement von Sensei, Christian und uns allen. Dafür vor allem einen herzlichen Dank an Sensei und an Christian, der die ganze Mühe mit der Organisation hatte. Aber auch an alle die hingefahren sind, sich aufgemacht, alles andere in der Prioritätenliste nach unten gepackt,das Geld investiert haben, die so viel Schweiß und Energie einbringen! Das Seminar ist nur mit Eurem Engagement möglich gewesen.

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Seminar mit Reynosa-Sensei

Das Seminar mit Sensei am 9./10. Juli hat eine Menge gegensätzliche Emotionen bewusst oder unbewusst hervorgerufen: Freude und Traurigkeit, Spannung und Entspannung, Schmerz und Erlösung, das Gefühl von Fortschritt, aber auch Rückschritt, der Wunsch mehr zu lernen, weiterzukommen oder Grundsätzliches zu hinterfragen. Es gab harte Momente und lustige Momente, Erkenntnisse, die sowohl auf positive als auch negative Resonanz stiessen. Eine Herausforderung für Körper und Kopf. Auf jeden Fall hat Sensei es geschafft, jeden zu berühren und etwas im Inneren zu bewegen. Egal wie nun der Weg für jeden einzelnen weitergeht, ob man irimi oder tenkan macht, auf der Linie bleibt ( ;-) ) oder abbiegt, auf der Stelle stehen bleiben wird man nicht.

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Lehrgang mit Reynosa-sensei Juli 2011

Der Lehrgang mit Reynosa-sensei in Juli war etwas ganz besonders. Na ja, ganz besonders ist solch ein Lehrgang eigentlich immer, und ich habe das Glück, zum 4. Mal dabei gewesen zu sein, aber diesmal habe ich neue Eindrücke gewinnen können. Auf der einen Seite hat mir das Seminar großen Spaß gemacht, vor allem “alte Gesichter” wieder zu sehen, ich hatte das Gefühl, ich bin nicht ein Besucher des Lehrgangs, sondern ich treffe mich mit meiner “MAK-Familie” wieder. Die Freunde aus Siegen, Christian Föller (großes Lob für die Organisation und Logistik) neue Freunde, usw… selbst Sensei war diesmal näher (mein Gefühl)… Alles in allem eine tolle Erfahrung eben.

Die Shodan-Prüfungen waren auch etwas ganz besonders, die mir neuen Input und Denkstoff gegeben haben. Ich hatte schon den Verdacht, aber es ist mir glassklar geworden: bei der Dan-Prüfung geht es gar nicht um die Techniken, die muß man sowieso beherrschen und sind meiner Meinung nach eine Voraussetzung, ja quasi eine Formalität, um an der Prüfung teilnehmen zu dürfen. Aber hier geht es um etwas anderes, um inneren Ausgleich und übermenschliche mentale Kraft “What do you have when you got nothing left?” or “you begin now to do Aikido” kommt erst wen man bereits nach anderthalb Stunden harte Prüfung komplett ausgepowered ist… für mich ist das die richtige Prüfung, zu einem Punkt zu gelangen, wo man auf sich gestellt ist, wo man glaubt nicht weiter zu können wo man im Begriff ist, aufzugeben…

Ich weiß nicht, ob ich jemals vor so eine Prüfung stehen werde aber eines ist mir jetzt klar. Wenn ich meine Grenzen auf diese Art geprüft habe, wenn ich gesehen habe, wozu ich fähig oder nicht fähig bin, wenn ich am Abgrund gebracht worden bin, wäre mir das Ergebnis (schwarzgürtel oder nicht) eigentlich Nebensache, die Chance gehabt zu haben, mich selber kennenzulernen wäre für mich schon eine wertvolle Lebenserfahrung gewesen, ein klitzekleiner Schritt weiter auf dem WEG.

An dieser Stelle Gratulationen an Tim und großes Lob und meinen Respekt an Ulli und Martin.

Schöne Grüße an alle

Francisco

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