Zunehmende Kriminalität in Deutschland

Die Kampfsportarten und Kampfvermeidungskünste genießen in schlechten Zeiten einen großen Zulauf.  Eine stark zunehmende Kriminalität in Deutschland hat gute Gründe: Arbeitslosigkeit, scheinbare Perspektivlosigkeit, weniger Geld für Sicherheit (Polizei) und extreme Gewaltbereitschaft mangels Respekt. Viele Menschen flüchten sich in Ihre vier Wände, aber was ist mit Einbruch, Diebstahl, Raub, versuchtem Todschlag?

Aikido (wie auch andere Budoarten) verhilft Menschen zu mehr Aufmerksamkeit, mehr Ruhe und Disziplin, zu mehr Selbstverteidigungs-Möglichkeiten im Ernstfalle.

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Aikido-Mitglieder

Hier ein aktuelles Foto einiger unserer Aikido-Mitglieder. Einige Mitglieder fehlen hier leider, aber wir werden versuchen in Kürze ein aktuelles und kompletteres Foto zu zeigen.

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Was wir sind und werden

Es ist dringed wieder an der Zeit zu sagen, daß Aikido Spaß macht. Allerdings nur denjenigen Menschen, die sich im Aikido wiederfinden und die die Menschen mögen, die auf der Matte trainieren. Es gibt im Leben sicherlich nur eine gute Voraussetzung für einen guten Weg: die richtigen Menschen zu treffen. Egal ob im Kindergarten, in der Schule, in der Ausbildung, beim Arzt, im Aikido: wen man trifft ist entscheidend. Wenn man diejenigen findet, die einen fördern, die mit einem befreundet sind, welche selbstlos für einen da sind, dann ist es ein riesiges Glück. Wir sind was wir sind durch den Platz an dem wir geboren werden, durch die Eltern, die Lehrer, alle Mitmenschen und ein bisschen durch unser eigenes Zutun. Da ist kein Platz für Stolz (wie kann ich darauf stolz sein, wo ich geboren bin?), sondern nur Platz für harte Arbeit an uns selber, an unseren Freundschaften und der selbstlosen Liebe zu anderen Menschen, auch solchen, die wir nicht als unsere Freunde bezeichnen. Besonder an solchen.

Und da kommt Aikido ins Leben. Wer glaubt, daß Aikido deshalb hart ist, der liegt richtig. Und trotzdem macht es riesigen Spaß. Tatsächlich ist Aikido sehr viel mehr als Technik und Spaß, aber eben auch genau das. Jetzt wollen wir nicht wieder zu theoretisch werden: ausprobieren macht den Unterschied. Sich aufmachen, nicht faul auf der Couch lieben (dazu bleibt auch noch Zeit) ist eine gute Möglichkeit.

Achten Sie wie bei allem im Leben einfach darauf, ob Sie die Menschen die Sie treffen, mögen. Kinder können so etwas noch sehr gut und treffen diese Entscheidungen intuitiv. Sie sind uns in vielem Voraus, weil sie wichtige Dinge noch nicht verlernt haben: Aufrichtigkeit, Bauchgefühl, Intuition. All das kann man bei Aikido wieder auffrischen. Es hilft und macht großen Spaß.

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Budoistisch -philosophischer Querbeet-Essay

Hallo,

Ich bin es mal wieder: Tobi. Ich schreibe einfach mal an diesen Artikel zu schreiben, und wie oben bereits steh, soll es ein Essay werden. Das hat mehrere Gründe. Der Essay ist die perfekte Textform um die Problematik diese Artikels abzuhandeln, da er verschiedene Eigenschaften besitzt, die erstens meinem Schreibstil und zweitens der Komplexität dieses Themas entgegenkommen.

Ein wichtiges Merkmal ist, dass die Argumentation des Essays erst während des Schreibens entsteht. Das ist gut, da ich einfach meine Gedanken langsam vor mir her laufen lassen muss, und sie dann aufschreiben kann. Das wird natürlich dazu führen, dass die einzelnen Themen mehr oder weniger in Facetten angerissen werden aber das ist okay, denn sonst würde das ganze Ding viel zu lang werden. Außerdem ist ein Essay immer zum schmunzeln geeignet, weswegen ich in sehr familiärem Deutsch schreibe. So viel zur Form.

Ich habe mir mehrfach Gedanken über folgende Themen gemacht und werde diese in dem Artikel abhandeln:

Budo – Zauberei oder Physik

Wettkampf

Sakrales und Elitäres im Budo

Gegenseitiges Gedeihen

Technik und/oder Geist

Sich selbst belügen

Epikur

Ich beginne mal mit dem letzten, weil es ein guter Aufhänger ist:

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Budo vs. Gala

So genannte Budogalas sind Vorführungen, auf denen so genannte Meister Ihre Kampfsportarten darbieten. Es wird gesprungen, getreten, und vorgeführt bis zum Umfallen. Auch Waffentechniken werden präsentiert. Viele der Kampfsportler zeigen große Gelenkigkeit und Geschick bei diesen Vorführungen. Es werden interessante Techniken gezeigt und gepost bis zum Abwinken.

Die teils wirklich großartigen Sportler haben dabei aber mit Sicherheit nichts mit Budo zu tun. Der Begriff Budogala ist ein Widerspruch in sich. Ein Budoka würde niemals versuchen gut auszusehen um seinem Ego etwas Gutes zu tun. Einem wirklichen Budoka ist es nicht wichtig nach außen gut auszusehen, sondern zu sich selber zu finden und anderen zu helfen.

Ich möchte jetzt nicht behaupten, daß viele Vereine nicht einfach ohne bösen Vorsatz einen Tag der offenen Türe als “Budogala” bezeichnen, um Ihre Kampfkünste oder Kampfsportarten zu präsentieren und auf dise Art und Weise transparent zu machen. Die Zuschauer sehen allerdings meist mit großen Augen zu und würden es nicht im Traume wagen, das Training auch nur zu beginnen, denn sie fürchten sich vor den Sprüngen, den Rollen und vor allem davor schlecht auszusehen. Und natürlich ist nach einem langen Arbeitstag und viel Familie auch Ruhe auf der Couch angesagt.

Es ist gut, die Kampfkünste oder Kampfsportarten den Menschen näher zu bringen, um anderen Menschen eine Option für Sport, Meditation, Kampfkunst und sogar für Budo zu geben. Es aber Budogala zu nennen ist ein großes Mißverständnis des Begriffes “Budo”.

Wahre Budoka sind demütig und bescheiden, eben ganz anders als viele populäre Knochenbrecher und Kickboxer im Fernsehen. Tatsächlich ist Budo ein Weg des Friedens, der Kampfvermeidung und dient dazu, aus mir selber einen besseren Menschen zu machen. Das bedeutet: einen Menschen mit weniger Angst aber mit viel Respekt aus mir zu machen. Einen Menschen aus mir zu machen, der nicht Geiz geil findet, sondern der gerne gibt und nichts deshalb zurück erwartet. Einen Menschen aus mir zu machen, der wenige Erwartungen hat und damit auch weniger Enttäuschungen erleben kann. Einen Menschen, der Mitgefühl nicht mit Mitleid verwechselt und die Würde anderer respektiert.

Das alles ist ein weit verbreitetes Wissen, aber wer handelt danach und wer lebt es vor? Und wer geht schon regelmäßig über Jahre hinweg zum Training, quält sich selber durch Techniken ohne Erwartungen? Wer hat das Vertrauen in seine Senseis, ihr/ihm von Herzen das Richtige beizubringen?

Wir leben zur Zeit in einer Gesellschaft, die sich in großen Teilen nicht mehr um Güte, sondern um maximalen egoistischen Profit kümmert. Und danach zur Kirche geht, um die Absolution zu erhalten und nicht in der Hölle zu landen.

Dagegen gibt es neben anderen Möglichkeiten ein Mittel: Budo mit Menschen, die sich aufmachen und zu geben bereit sind. Es ist allerdings ein harter, langer Weg, den kaum jemand durchhält und zu gehen bereit ist. Es sind nur wenige Schüler, die eine harte Schule lange durchhalten, die Demut fordert und Respekt und Mitgefühl und Loyalität und lauter so “altmodische Dinge”.

Wer sich nie vor einer Kamiza verbeugt hat und nicht weiß, warum man Respekt vor Dingen, Tieren und Menschen haben sollte, der wird sich niemals im Budo wiederfinden, sondern maximal in einem Kampfsport. Der Kampfsport kann gutes Seiten haben, das möchte keiner bestreiten. Aber es ist deutlich zu spüren, daß die Menschen sich wieder sehnen ihre Mitte zu finden, mehr als Bewegungen und Techniken zur Selbstverteiligung zu erfahren (die Budo auch bereit stellt), sowie über die Dinge im Leben nachzudenken und zum Einklang zu kommen.

Um es zum Schluss dieser Worte noch einmal zu betonen: ich denke nichts Schlechtes über Kampfsport, Wettkämpfe oder Shows. Auch nicht über Menschen, die lieber auf der Couch sitzen. Das ist jedermans Sache und Entscheidung. Die Begriffe “Budo” und “Gala” jedoch passen so gar nicht zusammen.

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80km pro Stunde

In uns allen schlummert vielleicht der Wunsch einmal zu erfahren, ob Aikido auch in einer “wirklichen” Auseinandersetzung funktioniert. Unser Rat: Vermeidet Auseinandersetzungen wie die Pest oder lauft so schnell Ihr könnt! Am besten 80km/h.

Manch einer wird jetzt vielleicht lachen, weil er sagt: was sind das für Lehrer, wenn die ihren eigenen Schülern so etwas raten! Aikido scheint ja super zu funktionieren.

Dazu kann man nur sagen: Der wahre Sieg bedeutet nicht zu Kämpfen. Und wenn man dazu um Entschuldigung bitten muß, dann sollte man es tun. Wenn man dafür sein Handy abgeben muß, dann sollte man es tun. Nicht weil man nicht gut ausgebildet wäre, aber jeder Kampf birgt ein großes Risiko sich zu verletzten oder zu sterben. Und was Aikido wirklich kann liegt jenseits des Kampfes. Es kann einen Menschen aus Dir machen, kann viele gute Dinge wie Respekt, Güte und Demut (allen Fernsehspots zum Trotze) lehren und kann vor allem eines: Deine Aufmerksamkeit schulen.

Die Aufmerksamkeit ist wohl das höchste Gut, um Gefahren aus dem Weg zu gehen, sie früh genug zu erkennen, eine gefährliche Situation zu beruhigen oder auch im unvermeidbaren Kampf einen Vorteil zu haben.

Wer aber wissen möchte, warum man besser nicht kämpft, der mag den unten empfohlenen Artikel lesen. Uns wurde er von Helmut nahe gebracht und wir danken dafür sehr!

Realistische Selbstverteidigung von Geoff Thompson >> (Rubrik “Gäste”)

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Omote, ura (die Vorder- bzw. Rückseite)

Die meisten Aikidotechniken existieren in zwei Versionen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie ihr Schwergewicht entweder auf irimi oder auf tenkan legen. Die Version, die auf irimi basiert, wird hauptsächlich vor (omote) dem Angreifer ausgeführt, während die andere Version eine Positionsveränderung um diesen herum und hinter diesen (ura) beinhaltet. Daher werden im Aikido diese Begriffe manchmal synonym mit irimi (omote) und tenkan (ura) gebraucht. Dennoch sind omote und ura komplexe Begriffe mit einer erheblich weiter reichenden Bedeutung.

Omote bedeutet in etwa Vorderseite oder Außenseite und stammt ursprünglich von der Bezeichnung für die haarige Seite eines Pelzes oder die Außenseite eines Kleidungsstücks. Es handelt sich also um das Äußere, das Sicht- und Offenbare. Ura hingegen steht für die entgegengesetzte Seite, nämlich die Rück- oder Innenseite, das Verborgene. Ursprünglich bedeutet es Futter oder die haarlose Innenseite des Pelzes. Dieses Wortpaar kann daher mit den Gegensätzen offenbar und verborgen verglichen werden, oder, wenn man so will, mit aufrichtig und ausweichend. Dabei legen japanische Lehrer keine moralische Wertung in diese Begriffe hinein, obwohl dies für uns im Westen naheliegen würde. Das Ganze wird eher wie die zwei Seiten einer Münze gesehen, so wie ein Kleidungsstück, das eine Innen- und eine Außenseite hat.

Im Training zieht man einen deutlichen Gewinn daraus, wenn man versucht, sich in diese gegensätzlichen Charaktere einzuleben. Die Omoteformen einer Technik können nahezu aufdringlich durchgeführt werden, mit der Zielsetzung, dem Angriff möglichst schnell zu begegnen. Während Uraformen so ausgeführt werden, dass man schon bei der initialen Begegnung des Gegners aus dessen Sichtfeld verschwindet und weiter in seinen Schatten hineingleitet.

Das kann man übertragen mit den chinesischen Gegensätzen yin und yang vergleichen, die auf japanisch in und yo heißen, welche mit ihrer ursprünglichen Bedeutung Schattenseite und Sonnenseite deutliche Parallelen zu ura und omote aufweisen. Bei der Ausführung von omote soll die Attitüde immer mit yang vergleichbar sein, das als extrovert, hell, warm beschrieben wird und traditionell als maskulin gilt. Die Uraversion sollte hingegen yin gleichen, das als introvert, dunkel, kalt und traditionell als feminin gilt.

Ein anderes Gegensatzpaar, das mit omote und ura verwandt ist, ist der alte Budobegriff shoden und okuden, die vorderen oder ersten Lehren, beziehungswiese die inneren oder tiefen Lehren. Einige Budostile legten großen Wert darauf, ihre Kunst auf diese Weise aufzuteilen, wobei ein Anfänger lange und gut shoden üben musste, bevor er als reif angesehen wurde, in okuden eingeweiht zu werden.

Im Aikido gibt es keine Aufteilung in shoden und okuden. Ebensowenig hatte Miyamoto Musashi, der legendäre Samurai, der im 17.Jahrhundert lebte und das immer noch vielgelesene “Buch der fünf Ringe” schrieb, irgendwelchen Respekt vor dieser Aufteilung. Er erklärt kategorisch, dass es “im wirklichen Kampf nichts derartiges gibt, wie mit einer äußeren Technik zu schlagen und mit einer inneren Technik zu hauen”. Er gibt gewiss zu, dass es einfachere und tiefere Dinge innerhalb der Kampfkünste gibt, welche die Schüler sich während ihrer Entwicklung mit unterschiedlicher Leichtigkeit aneignen können, aber er behauptet mit Bestimmtheit, dass es nicht geht, die Techniken danach zu sortieren

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Aikido-Training beenden

Es ist für einen Lehrer klar zu erkennen, wer sich im Aikido/Budo Mühe gibt und wer nicht. Dabei kann jeder lernen, der offen ist für neue Ideen, der sich lösen kann von Konventionen und bereit ist, viel Arbeit zu investieren, denn Budo ist hart. Sehr hart sogar und deshalb sind auch nur wenige Schüler im Budo zu finden (wir reden hier nicht von Kampfsport). Auch zu erkennen ist, wer in Kürze aufhört zu trainieren (man kann als Lehrer fast den Tag vorhersagen) und wer weitermacht. Oft ist es nur ein Gefühl, ein sechster Sinn, welcher mir sagt: dieser Artikel, dieses Gespräch ist ein Ende des gemeinsamen Weges. Das ist natürlich überhaupt nicht schlimm, wenn der Mit-Schüler nur nicht bei jedem Aufhören anfangen würde Fehler zu machen. Ein Hauptfehler ist es zu provozieren, um dann einen Grund zu erhalten, warum man aufhört. Das ist für einen Lehrer ziemlich langweilig und durchsichtig, weil es in aller Regelmäßigkeit passiert. Und es ist unnötig, weil man bei uns prima aufhören kann, ohne irgendwelche negativen Kritiken erwarten zu müssen. Weder live noch hintenherum. Wir halten alle Türen offen, für jeden der gerne bei uns mittrainieren möchte und bereit ist, sich einzubringen. Das gilt  für Ehemalige und vor allem für solche, die etwas Vermissen, jenen Menschen, denen nach dem Aufhören des aktiven Trainings etwas Entscheidendes fehlt.

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Zen-Wahrheit vom: 04.12.2008

Laßt euch nicht von anderen irremachen. Handelt, wenn es für euch
erforderlich ist, ohne Zögern und Zweifel.

Linji

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Mushin – Wann ist Verstand kein Verstand…?

Mushin” war der wesentlicher Leitbegriff, den Reynosa-Sensei auf dem Aikido-Seminar im Belgien verwendete. Daher soll hier der Versuch unternommen werden, dieses entscheidene Element der Budokünste und des Zens näher zu beschreiben.

Mushin (jap.): im wörtlichen Sprachgebrauch: „Unschuld“. In den Interpretationen des Budo steht der Begriff für die Absichtslosigkeit des Geistes (Freiheit vom Ich-Wollen), einen Zustand völliger Natürlichkeit und Unabhängigkeit vom dualistischen Denken, eine Geisteshaltung ohne Fixierungen irgendwelcher Art, offen für das intuitive Empfinden zusammenhängender Wirklichkeiten.

Dafür muss der Geist frei von belastenden Gedanken sein und darf nicht an Wunschvorstellungen oder Vorurteilen haften. Mushin – der leere Geist – steht daher für ein Empfinden, das in der Lage ist, die Situation ungetrübt von den eigenen Vorstellungen zu betrachten.

Mushin ist Teil des Zen-Buddismus. Einer seiner großen Lehrer bemerkte einmal: Mushin ist das Denken des Körpers”. Weisheit und Wissen sind nicht dasselbe. Im täglichen Leben und in Unterhaltungen denken die meisten Menschen zuerst und antworten dann; aber sehr kluge Menschen benutzen ihre Weisheit und denken nicht. Sie sprechen und antworten aus Intuition (aus dem Bauch heraus).

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