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Mitgefühl & Gefühlsansteckung

Daniel | 24. Februar 2010

Mitgefühl & Gefühlsansteckung

In diesem Artikel möchte ich auf das Thema Mitgefühl näher eingehen wobei die Gefühlsansteckung ebenfalls unumgänglich erläutern werde muss.
Grund dieses Themas war für mich die Frage, was genau Mitgefühl ausmacht. Und zudem war für mich wichtig herauszufinden, ob ich zum Beispiel bei einer Trauerphase eines Mitmenschen wirklich mit dem anderen Menschen mitleiden sollte um ihn zu helfen oder ob dies sogar kontraproduktiv ist.

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Allgemein, Menschliches

Aikidoka in Vorst & Anrath

Peter Roskothen | 7. Februar 2010

Unser Aikido-Dojo macht großen Spaß und dazu tragen alle Aikido-Mitglieder bei. Wie immer bei solchen Gelegenheiten fehlen einige Aikidoka für ein komplettes Foto. Es ist interessant ein Foto jedes Jahr zu machen, um zu sehen, welche Menschen uns auf dem Aikido-Weg begleiten und sich einbringen. In jedem Falle sind die, die hier zu sehen sind, einige der wunderbarsten Menschen, die Geraldine und ich (Peter) begleiten dürfen. Und die, die nicht drauf sind ebenso! Ein dickes Dank an alle.

Aikido Mitglieder am 01.02.2010

Nicht zu vergessen, die DJK-Zen-Fabrik, Dojo Anrath, die viel zu unserem Treiben beiträgt. Danke!

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Aikido / Budo, Allgemein

Geschützt: Shodo Seminar – Fotos von unserem Lehrgang mit Familie Fujita

Peter Roskothen | 15. Januar 2010

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Allgemein, Kanji, Seminar

Über die Anfänge, den Anfänger an sich und die Motivation

Guido | 26. September 2009

Wenn jemand mit etwas beginnt so hat er zunächst einen schweren Stand und eine sehr ungünstige Ausgangsposition. Wieso meine ich das? Weil es lediglich meine Erfahrung wiederspiegelt. Was ich dennoch denke, ist, dass diese Aussage nicht nur meine Erfahrung wiederspiegelt sondern die vieler anderer Mitstreiter auch.

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Aikido / Budo, Allgemein, Menschliches

Budo und Notwehr (Rechtsgrundlagen)

Guido | 17. September 2009

Wer eine der Kampfkünste trainiert, wird sich irgendwann auch mit den Notwehrparagraphen beschäftigen müssen, um in einer entsprechenden Situation zu wissen, wie weit er gehen kann.

An diesem Punkt sei, wie auch schon in anderen Artikeln dieses Blogs erwähnt, dass es in einer physischen Auseinandersetzung keinen Sieger geben kann. Wer also kämpft hat den Kampf verloren weil er kämpft. Wenn es irgendeine Möglichkeit gibt, den Kampf zu vermeiden, dann vermeide ihn und sei es, dass du wegrennst….am besten mit 80 km/h…;-))).

Zu Deutsch:

“Krieg ist Bullshit und stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin…..yeahhh”

Es ist mir im Laufe meines Lebens in jeder Situation gelungen den Kampf zu vermeiden. Eine Situation, die mir dabei gut im Gedächtnis geblieben ist, vollzog sich während meiner Ausbildung zum Kommunikationselektroniker. Es gab dort die Situation in der ein Interessenkonflikt zwischen mir und einem anderen Auszubildenden dazu führte, dass er sich vor mich stellte und seine Fäuste erhob. Was dann bei mir automatisch ohne mein Zutun ablief hat mich bis heute nachhaltig beeindruckt. Üblicherweise spannt sich in einer solchen Situation der ganze Körper an und geht in Verteidigungshaltung. Ebenso dramatisch steigt der Adrenalinspiegel an und man wird von einer selbsterhaltenden Aggression gepackt. Bei mir passierte in diesem Augenblick seltsamerweise genau das Gegenteil (vielleicht auch aus Angst). Es war als würde sich in meinem Kopf ein Schalter umlegen, der es vermochte, dass jegliche Aggression sich im Sekundenbruchteil abschaltete und ich völlig entspannt ohne Aggression vor meinem vermeintlichen Angreifer stand. Der guckte daraufhin völlig überrascht, senkte seine Fäuste und meinte nur zu mir “Man bist du cool”. Nur das ich mich selber überhaupt nicht als cool empfunden habe sonder eher als soft. Seither versuche ich in entsprechenden Situationen einfach soft zu sein, ruhig zu bleiben und mich nicht aufzuregen. Bisher hatte ich damit immer Erfolg. Und was ich mir wirklich Wünsche ist, dass ich nie in eine Situation komme, in der ich Budo wirklich anwenden muss.

Dennoch gibt es dafür keine Garantie und zu wissen wie sich Budo rechtlich darstellt, scheint für mich ein wesentlicher Bestandteil des Budotrainings zu sein. Insofern anbei die Notwehrparagraphen und deren Deutung an Stellen, die man auch nach mehrmaligem Lesen kaum oder gar nicht versteht. Dafür war einige Recherche erforderlich.

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Aikido / Budo, Allgemein, Selbstverteidigung

Seminar mit Reynosa-Sensei in Weilerbach

Peter Roskothen | 16. September 2009

Am 7. und 8.11.2009 gibt Reynosa-Sensei ein Aikido-Seminar in Weilerbach (bei Kaiserslautern). An dem Wochenende (Samstag und Sonntag)  sind alle herzlich eingeladen, die gerne an dem internationalen Aikido-Lehrgang teilnehmen möchten.

Seminar Ausschreibung und Anmeldeformular Reynosa-Sensei (PDF) >>

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Allgemein

Budoistisch -philosophischer Querbeet-Essay

Tobias | 20. März 2009

Hallo,

Ich bin es mal wieder: Tobi. Ich schreibe einfach mal an diesen Artikel zu schreiben, und wie oben bereits steh, soll es ein Essay werden. Das hat mehrere Gründe. Der Essay ist die perfekte Textform um die Problematik diese Artikels abzuhandeln, da er verschiedene Eigenschaften besitzt, die erstens meinem Schreibstil und zweitens der Komplexität dieses Themas entgegenkommen.

Ein wichtiges Merkmal ist, dass die Argumentation des Essays erst während des Schreibens entsteht. Das ist gut, da ich einfach meine Gedanken langsam vor mir her laufen lassen muss, und sie dann aufschreiben kann. Das wird natürlich dazu führen, dass die einzelnen Themen mehr oder weniger in Facetten angerissen werden aber das ist okay, denn sonst würde das ganze Ding viel zu lang werden. Außerdem ist ein Essay immer zum schmunzeln geeignet, weswegen ich in sehr familiärem Deutsch schreibe. So viel zur Form.

Ich habe mir mehrfach Gedanken über folgende Themen gemacht und werde diese in dem Artikel abhandeln:

Budo – Zauberei oder Physik

Wettkampf

Sakrales und Elitäres im Budo

Gegenseitiges Gedeihen

Technik und/oder Geist

Sich selbst belügen

Epikur

Ich beginne mal mit dem letzten, weil es ein guter Aufhänger ist: Weiterlesen & Fotos ansehen »

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Aikido / Budo, Allgemein, Ki, Menschliches, Philosophie

80km pro Stunde

Peter Roskothen | 24. Februar 2009

In uns allen schlummert vielleicht der Wunsch einmal zu erfahren, ob Aikido auch in einer “wirklichen” Auseinandersetzung funktioniert. Unser Rat: Vermeidet Auseinandersetzungen wie die Pest oder lauft so schnell Ihr könnt! Am besten 80km/h.

Manch einer wird jetzt vielleicht lachen, weil er sagt: was sind das für Lehrer, wenn die ihren eigenen Schülern so etwas raten! Aikido scheint ja super zu funktionieren.

Dazu kann man nur sagen: Der wahre Sieg bedeutet nicht zu Kämpfen. Und wenn man dazu um Entschuldigung bitten muß, dann sollte man es tun. Wenn man dafür sein Handy abgeben muß, dann sollte man es tun. Nicht weil man nicht gut ausgebildet wäre, aber jeder Kampf birgt ein großes Risiko sich zu verletzten oder zu sterben. Und was Aikido wirklich kann liegt jenseits des Kampfes. Es kann einen Menschen aus Dir machen, kann viele gute Dinge wie Respekt, Güte und Demut (allen Fernsehspots zum Trotze) lehren und kann vor allem eines: Deine Aufmerksamkeit schulen.

Die Aufmerksamkeit ist wohl das höchste Gut, um Gefahren aus dem Weg zu gehen, sie früh genug zu erkennen, eine gefährliche Situation zu beruhigen oder auch im unvermeidbaren Kampf einen Vorteil zu haben.

Wer aber wissen möchte, warum man besser nicht kämpft, der mag den unten empfohlenen Artikel lesen. Uns wurde er von Helmut nahe gebracht und wir danken dafür sehr!

Realistische Selbstverteidigung von Geoff Thompson >> (Rubrik “Gäste”)

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Aikido / Budo, Allgemein, Selbstverteidigung

Omote, ura (die Vorder- bzw. Rückseite)

Jörg Stappen | 5. Januar 2009

Die meisten Aikidotechniken existieren in zwei Versionen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie ihr Schwergewicht entweder auf irimi oder auf tenkan legen. Die Version, die auf irimi basiert, wird hauptsächlich vor (omote) dem Angreifer ausgeführt, während die andere Version eine Positionsveränderung um diesen herum und hinter diesen (ura) beinhaltet. Daher werden im Aikido diese Begriffe manchmal synonym mit irimi (omote) und tenkan (ura) gebraucht. Dennoch sind omote und ura komplexe Begriffe mit einer erheblich weiter reichenden Bedeutung.

Omote bedeutet in etwa Vorderseite oder Außenseite und stammt ursprünglich von der Bezeichnung für die haarige Seite eines Pelzes oder die Außenseite eines Kleidungsstücks. Es handelt sich also um das Äußere, das Sicht- und Offenbare. Ura hingegen steht für die entgegengesetzte Seite, nämlich die Rück- oder Innenseite, das Verborgene. Ursprünglich bedeutet es Futter oder die haarlose Innenseite des Pelzes. Dieses Wortpaar kann daher mit den Gegensätzen offenbar und verborgen verglichen werden, oder, wenn man so will, mit aufrichtig und ausweichend. Dabei legen japanische Lehrer keine moralische Wertung in diese Begriffe hinein, obwohl dies für uns im Westen naheliegen würde. Das Ganze wird eher wie die zwei Seiten einer Münze gesehen, so wie ein Kleidungsstück, das eine Innen- und eine Außenseite hat.

Im Training zieht man einen deutlichen Gewinn daraus, wenn man versucht, sich in diese gegensätzlichen Charaktere einzuleben. Die Omoteformen einer Technik können nahezu aufdringlich durchgeführt werden, mit der Zielsetzung, dem Angriff möglichst schnell zu begegnen. Während Uraformen so ausgeführt werden, dass man schon bei der initialen Begegnung des Gegners aus dessen Sichtfeld verschwindet und weiter in seinen Schatten hineingleitet.

Das kann man übertragen mit den chinesischen Gegensätzen yin und yang vergleichen, die auf japanisch in und yo heißen, welche mit ihrer ursprünglichen Bedeutung Schattenseite und Sonnenseite deutliche Parallelen zu ura und omote aufweisen. Bei der Ausführung von omote soll die Attitüde immer mit yang vergleichbar sein, das als extrovert, hell, warm beschrieben wird und traditionell als maskulin gilt. Die Uraversion sollte hingegen yin gleichen, das als introvert, dunkel, kalt und traditionell als feminin gilt.

Ein anderes Gegensatzpaar, das mit omote und ura verwandt ist, ist der alte Budobegriff shoden und okuden, die vorderen oder ersten Lehren, beziehungswiese die inneren oder tiefen Lehren. Einige Budostile legten großen Wert darauf, ihre Kunst auf diese Weise aufzuteilen, wobei ein Anfänger lange und gut shoden üben musste, bevor er als reif angesehen wurde, in okuden eingeweiht zu werden.

Im Aikido gibt es keine Aufteilung in shoden und okuden. Ebensowenig hatte Miyamoto Musashi, der legendäre Samurai, der im 17.Jahrhundert lebte und das immer noch vielgelesene “Buch der fünf Ringe” schrieb, irgendwelchen Respekt vor dieser Aufteilung. Er erklärt kategorisch, dass es “im wirklichen Kampf nichts derartiges gibt, wie mit einer äußeren Technik zu schlagen und mit einer inneren Technik zu hauen”. Er gibt gewiss zu, dass es einfachere und tiefere Dinge innerhalb der Kampfkünste gibt, welche die Schüler sich während ihrer Entwicklung mit unterschiedlicher Leichtigkeit aneignen können, aber er behauptet mit Bestimmtheit, dass es nicht geht, die Techniken danach zu sortieren

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Aikido / Budo, Allgemein

Aikido-Training beenden

Peter Roskothen | 3. Januar 2009

Es ist für einen Lehrer klar zu erkennen, wer sich im Aikido/Budo Mühe gibt und wer nicht. Dabei kann jeder lernen, der offen ist für neue Ideen, der sich lösen kann von Konventionen und bereit ist, viel Arbeit zu investieren, denn Budo ist hart. Sehr hart sogar und deshalb sind auch nur wenige Schüler im Budo zu finden (wir reden hier nicht von Kampfsport). Auch zu erkennen ist, wer in Kürze aufhört zu trainieren (man kann als Lehrer fast den Tag vorhersagen) und wer weitermacht. Oft ist es nur ein Gefühl, ein sechster Sinn, welcher mir sagt: dieser Artikel, dieses Gespräch ist ein Ende des gemeinsamen Weges. Das ist natürlich überhaupt nicht schlimm, wenn der Mit-Schüler nur nicht bei jedem Aufhören anfangen würde Fehler zu machen. Ein Hauptfehler ist es zu provozieren, um dann einen Grund zu erhalten, warum man aufhört. Das ist für einen Lehrer ziemlich langweilig und durchsichtig, weil es in aller Regelmäßigkeit passiert. Und es ist unnötig, weil man bei uns prima aufhören kann, ohne irgendwelche negativen Kritiken erwarten zu müssen. Weder live noch hintenherum. Wir halten alle Türen offen, für jeden der gerne bei uns mittrainieren möchte und bereit ist, sich einzubringen. Das gilt  für Ehemalige und vor allem für solche, die etwas Vermissen, jenen Menschen, denen nach dem Aufhören des aktiven Trainings etwas Entscheidendes fehlt.

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Aikido / Budo, Allgemein

Zen-Wahrheit vom: 04.12.2008

Jörg Stappen | 4. Dezember 2008

Laßt euch nicht von anderen irremachen. Handelt, wenn es für euch
erforderlich ist, ohne Zögern und Zweifel.

Linji

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Allgemein

Mushin – Wann ist Verstand kein Verstand…?

Jörg Stappen | 17. Oktober 2008

“ Mushin” war der wesentlicher Leitbegriff, den Reynosa-Sensei auf dem Aikido-Seminar im Belgien verwendete. Daher soll hier der Versuch unternommen werden, dieses entscheidene Element der Budokünste und des Zens näher zu beschreiben.

Mushin (jap.): im wörtlichen Sprachgebrauch: „Unschuld“. In den Interpretationen des Budo steht der Begriff für die Absichtslosigkeit des Geistes (Freiheit vom Ich-Wollen), einen Zustand völliger Natürlichkeit und Unabhängigkeit vom dualistischen Denken, eine Geisteshaltung ohne Fixierungen irgendwelcher Art, offen für das intuitive Empfinden zusammenhängender Wirklichkeiten.

Dafür muss der Geist frei von belastenden Gedanken sein und darf nicht an Wunschvorstellungen oder Vorurteilen haften. Mushin – der leere Geist – steht daher für ein Empfinden, das in der Lage ist, die Situation ungetrübt von den eigenen Vorstellungen zu betrachten.

Mushin ist Teil des Zen-Buddismus. Einer seiner großen Lehrer bemerkte einmal: „Mushin ist das Denken des Körpers”. Weisheit und Wissen sind nicht dasselbe. Im täglichen Leben und in Unterhaltungen denken die meisten Menschen zuerst und antworten dann; aber sehr kluge Menschen benutzen ihre Weisheit und denken nicht. Sie sprechen und antworten aus Intuition (aus dem Bauch heraus). Weiterlesen & Fotos ansehen »

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Allgemein, Bericht

Neue Kontaktadresse Shingen-Aikido-Dojo

Peter Roskothen | 30. September 2008

Ab dem 29.09.2008 gilt eine neue Kontaktadresse und Rufnummer für alle Interessenten und Mitschüler. Bitte schauen Sie kurz in den Kontakt und notieren sich die neuen Daten. Herzlichen Dank!

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Allgemein, Seminar

Vier Schritte

Peter Roskothen | 16. September 2008

Ein sehr schönes Zitat aus Kung-Fu, der beliebten Fernsehserie, die den USA und Europa Budo näher gebracht hat:

  1. Lerne zuerst zu Leben
  2. Lerne dann nicht zu Töten
  3. Lerne dann mit dem Tod zu leben
  4. Lerne dann zu Sterben

Es hört sich an wie ein Spruch aus alten Zeiten, in denen noch ständig Samurai kämpften. Aber sicherlich hat das heute wie damals genau seine Richtigkeit. Wir reden im Budo immer wieder über das Sterben und auch über das Leben mit all seinen Zutaten. Auch lernen wir im Aikido “Nicht Zu Töten”. Wenn Euch etwas einfällt zu diesen Zeilen dann bitte raus damit als Kommentar. Uns gefallen die Zeilen sehr.

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Aikido / Budo, Allgemein, Philosophie

Konsequenzen

Grigory | 21. Juli 2008

Wir haben heute beim Training über das Aufhören gesprochen. Speziell bei Aikido war dann die Rede von der Härte des Trainings als einer der offiziellen Gründen. Wie ich schon erwähnt habe, es gibt Dojos, wo z.B. Verspätungen mit Liegestützen “bestraft” werden.

Nun stelle ich mir die Frage: warum wird so etwas praktiziert? Ich denke, es geht nicht um eine Strafe, denn so eine Sache wie Strafe ist ziemlich relativ. Nach meiner Meinung, geht es darum, den Schülern klar zu machen, dass alles in diesem Leben Konsequenzen hat. Damit meine ich nicht nur solche banale Sachen wie: ich habe mit einem Messer rumgespielt und nun habe ich eine Narbe. Sondern darum, dass jeder Schritt den wir machen, jede Geste, jedes Verhalten, das wir an den Tag legen, Konsequenzen mit sich zieht.

Alles was wir tun, hat Konsequenzen und meistens sind das Prozesse, die nicht umkehrbar sind. Vor allem wenn wir mit anderen Menschen agieren, muss uns das bewusst sein. Ich finde das verstehen bei weitem nicht alle, was seinerseits zu Spannungen und Konflikten führt. 

Die reale Welt hat nichts mit einer liebenden Mutter zu tun, die ihrem Kind alles verzeiht und immer eine weitere Chance anbieten. Und das ist gut so. Je früher man das lernt, desto besser. Daher die Liegestütze.

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Aikido / Budo, Allgemein, Etikette

Russian Martial Art System “Sibirskiy Viun”

Grigory | 19. Juni 2008

Ich möchte in diesem Artikel ganz kurz ein russisches Kampfsystem vorstellen. Das System heißt “Sibirskiy Viun”. Das Wort “Sibirskiy” heißt soviel wie “sibirische”, also aus Sibirien, einem geograffischen Region in Russland, welches rein zufällig meine Heimat ist. Das Wort “Viun” hat im Russischen zwei Bedeutungen, zu einem ist das die Bezeichnung einer Fischart (auf Deutsch wird es wohl Schlammpeitzger sein) – ein wendiger, schlangenartiger Fisch, und zum anderen ist das eine Kletter-Pflanze oder ein Bodendecker.

Der Name ist das Programm. Die Kraft des Angreifers wird reflektiert und umgeleitet. Es wird viel mit der physik des Körpers gearbeitet, um mit möglichst geringem Aufwand den Angreifer aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Ich habe dieses System vor paar Tagen auf Youtube entdeckt und möchte hier paar Links zum Anschauen anbieten:

Basics
Demo

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Allgemein

Jeder dritte Frau in Hessen hat eine psychische Störung

Grigory | 18. Juni 2008

… und da sagt man noch – alle Männer wären Schweine. Nein Scherze bei Seite, die FAZ berichtet, dass der Techniker Krankenkasse Informationen vorliegen, dass in Hessen jede dritte Frau und jeder sechste Mann aufgrund einer psychischen Störung 2006 ambulant behandelt wurde.

Depressionen, Überlastungen und Angststörungen – darunter leiden die Frauen mehr wie Männer. Dafür setzen die Männer auf Alkohol und bekommen Verhaltensstörungen.

Statistisch gesehen, verschrieben die Ärzte im vergangenen Jahr jedem gesetzlich Versicherten ca. 100 Tagesdosen an Psychopharmaka, im Jahr davor – 91, vor sechs Jahren waren es nur 76.

Ich gehe davon aus, dass dieses Bild mehr oder minder für ganz Deutschland gilt. Die Zahlen stehen ja für das Jahr 2006. Ich denke, dass die Situation in 2008 sich nicht verbessert hat.

Für mich sind diese Zahlen eine Darstellung davon, wie es um die westliche Welt steht. Der weiße Christ hat versagt. Es nützt nichts davor die Augen zu verschließen. Es nützt auch nichts „Ja aber …“ zu nuscheln und in Demagogie, und Klugscheißerei zu verfallen. Wenn ein Drittel einer Gesellschaft unter psychischen Störungen leidet ist da definitiv etwas nicht in Ordnung. Das ist ein gesellschaftliches Problem und genauso wie bei der Arbeitslosigkeit, wird es zum Versagen des Einzelnen verdreht.

Es ist an der Zeit endlich den Tatsachen in die Augen zu schauen. Es ist an der Zeit endlich etwas zu unternehmen. Wenn es noch nicht zu spät ist.

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Allgemein, Menschliches, Philosophie

Ein Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Kampfkünste

Tobias | 10. Juni 2008

Ich würde mit diesem etwas längeren, zeitlich einnehmenderen und auch ausführlicherem Artikel gerne die Entstehung der verschiedenen Kampfkünste bzw. Systeme auf den verschiedenen Kontinenten reflektieren, da man als engagierter Kampfkunstschüler ja wissen möchte, wo das vorgebetete herkommt. Damit es nicht vorgebetet bleibt, sondern verstanden wird, halte ich persönlich eine historische Reflexion für wichtig, da man in der historischen Entwicklung oft auch technische und philosophische Konzepte und deren Wurzeln wiederfindet, und man nur so bewerten kann, ob das gelernte überhaupt tieferen Sinn und Zweck, und wenn ja, welchen Sinn und Zweck es hat.

Es werden in dem Artikel natürlich nicht alle Kampfkünste behandelt, sondern exemplarisch einige Kampfkünste für jeden Kontinent und einige Kulturkreise vorgestellt.

Vor allem der Zusammenhang und der Ursprung der verschiedenen Kampfkünste soll in den Vordergrund gestellt werden und nicht die Philosophie und das Konzept jeder einzelnen Kampfkunst. Die generelle Tendenz der Kampfkünste in den einzelnen Kulturkreisen ist das, was dem Leser dieses Artikels nahegelegt werden soll..

Im übrigen enthält dieser Artikel mit Nichten irgendeine Wertung welche Kampfkunst die bessere sei. Auch wenn ein leichter Fokus auf den japanischen Kampfkünsten entstanden sein könnte dadurch, dass ich selbst Judo und Aikido trainiere, und dies in erster Linie eine Reflexion für mich selbst ist, um zu verstehen wo das herkommt, was ich tue. Ich hoffe aber, dass dies eurem Interesse an diesem Artikel keinen Abbruch tut und ihr gerne lest.

In diesem Sinne.

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Allgemein, Bericht, Historisch

Angst und Aggression

Grigory | 1. Juni 2008

Ich bin heute auf ein Beitrag von Tobias gestossen. Der hat mich dazu inspiriert dieses Thema aufzugreifen.

Angst liegt jeder Aggression zu Grunde. Jeder Mensch hat mehrere Sphären um sich herum, deren Verletzung zu einer Reaktion führt. Unser Verstand sendet ein Warnsignal aus (Angst) und unser System reagiert. Zu den Reaktionen komme ich später.

Bei diesen “Sphären” (mir fällt leider kein besserer Begriff ein) handelt es sich um Bereiche unserer Persönlichkeit, die gewissen Zugangsregeln unterliegen. Es kann die Privatsphäre sein, zu der nur die engsten vertrauten zugelassen sind, z.B. das Liebesleben oder persönliche Probleme. Wird ein fremder versuchen, diesen Bereich zu betreten, werten wir das als Bedrohung aus. Als nächstes könnte man sich die (ich nenne die mal) soziale Sphäre vorstellen. Als Beispiel: Was habe ich in meinem Urlaub so getrieben. Das würde ich mit meinen Freunden und guten Bekannten gerne teilen, wenn aber eine weniger bekannte Person dazu Fragen stellt werde ich misstraurig und antworte ungern oder gar nicht, denn mein Instinkt warnt mich vor Bedrohung. Soviel zu den Bereichen, die im sozialen Kontakt verletzt werden können.

Fühlen wir uns bedroht, also empfinden eine Form von Angst, so gab es bis vor 40-50 Jahren in Psychologie zwei mögliche Reaktionen, die unser Verstand uns anbietet. Die erste ist Wut, Zorn und ähnliches. Die Konsequenz ist der Angriff. Wut gab uns den Kick, den wir damals als Höllenmenschen, für einen Angriff gebraucht haben. Das ist heute immer noch so. Natürlich sind wir heute in unseren Reaktionen durch soziale Normen stärker als damals gebunden. Was aber die ursprüngliche Reaktion angeht – da hat sich nichts geändert. Man sieht es auch daran, dass eben nicht alle ihre Wut unter Kontrolle haben. Die Menschliche Psyche schafft es nicht, sich in so einem kurzen Zeitraum (ich spreche hier von paar Tausend von Jahren) an die gesellschaftliche Gegebenheiten vollständig anzupassen.

Die zweite Reaktionen, die möglich ist, ist die Flucht. Hier ist soweit alles klar oder? Wird die Situation als viel zu gefährlich eingestuft und es existiert eine Fluchtmöglichkeit – laufen wird eben weg. Sind wir in der Sackgasse – erstarren wir, wir flüchten in uns selbst.

Die dritte Reaktion, und hier wird es für mich sehr interessant, ist das Aufgeben. Die kam nämlich erst vor kurzem dazu (eben vor 40-50 Jahren). Die bedrohte Person gibt einfach auf und weder kämpft noch flüchtet. Viele Depressionen in der heutigen Gesellschaft entstehen übrigens genau auf diesem Wege.

Jeder Mensch ist anders gestrickt, jeder hat eigene Grenzen, die die anderen nicht betreten dürfen. Es gibt dann die so genannte soziale Kompetenz und auch Empathie, um bei einem Kontakt zu erkennen, welche Bereiche des anderen man lieber in Ruhe lässt. Das beherrschen bei weitem nicht alle. Jeder hatte schon mal eine Situation, wo er sich mit Worten “Was geht denn dich das an?!” wehren musste. Die Kunst zu kommunizieren ist eben nicht angeboren (sonst gäbe es auch nicht so viele Bücher bei Amazon zum Thema Kommunikation)

Schwierig wird es auch, wenn eine Person unter einer Störung in diesem Bereich leidet. Jetzt nicht eine Störung mit der man sofort in eine Anstalt eingeliefert werden sollte, sondern sagen wir mal eine kleine Abweichung von der Norm. Als Beispiel findet man oft das Thema Anerkennung. Es gibt tatsächlich Menschen, die eine Nicht-Anerkennung ihrer Person oder ihre Leistung als eine Bedrohung werten. Die häufigste Reaktion ist dann eben Aggression.

Nicht umsonst sagte Reynosa-Sensei: euch soll egal sein, was die anderen von euch denken … der Mann kennt sich eben aus. 

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Allgemein, Menschliches

Mord und Totschlag

Peter Roskothen | 31. Mai 2008

Wir dürfen nie vergessen, wie mächtig Aikido als Hilfe im Leben ist, wenn jemand uns töten, vergewaltigen oder berauben will. Erst in den letzten Tagen konnten wir wieder von einer Krefelderin lesen, die nur durch sofortige Hilfe mehrerer couragierter Menschen gerettet werden konnte.

Die Frau wurde laut Zeitungsberichten von einem Mann angesprochen mit den Worten “Du kommst jetzt mit.”. Als die Frau weglaufen wollte, stach der Mann auf Sie ein und verletzte sie schwer in Hals und Brust. Nur durch zu Hilfe eilende, mutige Menschen konnte der Mann davon abgehalten werden die Frau zu ermorden. Außerdem war einer der Feuerwehrleute so gut drauf, die blutende Wunde am Hals not zu verarzten, so daß die Frau überlebte.

Der Täter wurde später gestellt und verhaftet. Man fand am Tatort Handschellen und Klebeband. Vermutlich war der Mann ein Serientäter, der die Frau verschleppen und vergewaltigen wollte. Vielleicht hatte er außerdem vor, sie danach zu ermorden. Weiterlesen & Fotos ansehen »

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