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Konsequenzen

Grigory | 21. Juli 2008

Wir haben heute beim Training über das Aufhören gesprochen. Speziell bei Aikido war dann die Rede von der Härte des Trainings als einer der offiziellen Gründen. Wie ich schon erwähnt habe, es gibt Dojos, wo z.B. Verspätungen mit Liegestützen “bestraft” werden.

Nun stelle ich mir die Frage: warum wird so etwas praktiziert? Ich denke, es geht nicht um eine Strafe, denn so eine Sache wie Strafe ist ziemlich relativ. Nach meiner Meinung, geht es darum, den Schülern klar zu machen, dass alles in diesem Leben Konsequenzen hat. Damit meine ich nicht nur solche banale Sachen wie: ich habe mit einem Messer rumgespielt und nun habe ich eine Narbe. Sondern darum, dass jeder Schritt den wir machen, jede Geste, jedes Verhalten, das wir an den Tag legen, Konsequenzen mit sich zieht.

Alles was wir tun, hat Konsequenzen und meistens sind das Prozesse, die nicht umkehrbar sind. Vor allem wenn wir mit anderen Menschen agieren, muss uns das bewusst sein. Ich finde das verstehen bei weitem nicht alle, was seinerseits zu Spannungen und Konflikten führt. 

Die reale Welt hat nichts mit einer liebenden Mutter zu tun, die ihrem Kind alles verzeiht und immer eine weitere Chance anbieten. Und das ist gut so. Je früher man das lernt, desto besser. Daher die Liegestütze.

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Aikido / Budo, Allgemein, Etikette

Seminar und Prüfungen

Peter Roskothen | 4. April 2008

Am vergangenen Samstag kamen Sabine und Jürgen, sowie 6 weitere Aikidoka aus Siegen zu uns nach Vorst zum Seminar. Mit dabei auch Anke und Christian aus Pirmasens. Die Siegener haben uns dabei viel beigebracht und einige unserer Mitschüler aus Vorst geprüft.
Für mich persönlich waren nicht nur die Lerninhalte und Prüfungen sehr schön, sondern vor allem auch die Freundschaftlichkeit der Aikidoka untereinander. Die zehn angereisten, sehr netten Menschen kamen extra zu uns und opferten ihre Zeit für unser aller Weiterkommen.

Um es kurz zusammen zu fassen: es war sehr anstrengend. Für Euch alle war es eine besondere Herausforderung, die Ihr offen und hervorragend absolviert habt! Es erfüllt uns mit viel Respekt und Freude, daß Ihr so intensiv und aufmerksam dabei und alles gegeben habt.

An das Tomodachi Aikido Dojo sowie Anke und Christian geht unser großer Dank und ein besonders herzlicher Gruß!

Tobi und Stephan bei Ihrer PrüfungEine sehr anstrengede Prüfung mit unzähligen RollenNoch ein paar extra Fallübungen, um wieder zu Atem zu kommenTobias und Stephan bedanken sich bei den UkesNick, unser Jüngster erhält seine UrkundeGratulation zur bestandenen PrüfungSabine und JürgenGeraldine überreicht ein kleines Danke AbgrüßenGegenseitiger Dank

Vielen Dank an Susanne und Lothar für den Besuch und die sehr schönen Fotos (oben)!

Weitere Fotos von Stefan – herzlichen Dank:

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Aikido / Budo, Aikido Fotos, Etikette, Seminar, Termine, Tugenden

Rei – Die Höflichkeit in den Kampfkünsten als Weg zur inneren Stärke

Tobias | 16. Januar 2008

Was bedeutet Rei in den Kampfkünsten? Zumeist wird dieses japanische Ideogramm mit „Höflichkeit“, „Etikette“, „Respekt“ oder „Ehrerbietung“ übersetzt. Dies ist terminologisch sicher richtig, bezeichnet jedoch nicht korrekt die Bedeutung in seiner Gesamtheit.

Wozu verbeugt man sich im Training einer Weglehre (Budo) vor dem Stilgründer und seinen Mittrainierenden denn? Dieser Verbeugungen, Shihan – ni – rei und Otagi – ni – rei, zeigen mehr als nur den Respekt voreinander, wie in „sportifizierten“ Budokünsten, wie der heute oft als Wettkampfsport ausgelegten ehemaligen „Weglehre der Sanftheit“, besser bekannt unter dem Namen „Judo“.

Grade das Shihan – ni – rei, dass nach außen wie eine nebensächliche, routineartige und nur in der Tradition begründete Ehrerbietung dem Stilbegründer gegenüber aussieht, ist tatsächlich eine im Budo grundlegende Übung zur Demut. Allein das demütige Verhalten und der ernst gemeinte Respekt kann im Budo zur richtigen inneren Haltung führen, die jeder zur erlernenden Technik voraus gehen muss, da eine formvollendete Technik ohne richtige Haltung zur gefährlichen Waffe gegenüber dem Umfeld des Übenden wird, wenn er das Erlernen einer schadenanrichtenden Technik über das Erlernen der rechten Haltung, die die Technik bändigen muss, stellt.

Ohne den ehrlichen Respekt ausgedrückt durch die Verbeugung also das Rei kann also kein ernsthafter Kampfkunstübender trainieren, da ohne Respekt keine Kampfkunst als Kampfvermeidungskunst und Weglehre existieren kann.

Der okinawaische Karate-Do Großmeister Funakoshi stellte daher an die erste Stelle seiner Shoto – niju – kun also die 20 Regeln des von ihm begründeten Shoto – kan – ryu – karate – do die Formulierung „ Karate – do beginnt mit Respekt und endet mit Respekt“.

Mit diesen Worten drückt Meister Funakoshi gleichzeitig die grundsätzliche Philosophie aus, die sch im Aikido durch die Silbe „Ai“ (jap. für „Liebe“, „Harmonie“) manifestiert.

Ohne den hier ausgedrückten Respekt kann kein Fortschritt erreicht werden, da man zu jedwedem Angreifer eine Verbindung herstellen muss (Zanshin) um ihn verstehen zu können, damit eine Verteidigung im Sinne des Aikido stattfinden kann.

Nicht Zerstörung sondern Zan-shin führt zum Ende des Konflikts. Die Einsicht stoppt den Angreifer, da das Gewissen die letztendliche Instanz jedes Entscheidungsprozesses ist.

Demut und Respekt führen allein zur liebenden Macht, die jeden Konflikt im Keim erstickt.

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Grundschule und Basics im Dojo

Peter Roskothen | 24. Juni 2007

Der Autor “Bambusregen” schreibt über die Grundschule und Basics im Budo. Er oder sie (?) beschreibt zwar seine Gedanken beim Besuch und Training des Iaido, jedoch ist das unbedingt auch übertragbar auf Aikido, so wie wir es trainieren.

Es lohnt sich, diesen Artikel zu lesen. Weiter so Bambusregen; ein schöner Blog!

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Aikido / Budo, Allgemein, Etikette

Das Dojo – Ein Ort der Sammlung

Michael | 22. Mai 2007

Ein Dojo ist ein Ort der inneren Sammlung und besitzt daher einen würdevollen (heiligen) Charakter. Hier werden keine Tätigkeiten verrichtet, die nicht in Bezug zum Lernen bzw. Üben stehen. Durch die genaue Vorgabe der Einrichtung eines Dojos, wird ihm dieser tempelartige Charakter verliehen.

Seine vier Seiten stehen für die vier verschiedenen Himmelsrichtungen (shiho). Die so genannte Ehrenseite eines Dojos heißt „Kamiza“ und beschreibt den Ort wo sich die Götter (Kami) befinden. Sie befindet sich gegenüber dem Eingang und beherbergt auch den Schrein (Shinzen), der O’Sensei gewidmet ist.
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich „Shimoza“. Dies ist die Seite, auf der die Schüler sitzen. Die Anfänger sitzen auf der rechten Seite und mit zunehmender Erfahrung darf sich ein Schüler weiter links platzieren. Zuschauer und geladene Gäste sitzen auf der rechten Seite eines Dojos. Sie wird „Shimozeki“ genannt. Die verbleibende Seite heißt „Joseki“ (auch „Yoseki“) und bietet den vom Lehrer geladenen Assistenten platz.

Diese Organisation ist ein Sinnbild für eine Rotation. Man beginnt ganz rechts bei Shimozeki, entwickelt sich entlang Shimoza Schritt für Schritt zu Joseki und wird selbst mit der Zeit zu einem Lehrer.

dojo shiho

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“Shu Ha Ri” – die Lernstufen im Budo / Aikido

Peter Roskothen | 4. April 2007

“Shu-Ha-Ri” ist der japanische Begriff für die Entwicklung beim Lernen von Budo / Aikido.

“Shu” bedeutet laut Masayuki Shimabukuro entweder “erhalten” oder “gehorchen”. Der Anfang vom Aikido-Training ist hier gemeint, in dem der Schüler mit Enthusiasmus lernt, was der Lehrer zeigt. Ein Teil davon ist die Akzeptanz der Korrektur durch den Lehrer (Anm.: besser sogar die Dankbarkeit dafür), aber wie alles im Leben hat auch “Shu” noch eine andere Seite, nämlich den Schutz des Schülers durch den Lehrer. Für den Lehrer / Sensei bedeutet das, den Schüler zu motivieren, ihm das Lernen zu erleichtern und den Schüler zu fördern.

Ziel der “Shu”-Stufe ist das Erlernen gleicher Formen und Techniken, die bei allen Schülern die gleichen Anlagen haben sollen, gleich welcher Charakter, welcher Körper und welche Voraussetzungen. Diese Formen und Techniken sind die Grundlage für alle zukünftigen Aktivitäten, das Weiterlernen.
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“Etikette” – was ist das und wofür ist das – eine Erklärung für Kinder

Peter Roskothen | 18. März 2007

Wir reden im Aikido oft über “Etikette”. Aber kaum jemand weiß, was sich hinter dem Wort verbirgt.

Es hat nichts mit Kette oder einem Preisschild zu tun, sondern heißt soviel wie “gutes Benehmen” oder “Guter Ton” oder “Gute Manieren”. Ihr habt auch alle eine “Etikette”, ein Benehmen. Das gute Benehmen wird Euch schon von den Eltern und Großeltern beigebracht. Das fängt damit an, daß man morgens “Guten Morgen” sagt und abends “Gute Nacht” oder “Ich hab Dich lieb” sagt. Und man kann noch ganz viele andere Beispiele finden wie das Essen mit Messer und Gabel (in Japan mit Stäbchen). Und daß man nicht am Tisch rüplst oder schlürft.
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Nach dem Training beim Hakamafalten

Geraldine und Peter Roskothen | 2. März 2007

…guckten alle mal hin, wie das geht. Es macht Spaß einen Hakama zu falten und gehört zu den Aufgaben eines Aikidoka (auch eine Technik). Diese Art des Respektes gegenüber dem Kleidungsstück, gegenüber den Falten/Tugenden des Hakama, ist eine der wesentlichen Grundlagen, die im Aikido an allen Ecken und Enden dazugehören. Die Form und der Inhalt. Spaß macht es wie so oft…

Hakamafalten nach dem Freitagtraining
Ein Foto von einem Freitagstraining.

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