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Ein Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Kampfkünste

Tobias | 10. Juni 2008

Ich würde mit diesem etwas längeren, zeitlich einnehmenderen und auch ausführlicherem Artikel gerne die Entstehung der verschiedenen Kampfkünste bzw. Systeme auf den verschiedenen Kontinenten reflektieren, da man als engagierter Kampfkunstschüler ja wissen möchte, wo das vorgebetete herkommt. Damit es nicht vorgebetet bleibt, sondern verstanden wird, halte ich persönlich eine historische Reflexion für wichtig, da man in der historischen Entwicklung oft auch technische und philosophische Konzepte und deren Wurzeln wiederfindet, und man nur so bewerten kann, ob das gelernte überhaupt tieferen Sinn und Zweck, und wenn ja, welchen Sinn und Zweck es hat.

Es werden in dem Artikel natürlich nicht alle Kampfkünste behandelt, sondern exemplarisch einige Kampfkünste für jeden Kontinent und einige Kulturkreise vorgestellt.

Vor allem der Zusammenhang und der Ursprung der verschiedenen Kampfkünste soll in den Vordergrund gestellt werden und nicht die Philosophie und das Konzept jeder einzelnen Kampfkunst. Die generelle Tendenz der Kampfkünste in den einzelnen Kulturkreisen ist das, was dem Leser dieses Artikels nahegelegt werden soll..

Im übrigen enthält dieser Artikel mit Nichten irgendeine Wertung welche Kampfkunst die bessere sei. Auch wenn ein leichter Fokus auf den japanischen Kampfkünsten entstanden sein könnte dadurch, dass ich selbst Judo und Aikido trainiere, und dies in erster Linie eine Reflexion für mich selbst ist, um zu verstehen wo das herkommt, was ich tue. Ich hoffe aber, dass dies eurem Interesse an diesem Artikel keinen Abbruch tut und ihr gerne lest.

In diesem Sinne.

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Allgemein, Bericht, Historisch

Japan Tag in Düsseldorf

Peter Roskothen | 3. Juni 2007
Es war beeindruckend, welche Menschenmengen sich durch die Gassen der Altstadt quälten, um den Japan-Tag am gestrigen 02. Juni anzusehen. Allerdings war es wohl überwiegend dem guten Wetter und dem guten Marketing zu verdanken, daß viele Menschen kamen. Eher unspektakulär und unaufdringlich waren die Veranstaltungen – ganz japanisch zurückhaltend. Die Budoveranstaltungen waren gut besucht, auch wenn der Moderator zu Unrecht immer wieder von Sport redete, denn überwiegend wurde mit den Vorführungen von Kendo, Iaido, Kyudo, Naginata und Aikido schnell klar, daß es sehr konzentriert zuging und guten inneren Werten der Budoka dient. Die Aikido-Vorführung von Asai-Sensei und seinen Schülern war in meinen Augen sehr stimmig und wurde mit der richtigen Mischung aus Ruhe und Realitätsnähe präsentiert. Besonders schön die Techniken, die Asai-Sensei mit seinen erfahrenen Schülern und auch einer Anfängerin vorführte.Neben verschiedensten Möglichkeiten für das Spiel Go, Kaligraphie und Origami, gab es eine sehr detailgetreue und liebevoll präsentierte Samurai-Gruppe Takeda e.V., die verschiedene Tätigkeiten und Kleidungen der japanischen Vergangenheit präsentierte.

So hat sich der Japan-Tag auch deshalb gelohnt, weil die japanische Kultur den Europäern sehr engagiert nagegebracht wurde. Herzlichen Dank an alle Beteidigten.

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Aikido / Budo, Historisch, Termine

Aikido und Waffen

Peter Roskothen | 12. März 2007

Aikido entstand zu einem großen Teil aus der Schwertkunst. Es ist daher nicht verwunderlich, daß man auch Waffen im Aikido trainiert. Jo und Bokken/Ken sind nur zwei von vielen Waffen, die im Aikido Platz haben. Darauf hatte sich O´Sensei Morihei Ueshiba in seinem Alter konzentriert. Weiterhin lernt man auch auf das Tanto (Messer) und moderne Waffen zu reagieren oder besser zu agieren. Das können auch mal Flaschen sein, mit denen man angegriffen wird.

Mit dem Jo und dem Bokken zu trainieren, hilft vielen Aikidoka auch im Verständnis des waffenlosen Trainings (Taijutsu) und anders herum.
Man lernt die Waffen durch das Training einzuschätzen in Reichweite, Handhabung, Schnelligkeit und Verletzungsrisiko. Wenn wir Jo/Ken-Suburi oder Kumi-Jo/-Tachi üben, dann dient es nicht nur dazu, den Abstand, die Reaktion, die Aufmerksamkeit zu schulen, sondern auch den Respekt vor der Waffe zu bekommen. Auch lernt man mit der Angst umzugehen, die man vor einem Angriff mit Waffen hat. Erst durch das Üben mit der Waffe, weiß man, wie sie wirkt und wie weitreichend sie ist.
In der Übung mit den Waffen finden wir auch uns selbst wieder. Das ist schwerer zu erklären als zu erleben, wenn man es denn ein paar Jährchen (oder besser Jahrzehnte) übt und immer wieder drüber nachdenkt. Aber O´Sensei hat es in einem Dõka (jap. Gedichte über den Weg) trefflich beschrieben:

“Der druchdringende Glanz eines
Schwertes, das von einem Mann
des WEGES geführt wird, schlägt
nach dem bösen Feind, der
tief im eigenen Körper und Geist lauert.”

Zitat Morihei Ueshiba aus Budõ

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Grundlagen, Historisch, Philosophie, Techniken, Waffentraining

Aikido für Kinder – eine Erklärung für Jugendliche und Kinder

Geraldine und Peter Roskothen | 7. Februar 2007

Was ist Aikido?
Aikido kommt aus Japan und ist eine Kampfkunst. Ganz genau gesagt, ist es eine Kampfvermeidungskunst. Also die Kunst keinen Kampf zu haben.

Wer hat Aikido denn erfunden?

Das war der Japaner Morihei Ueshiba, genannt O-Sensei (zu deutsch: “Großer Lehrer”). O-Sensei war nur etwa 1.52 Meter groß und hatte sein ganzes Leben lang gekämpft. Dann wollte er keinem Menschen mehr weh tun und hat Aikido erfunden. O-Sensei wurde am 14. Dezember 1883 im japanischen Tanabe geboren und er starb am 26. April 1969. Er hat Aikido erfunden, weil es nicht aggressiv und nicht tödlich ist, aber trotzdem total wirksam ist.

Warum wird O-Sensei “Großer Lehrer” genannt, wenn er nur 1.52 Meter groß war?
Weil er so toll Aikido konnte und uns das Aikido erfunden hat. Man sagt O-Sensei aus Respekt vor seiner Kunst und seiner Liebe.

Wie geht Aikido?
So wie Ihr es bei uns lernt. Man macht sich ganz ausführlich warm und kann dann Techniken lernen. Dazu benötigt man einen oder mehrere Uke (Angreifer, die einem aber nicht wehtun, sondern nur angreifen damit man selber üben kann) und den Nage (den, der die Technik übt). Draußen im Leben geht Aikido indem man Konflikte nicht provoziert, also nichts dazu tut, daß jemand aggressiv wird. Wenn man doch einmal in eine brenzlige Situation kommt, dann kann man mit Aikido prima Selbstverteidigung machen, ohne jemand anderem weh zu tun.

Wie kann man das machen?
Aikido ist anders als z.B. Judo oder Karate. Man braucht nicht stark, groß und schnell zu sein. Das hilft sowieso nicht, wenn man einen trifft, der stärker, größer und schneller als man selber ist. Ihr könnt die Kraft eines Angriffs umlenken und dazu nutzen, den Angreifer unter Kontrolle zu bringen. Außerdem lernt Ihr beim Aikido ganz viel Aufmerksamkeit, sechsten Sinn und Höflichkeit gegenüber anderen. Das hilft sowieso am Besten.

Gibt es Wettkämpfe?
Nein, gibt es nicht. Aber es gibt von Zeit zu Zeit Prüfungen.

Sind Prüfungen schlimm?
Nein, die dienen dazu noch mehr zu lernen und zu erkennen, was man selbst noch verbessern kann.

Gibt es beim Aikido Gürtel mit Farben?
Nein, wir haben keine und das hat folgenden Grund: der weiße Gürtel und der weiße Gi (der Anzug) symbolisiert Sauberkeit und Reinheit. Man soll den Kopf frei haben für das Training und für seine Mitschüler und Lehrer. Wenn man einen farbigen Gürtel trägt, dann glaubt man besser zu sein als jemand anders. Normaler Weise kriegt man dann eine rein, weil einem so was überhaupt nicht hilft im Leben.

Wie kann ich denn mit Euch Aikido üben?

Wenn Ihr noch nie da wart, dann kommt mit Euren Eltern mal vorbei. Bringt einen Trainingsanzug und ein paar Badeschlappen mit. Schneidet Euch alle Fingernägel und Fußnägel kurz und tragt beim Training keinen Schmuck oder Haarspangen oder Uhren oder Armbänder. Ihr könnt mal reinschnuppern und ein paar Mal trainieren und fragt dann Eure Eltern, ob Ihr Mitglied im TV-Vorst werden dürft. Wenn Ihr schon Mitglieder seid dann braucht Ihr Eure Eltern das nicht zu fragen, aber Eure Eltern müssen gut wissen, wann und wo Ihr trainiert. Bitte sagt Euren Eltern genau Bescheid und erzählt Ihnen auch ganz viel über Aikido, damit sie wissen wie toll das ist und vielleicht auch selber mitmachen :-)

Wie kann ich noch mehr über Aikido lernen?

Sucht mal mit Euren Eltern zusammen im Internet nach Aikido. Da gibt es noch viel mehr Informationen. Auch auf dieser Webseite vom Aikido-Shingen-Dojo findet Ihr ganz viel. In Zukunft gibt es noch mehr. Übringens könnt Ihr hier auch Kommentare schreiben und auch selbst Artikel schreiben. Fragt uns einfach wie das geht.

Wo kann man denn die ganzen japanischen Begriffe nachsehen, die wir so alle sagen?
Am Anfang braucht Ihr nur ganz wenige Ausdrücke zu wissen:
Onegai shimasu – “Tue mir was Gutes” oder “Bitte trainiere mit mir”
Domo arigato gozaimashita – “Ganz herzlichen Dank”
Arigato gozaimashita – “Vielen Dank”
ichi • ni • san • shi • go • roku • shichi • hachi • kyũ • ju – Zahlen von 1 bis 10
(das ist nur ein Zählsystem im Japanischen, es gibt z.B. noch eines für Sachen und eines für Personen)
ju-ichi • ju-ni • ju-san • ju-shi • ju-go • ju-roku • ju-shichi • ju-hachi • ju-kyũ • ni-jũ – Zahlen von 11-20
ni-ju-ichi – 21…

Hier könnt Ihr viele Ausdrücke sehen und auch anhören (in japanischer Aussprache). Diese Ausdrücke werden ganz anders gesprochen als man sie liest >>. Das “r” zum Beispiel, sprechen die Japaner fast so aus wie wir das “l”.
(wird bald fortgesetzt)

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Der Hakama – eine Verpflichtung im Leben

Geraldine und Peter Roskothen | 25. Januar 2007

Der Hakama (Hosenrock) ist ein wirklich schönes Kleidungsstück. Es verführt immer wieder die Menschen genauer hinzusehen und sich von dieser Äußerlichkeit beeindrucken zu lassen. Das ist aus unserer persönlichen Sicht in Ordnung, wenn der Mensch der drinsteckt weiß, warum er getragen wird und wie der Hakama zu tragen, zu falten und zu respektieren ist.

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Aikido / Budo, Historisch, Philosophie

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