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Gewalt in Deutschland – Budo hilft

Peter Roskothen | 13. Januar 2008

Gewalt hat es in Deutschland schon immer gegeben und sie ist nicht erst seit dem brutalen Überfall auf den Schuldirektor in der Münchener U-Bahn akut. Natürlich rückt diese Art von Gewalt gerade jetzt in den Blickpunkt der Medien, denn es gab Videoaufnahmen, welche den Medien in der Deckung der Sensationsgier ihrer Zuschauer entgegen kommt. Aber es gibt noch ganz andere Arten von Gewalt, sei es in der Ehe, eine Vergewaltigung, ein Mißbrauch, das Mobbing, das Stalking oder die Erpressung, die von Medien gar nicht oder nur unzureichend gezeigt und besprochen werden. Auch die leidliche Diskussion um härtere Strafen wird keinen dieser asozialen Menschen abschrecken, das beweist schon die Todesstrafe. Ich vermute, daß sich entgegen der Meinung des Focus-Magazins mit Nutzungsmöglichkeiten des Handys in der U-Bahn keine solche Straftat verhindern läßt, denn ein Anruf dauert lange und bis die Polizei auf solch einen Notruf reagieren kann, ist der Überfall vermutlich in den meisten Fällen bereits passiert.

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Mit Aikido ist mein Leben geregelter

Tessa | 9. Dezember 2007

Ich mache ungefähr ein halbes Jahr Aikido und es hilft mir nicht nur, mich zu verteidigen, sondern auch in mein Privatleben. Mit Aikido ist mein Leben geregelter. Durch Aikido schreibe ich bessere Noten, weil in Aikido die Aufmerksamkeit geschult wird. Aber auch andere Sachen werden dort trainiert. Es hat sogar mal mein Leben gerettet, als ich fast vom Auto überfahren wurden bin. Es lohnt sich Aikido zumachen. Wenn du dich verteidigen möchtest, hilft es dir. Dort wird auch Höfflichkeit geschult b.z.w Etikette und Respekt trainiert. Das heißt aber nicht gleich übermütig zuwerden.

(PS: Für Rechtschreibfehler keine Haftung.)

Ende, das war ein Bericht von Tessa Stappen
(Tessa ist 12 Jahre alt)

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“Etikette” – was ist das und wofür ist das – eine Erklärung für Kinder

Peter Roskothen | 18. März 2007

Wir reden im Aikido oft über “Etikette”. Aber kaum jemand weiß, was sich hinter dem Wort verbirgt.

Es hat nichts mit Kette oder einem Preisschild zu tun, sondern heißt soviel wie “gutes Benehmen” oder “Guter Ton” oder “Gute Manieren”. Ihr habt auch alle eine “Etikette”, ein Benehmen. Das gute Benehmen wird Euch schon von den Eltern und Großeltern beigebracht. Das fängt damit an, daß man morgens “Guten Morgen” sagt und abends “Gute Nacht” oder “Ich hab Dich lieb” sagt. Und man kann noch ganz viele andere Beispiele finden wie das Essen mit Messer und Gabel (in Japan mit Stäbchen). Und daß man nicht am Tisch rüplst oder schlürft.
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Aikido

Leoni | 8. März 2007

Aikido ist eine moderne japanische Kampkunstart, der Name setzt sich so zusammen: Ai= Harmonie, Ki= Energie, Atemkraft, Do= Weg. Frei übersetzt heißt es Weg der harmonischen Geistes! Bei Aikido geht es hauptsächlich darum, die Energie des Angreifers zu nutzen. Aikido eignet sich nicht für “Schläger”, die ganz schnell ein paar Tricks lernen wollen, sondern eher für die Menschen, die Ruhe haben.

Erfunden wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts von Morihei Ueshiba (14.12.1883-26.4.1969). Er war das vierte Kind und ältester Sohn einer wohlhabenden Familie. Der Vater Yoroku Ueshiba war ein angesehener Bauer und seine Mutter Yuki Itokawa stammte aus eineradeligen, landbesitzenden Familie. Mit ungefähr sieben Jahren studierte er buddhistische Schriften. Weil Ueshiba seine Träume öfter träumte, unterwies sein beunruhigter Vater ihn dann mit schwimmen. Ueshiba absolvierte die höhere Grundschule in Tanabe, anschließend ging er auf die Mittelschule, die er aber nicht lange besuchte und sich stattdessen entschloss, sein Sudium auf der Handelsschule von Yoshida neu aufzunehmen.. Bis zu seinem Tod verfeinerte und lehrte er Aikido. Es gibt aber auch viele Legenden über ihn. Ueshiba, der auch O-Sensei (japanisch: Großer Lehrer) genannt wird, war ein Experte mit Stäben, Speeren und Schwertern. Ueshiba hat die Kampfkunst weiterentwickelt. Leider ist aufgrund der wiederholten Ortswechsel Ueshibas keiner seiner Schüler in der Lage gewesen, dem Lehrer auf dem ganzen weg zu folgen.

Leoni (13 Jahre)

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Aikido für Kinder – eine Erklärung für Jugendliche und Kinder

Geraldine und Peter Roskothen | 7. Februar 2007

Was ist Aikido?
Aikido kommt aus Japan und ist eine Kampfkunst. Ganz genau gesagt, ist es eine Kampfvermeidungskunst. Also die Kunst keinen Kampf zu haben.

Wer hat Aikido denn erfunden?

Das war der Japaner Morihei Ueshiba, genannt O-Sensei (zu deutsch: “Großer Lehrer”). O-Sensei war nur etwa 1.52 Meter groß und hatte sein ganzes Leben lang gekämpft. Dann wollte er keinem Menschen mehr weh tun und hat Aikido erfunden. O-Sensei wurde am 14. Dezember 1883 im japanischen Tanabe geboren und er starb am 26. April 1969. Er hat Aikido erfunden, weil es nicht aggressiv und nicht tödlich ist, aber trotzdem total wirksam ist.

Warum wird O-Sensei “Großer Lehrer” genannt, wenn er nur 1.52 Meter groß war?
Weil er so toll Aikido konnte und uns das Aikido erfunden hat. Man sagt O-Sensei aus Respekt vor seiner Kunst und seiner Liebe.

Wie geht Aikido?
So wie Ihr es bei uns lernt. Man macht sich ganz ausführlich warm und kann dann Techniken lernen. Dazu benötigt man einen oder mehrere Uke (Angreifer, die einem aber nicht wehtun, sondern nur angreifen damit man selber üben kann) und den Nage (den, der die Technik übt). Draußen im Leben geht Aikido indem man Konflikte nicht provoziert, also nichts dazu tut, daß jemand aggressiv wird. Wenn man doch einmal in eine brenzlige Situation kommt, dann kann man mit Aikido prima Selbstverteidigung machen, ohne jemand anderem weh zu tun.

Wie kann man das machen?
Aikido ist anders als z.B. Judo oder Karate. Man braucht nicht stark, groß und schnell zu sein. Das hilft sowieso nicht, wenn man einen trifft, der stärker, größer und schneller als man selber ist. Ihr könnt die Kraft eines Angriffs umlenken und dazu nutzen, den Angreifer unter Kontrolle zu bringen. Außerdem lernt Ihr beim Aikido ganz viel Aufmerksamkeit, sechsten Sinn und Höflichkeit gegenüber anderen. Das hilft sowieso am Besten.

Gibt es Wettkämpfe?
Nein, gibt es nicht. Aber es gibt von Zeit zu Zeit Prüfungen.

Sind Prüfungen schlimm?
Nein, die dienen dazu noch mehr zu lernen und zu erkennen, was man selbst noch verbessern kann.

Gibt es beim Aikido Gürtel mit Farben?
Nein, wir haben keine und das hat folgenden Grund: der weiße Gürtel und der weiße Gi (der Anzug) symbolisiert Sauberkeit und Reinheit. Man soll den Kopf frei haben für das Training und für seine Mitschüler und Lehrer. Wenn man einen farbigen Gürtel trägt, dann glaubt man besser zu sein als jemand anders. Normaler Weise kriegt man dann eine rein, weil einem so was überhaupt nicht hilft im Leben.

Wie kann ich denn mit Euch Aikido üben?

Wenn Ihr noch nie da wart, dann kommt mit Euren Eltern mal vorbei. Bringt einen Trainingsanzug und ein paar Badeschlappen mit. Schneidet Euch alle Fingernägel und Fußnägel kurz und tragt beim Training keinen Schmuck oder Haarspangen oder Uhren oder Armbänder. Ihr könnt mal reinschnuppern und ein paar Mal trainieren und fragt dann Eure Eltern, ob Ihr Mitglied im TV-Vorst werden dürft. Wenn Ihr schon Mitglieder seid dann braucht Ihr Eure Eltern das nicht zu fragen, aber Eure Eltern müssen gut wissen, wann und wo Ihr trainiert. Bitte sagt Euren Eltern genau Bescheid und erzählt Ihnen auch ganz viel über Aikido, damit sie wissen wie toll das ist und vielleicht auch selber mitmachen :-)

Wie kann ich noch mehr über Aikido lernen?

Sucht mal mit Euren Eltern zusammen im Internet nach Aikido. Da gibt es noch viel mehr Informationen. Auch auf dieser Webseite vom Aikido-Shingen-Dojo findet Ihr ganz viel. In Zukunft gibt es noch mehr. Übringens könnt Ihr hier auch Kommentare schreiben und auch selbst Artikel schreiben. Fragt uns einfach wie das geht.

Wo kann man denn die ganzen japanischen Begriffe nachsehen, die wir so alle sagen?
Am Anfang braucht Ihr nur ganz wenige Ausdrücke zu wissen:
Onegai shimasu – “Tue mir was Gutes” oder “Bitte trainiere mit mir”
Domo arigato gozaimashita – “Ganz herzlichen Dank”
Arigato gozaimashita – “Vielen Dank”
ichi • ni • san • shi • go • roku • shichi • hachi • kyũ • ju – Zahlen von 1 bis 10
(das ist nur ein Zählsystem im Japanischen, es gibt z.B. noch eines für Sachen und eines für Personen)
ju-ichi • ju-ni • ju-san • ju-shi • ju-go • ju-roku • ju-shichi • ju-hachi • ju-kyũ • ni-jũ – Zahlen von 11-20
ni-ju-ichi – 21…

Hier könnt Ihr viele Ausdrücke sehen und auch anhören (in japanischer Aussprache). Diese Ausdrücke werden ganz anders gesprochen als man sie liest >>. Das “r” zum Beispiel, sprechen die Japaner fast so aus wie wir das “l”.
(wird bald fortgesetzt)

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Ist Budo für Frauen geeignet? Frauen im Aikido (Selbstverteidigung)

Geraldine und Peter Roskothen | 19. Januar 2007

Immer wieder fragen sich Mädchen und Frauen, ob Karate, Judo, Tai Chi und andere Budoarten auch für sie selbst geeignet sind. Natürlich sind diese Budoarten sehr gut für Frauen geeignet, aber in vielen dieser Budoarten sieht man leider nicht so viele weibliche Mitglieder (das hängt aber auch sehr vom Dojo und noch viel mehr von den Lehrern ab).

Im Aikido ist es häufig so, daß Frauen sogar zahlenmäßig überlegen sind. (Anm.: In Berlin gibt es ein Dojo nur für Frauen “Aikido Frauen Dojo”, welches sicher auch einen tollen Zusammenhalt hat.)

Wir persönlich (Geraldine und Peter) trainieren sehr gerne miteinander und haben auch in dem vorherigen Dojo in Kempen immer mit sehr gemischten Gruppen trainiert. Nicht nur trainierten dort auch Frauen und Männer gemeinsam, sondern auch Erwachsene mit Kindern und Jugendlichen. Zum einen hilft es den Männern die mit Kindern und Frauen üben, die Techniken nicht mit Kraft, sondern ohne Bizeps zu erlernen. Zum anderen ist Aikido für Frauen und Kinder eben wegen der Techniken prädestiniert. Kinder und Frauen benötigen bei Aikido keine Kraft und lernen oft sogar einfacher die Techniken, weil sie in der Regel gar nicht auf die Kraft zurückgreifen können wie Männer. All dies mag auch der Grund sein, warum so viele ältere und alte Menschen Aikido üben können. Die Techniken (und damit auch die Selbstverteidigung) können ohne Kraft auskommen und sind extrem effektiv.

Für das Aikido und alle Übenden bedeutet das einen sehr sozialen Charakter, der zur Förderung des Miteinanders führt. Alle Menschen können sich so von allen anderen die guten Dinge und Eigenschaften abgucken.

Trotzdem bieten wir auch spezielle Selbstverteidigungskurse für Frauen an. Dazu muß man nicht Vereinsmitglied sein, aber wir bitten um eine Spende für den Verein. Bei Interesse mailen Sie uns doch bitte oder rufen uns einfach an.

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