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Mitgefühl & Gefühlsansteckung

Daniel | 24. Februar 2010

Mitgefühl & Gefühlsansteckung

In diesem Artikel möchte ich auf das Thema Mitgefühl näher eingehen wobei die Gefühlsansteckung ebenfalls unumgänglich erläutern werde muss.
Grund dieses Themas war für mich die Frage, was genau Mitgefühl ausmacht. Und zudem war für mich wichtig herauszufinden, ob ich zum Beispiel bei einer Trauerphase eines Mitmenschen wirklich mit dem anderen Menschen mitleiden sollte um ihn zu helfen oder ob dies sogar kontraproduktiv ist.

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Allgemein, Menschliches

Geduld & Motivation

Sebastian | 31. Oktober 2009

Da wir das Thema in letzter Zeit mehrmals hatten, dachte ich wäre es ganz passend für meinen ersten Artikel. Man liest immer wieder das es ein Jahrzehnt oder länger braucht um Aikido richtig zu erlernen, oder um sich effektiv damit verteidigen zu können. Einige von euch finden es falsch und meinen es habe eine sehr negative Auswirkung auf die Motivation von Anfängern. Ich denke nicht so, ich bin überzeugt davon das solche Zeiträume durchaus berechtigt sind und finde es auch nicht weiter schlimm. (gewisse Erfolge zeigen sich natürlich auch schon früher, genau genommen sogar vom ersten Tag an wo man sich im Aikido übt, wie z.B. die gesteigerte Aufmerksamkeit )

Mag sein das es für den ein oder anderen Anfänger demotivierent klingt, doch darüber muss man sich einfach hinwegsetzen. Wenn man nach 2 Jahren nicht die Erfolge sieht die man sich erhofft/erträumt hat und daraufhin aufhört, wird man es bei der nächsten ähnlichen Situation genau so machen.. und die kommt gewiss. Bei vielen Dingen im Leben muss man lange arbeiten um einen Erfolg zu erzielen. Die meisten Menschen gehen da völlig falsch ran und setzen sich die vollkommen falschen Ziele. Genau deswegen scheitern sie dann auch.

Jemand ist unglücklich mit seinem Körpergewicht, was macht er ? Eine Diät. Diese hirnlose Erfindung aus meistens ebenso intelligenzlosen Zeitschriften die das Papier nicht wert sind auf dem sie gedruckt wurden. Sie nehmen sich als Ziel 10kg abzunehmen, hungern 3 Wochen, scheitern, sind demotiviert und verfallen wieder in ihren alten Gewohnheiten zurück. Ist jemand mit seinem Gewicht unzufrieden, braucht er keine Diät , er muss seine Essgewohnheiten verändern oder seine tägliche Bewegung erhöhen. Sprich, das Ziel sollte sein täglich etwas weniger zu essen, jede Woche etwas mehr Bewegung zu haben. Wenn man dies konsequent durchhält hat man das Ziel schon erreicht, ist motiviert und die Erfolge stellen sich mit der Zeit von ganz alleine ein.

Setzen wir uns doch zum Ziel regelmäßig zum Aikido Training zu gehen, täglich ein wenig an unseren menschlichen Schwächen zu arbeiten. Wenn wir es erfolgreich schaffen unser Leben, unseren Tagesablauf, Wochenrhythmus zum positiven zu verändern, oder an einer schlechten Angewohnheit zu arbeiten, dann haben wir doch schon alles geschafft was wir überhaupt erreichen müssen.

Ich bin überzeugt davon das man mindestens 5 Jahre oder länger Aikido üben muss um sich halbwegs effektiv auf der Straße verteidigen zu können, aber es stört mich nicht.

Ohne Geduld wird man es im Leben zu nichts bringen, kein Ziel erreichen. Ebenso ist es beim Glück. Wir jagen viel zu oft dem schnellen Glück hinterher und stürzen uns dadurch geradezu selbst ins Unglück, meistens mit Anlauf…

 

Ich hoffe auf viel Kritik und Wortmeldungen (:

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Aikido / Budo, Menschliches, Selbstverteidigung

Über die Anfänge, den Anfänger an sich und die Motivation

Guido | 26. September 2009

Wenn jemand mit etwas beginnt so hat er zunächst einen schweren Stand und eine sehr ungünstige Ausgangsposition. Wieso meine ich das? Weil es lediglich meine Erfahrung wiederspiegelt. Was ich dennoch denke, ist, dass diese Aussage nicht nur meine Erfahrung wiederspiegelt sondern die vieler anderer Mitstreiter auch.

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Aikido / Budo, Allgemein, Menschliches

Aikido mit Reynosa-Sensei wie ich es heute verstehe

Peter Roskothen | 21. August 2009

Die Gedanken, die ich gerne mit Euch teilen möchte, sind die Essenz einiger eMails mit Reynosa-Sensei, die wir (Sensei und Peter) austauschen. Wenn man lange Flugstrecken von seinem Sensei entfernt ist, dann sind eMails mit Fragen und Antworten eine tolle Hilfe. Geraldine und ich sind als Aikido-Lehrer und Mitschüler sehr dankbar für diese Art Hilfe von Reynosa-Sensei, der unsere eMails so prompt beantwortet, Seminare in Deutschland gibt und einen Aikido-Videokurs im Internet mit Hilfe seiner Frau und seines Sohnes ins Leben gerufen hat.

Die folgenden Gedanken sind über Jahre entstanden und eine Vorstellung und Idee, die Geraldine und ich gerade jetzt von Aikido haben. Die Ideen mögen sich noch verändern und reifen, aber wir möchten sie hier gerne (auf Wunsch unseres Senseis) mit Euch teilen:

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* Grundlagen *, Aikido / Budo, Menschliches, Selbstverteidigung

Budoistisch -philosophischer Querbeet-Essay

Tobias | 20. März 2009

Hallo,

Ich bin es mal wieder: Tobi. Ich schreibe einfach mal an diesen Artikel zu schreiben, und wie oben bereits steh, soll es ein Essay werden. Das hat mehrere Gründe. Der Essay ist die perfekte Textform um die Problematik diese Artikels abzuhandeln, da er verschiedene Eigenschaften besitzt, die erstens meinem Schreibstil und zweitens der Komplexität dieses Themas entgegenkommen.

Ein wichtiges Merkmal ist, dass die Argumentation des Essays erst während des Schreibens entsteht. Das ist gut, da ich einfach meine Gedanken langsam vor mir her laufen lassen muss, und sie dann aufschreiben kann. Das wird natürlich dazu führen, dass die einzelnen Themen mehr oder weniger in Facetten angerissen werden aber das ist okay, denn sonst würde das ganze Ding viel zu lang werden. Außerdem ist ein Essay immer zum schmunzeln geeignet, weswegen ich in sehr familiärem Deutsch schreibe. So viel zur Form.

Ich habe mir mehrfach Gedanken über folgende Themen gemacht und werde diese in dem Artikel abhandeln:

Budo – Zauberei oder Physik

Wettkampf

Sakrales und Elitäres im Budo

Gegenseitiges Gedeihen

Technik und/oder Geist

Sich selbst belügen

Epikur

Ich beginne mal mit dem letzten, weil es ein guter Aufhänger ist: Weiterlesen & Fotos ansehen »

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Aikido / Budo, Allgemein, Ki, Menschliches, Philosophie

Stadt der Blinden

Francisco | 26. Juni 2008

Ein Mann fährt auf der Strasse, hält an einer Ampel und erblindet ganz plötzlich. Man eilt zur Hilfe und bringt ihn ins Krankenhaus. Kurz darauf ist sowohl der unbekannte Helfer als das Krankenhauspersonal auch blind. Eine bisher unbekannte Epidemie breitet sich unermüdlich aus und Leute fangen an, ganz plötzlich blind zu werden. Die Regierung ergreift sofort Maßnahmen und versucht zunächst alle Betroffenen in dafür gebaute Anlagen zu isolieren… Vergebens. Nach einiger Zeit sind alle Menschen auf der Welt blind, bis auf eine einzige Person… Alles bricht zusammen, es gibt keine Nahrungsmitteln mehr, keine Elektrizität, keinen Verkehr, keine Müllabfuhr, alles versinkt in Anarchie, alle versuchen, sich durchzuschlagen so gut es geht

 

Und ab diesem Moment fängt die Geschichte erst recht an. Es geht ums nackte Überleben, die Karten in der Gesellschaft und der menschlichen Beziehungen werden neu gemischt, Geld spielt dabei auch keine Rolle mehr. Es entstehen zwei Klassen von Blinden: diejenigen, die von Geburt an blind waren („privilegierte“ Blinde), und diejenigen, die durch die Krankheit erblindet sind. Grausamkeit, Gewalt aber auch Mitleid und Liebe… die schlechtesten und die Besten Eigenschaften jedes Menschen kommen dadurch nackt ans Licht.

 „Stadt der Blinden“ (Originaltitel „Ensaio sobre a Cegueira“, wörtlich “Essay über die Blindheit”) eine fiktive und hochinteressante Geschichte des großen portugiesischen Meisters Jose Saramago, die viel Stoff zum nachdenken liefert. Für mich ein Meisterwerk der modernen Literatur und eines seiner Besten Bücher. Lehrreich, stückweise grausam und schockierend aber insgesamt eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

Liebe Grüße an alle

Francisco

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Menschliches

Jeder dritte Frau in Hessen hat eine psychische Störung

Grigory | 18. Juni 2008

… und da sagt man noch – alle Männer wären Schweine. Nein Scherze bei Seite, die FAZ berichtet, dass der Techniker Krankenkasse Informationen vorliegen, dass in Hessen jede dritte Frau und jeder sechste Mann aufgrund einer psychischen Störung 2006 ambulant behandelt wurde.

Depressionen, Überlastungen und Angststörungen – darunter leiden die Frauen mehr wie Männer. Dafür setzen die Männer auf Alkohol und bekommen Verhaltensstörungen.

Statistisch gesehen, verschrieben die Ärzte im vergangenen Jahr jedem gesetzlich Versicherten ca. 100 Tagesdosen an Psychopharmaka, im Jahr davor – 91, vor sechs Jahren waren es nur 76.

Ich gehe davon aus, dass dieses Bild mehr oder minder für ganz Deutschland gilt. Die Zahlen stehen ja für das Jahr 2006. Ich denke, dass die Situation in 2008 sich nicht verbessert hat.

Für mich sind diese Zahlen eine Darstellung davon, wie es um die westliche Welt steht. Der weiße Christ hat versagt. Es nützt nichts davor die Augen zu verschließen. Es nützt auch nichts „Ja aber …“ zu nuscheln und in Demagogie, und Klugscheißerei zu verfallen. Wenn ein Drittel einer Gesellschaft unter psychischen Störungen leidet ist da definitiv etwas nicht in Ordnung. Das ist ein gesellschaftliches Problem und genauso wie bei der Arbeitslosigkeit, wird es zum Versagen des Einzelnen verdreht.

Es ist an der Zeit endlich den Tatsachen in die Augen zu schauen. Es ist an der Zeit endlich etwas zu unternehmen. Wenn es noch nicht zu spät ist.

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Allgemein, Menschliches, Philosophie

Angst und Aggression

Grigory | 1. Juni 2008

Ich bin heute auf ein Beitrag von Tobias gestossen. Der hat mich dazu inspiriert dieses Thema aufzugreifen.

Angst liegt jeder Aggression zu Grunde. Jeder Mensch hat mehrere Sphären um sich herum, deren Verletzung zu einer Reaktion führt. Unser Verstand sendet ein Warnsignal aus (Angst) und unser System reagiert. Zu den Reaktionen komme ich später.

Bei diesen “Sphären” (mir fällt leider kein besserer Begriff ein) handelt es sich um Bereiche unserer Persönlichkeit, die gewissen Zugangsregeln unterliegen. Es kann die Privatsphäre sein, zu der nur die engsten vertrauten zugelassen sind, z.B. das Liebesleben oder persönliche Probleme. Wird ein fremder versuchen, diesen Bereich zu betreten, werten wir das als Bedrohung aus. Als nächstes könnte man sich die (ich nenne die mal) soziale Sphäre vorstellen. Als Beispiel: Was habe ich in meinem Urlaub so getrieben. Das würde ich mit meinen Freunden und guten Bekannten gerne teilen, wenn aber eine weniger bekannte Person dazu Fragen stellt werde ich misstraurig und antworte ungern oder gar nicht, denn mein Instinkt warnt mich vor Bedrohung. Soviel zu den Bereichen, die im sozialen Kontakt verletzt werden können.

Fühlen wir uns bedroht, also empfinden eine Form von Angst, so gab es bis vor 40-50 Jahren in Psychologie zwei mögliche Reaktionen, die unser Verstand uns anbietet. Die erste ist Wut, Zorn und ähnliches. Die Konsequenz ist der Angriff. Wut gab uns den Kick, den wir damals als Höllenmenschen, für einen Angriff gebraucht haben. Das ist heute immer noch so. Natürlich sind wir heute in unseren Reaktionen durch soziale Normen stärker als damals gebunden. Was aber die ursprüngliche Reaktion angeht – da hat sich nichts geändert. Man sieht es auch daran, dass eben nicht alle ihre Wut unter Kontrolle haben. Die Menschliche Psyche schafft es nicht, sich in so einem kurzen Zeitraum (ich spreche hier von paar Tausend von Jahren) an die gesellschaftliche Gegebenheiten vollständig anzupassen.

Die zweite Reaktionen, die möglich ist, ist die Flucht. Hier ist soweit alles klar oder? Wird die Situation als viel zu gefährlich eingestuft und es existiert eine Fluchtmöglichkeit – laufen wird eben weg. Sind wir in der Sackgasse – erstarren wir, wir flüchten in uns selbst.

Die dritte Reaktion, und hier wird es für mich sehr interessant, ist das Aufgeben. Die kam nämlich erst vor kurzem dazu (eben vor 40-50 Jahren). Die bedrohte Person gibt einfach auf und weder kämpft noch flüchtet. Viele Depressionen in der heutigen Gesellschaft entstehen übrigens genau auf diesem Wege.

Jeder Mensch ist anders gestrickt, jeder hat eigene Grenzen, die die anderen nicht betreten dürfen. Es gibt dann die so genannte soziale Kompetenz und auch Empathie, um bei einem Kontakt zu erkennen, welche Bereiche des anderen man lieber in Ruhe lässt. Das beherrschen bei weitem nicht alle. Jeder hatte schon mal eine Situation, wo er sich mit Worten “Was geht denn dich das an?!” wehren musste. Die Kunst zu kommunizieren ist eben nicht angeboren (sonst gäbe es auch nicht so viele Bücher bei Amazon zum Thema Kommunikation)

Schwierig wird es auch, wenn eine Person unter einer Störung in diesem Bereich leidet. Jetzt nicht eine Störung mit der man sofort in eine Anstalt eingeliefert werden sollte, sondern sagen wir mal eine kleine Abweichung von der Norm. Als Beispiel findet man oft das Thema Anerkennung. Es gibt tatsächlich Menschen, die eine Nicht-Anerkennung ihrer Person oder ihre Leistung als eine Bedrohung werten. Die häufigste Reaktion ist dann eben Aggression.

Nicht umsonst sagte Reynosa-Sensei: euch soll egal sein, was die anderen von euch denken … der Mann kennt sich eben aus. 

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Allgemein, Menschliches

Kita-Lärm

Grigory | 31. Mai 2008

„Wir haben zu viele Autos auf unseren Straßen und zu wenig Liebe in unseren Herzen“ – diese Feststellung machte ich vor einigen Jahren. Ich kann mich nicht erinnern, was genau damals meine Gedankengänge beeinflusst hat. Als ich gerade Nachrichten geschaut habe, erinnerte ich mich aber an diesen Satz. Es wurde berichtet, dass Kindergärten seitens Bevölkerung immer wieder wegen Kinderlärm unter Beschuss geraten. Die Konsequenzen sind weitreichend, es fängt beim Abschaffen von Spielen auf der frischen Luft (damit die Bewohner ihre Ruhe haben) und endet bei Schließung von Kita (wahrscheinlich damit die Bewohner keine Kinder mehr zu sehen bekommen?!).

Egoismus. Viele sind dermaßen egozentriert, dass es mittlerweile überhaupt keine Bereitschaft besteht auch irgendwas in Kauf zu nehmen, wenn nicht etwas direkt für einen selbst dabei rausspringt. Keinerlei Rücksicht.

Ich zuerst!

Ich muss mich gut fühlen!

Ich bin wichtig!

Das sind gute Sätze. Die schaffen Selbstwertgefühl, Motivation, machen uns unabhängig und weniger manipulierbar. Es gibt nur ein „aber“ dabei. Es darf nicht passieren, dass diese Sätze dazu führen, das ich einem anderen auf die Füße trete.

Wie ist es dazu gekommen? Wie kann eine Gesellschaft so eine von Grund auf verkehrte Entwicklung einschlagen? Das bleibt für mich ein Rätsel und ich bin wirklich nicht sicher, ob ich dieses lösen will.

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Bericht, Menschliches

Offener Geist

Peter Roskothen | 29. April 2008

Enttäuschungen sind nur dann möglich, wenn wir Erwartungen haben. Davon hat der Mensch reichlich: an den Partner, an die Umwelt, die Arbeit, sogar an das Fernsehen und ganz selten sogar an sich selbst. Immer wieder wird der Mensch vermeintlich enttäuscht. Beobachte das Gesicht Deines Gegenübers als sei es in Zeitlupe und es wird die Wahrheit sprechen.
Dabei ist das Ego ein großer Bestandteil von Enttäuschungen, denn es dreht sich am liebsten um sich selber. Das Ego ist gleichzeitig eines der Dinge, welches uns wenig vom Tier unterscheidet und bei näherem Hinsehen wohl zu der Überzeugung führen kann, daß der Mensch nur eine Art Gattung der Tiere ist. Auch ein Pferd kümmert sich in erster Linie um sich selbst, seine Nahrung, Bewegung, sein Liebesleben. Dann interessiert sich das Pferd für andere Pferde und nur ganz am Rande um den Menschen, der es glaubt zu besitzen. Auch kümmert es sich wenig um die Ameise unter seinem Huf.
Auch das etwas andere Tier erwartet immer wieder dasselbe, deshalb fährt er zig Male an denselben Ort in Urlaub und wechselt nur ungern seine Arbeitgeber. Viel hat das sicher auch mit Ängsten zu tun. Nur wer im Jetzt lebt und einen offenen Geist schafft, wird aus neuen Situationen auch positive Dinge gewinnen. Vermeintliche Enttäuschungen sind dann dazu da, eine neue Richtung zu gehen, etwas besser zu machen, etwas zu erleben und zu entdecken. So kann ein anderer Lehrer, eine andere Umgebung, ein anderer Arbeitgeber doch immer eine neue positive Erfahrung sein.
Verantwortung mit anderen ist allerdings der Grund sich nicht mutwillig auf Neues einzulassen. Allerdings wird jeder zugeben, daß jenes, was man erwartet, nie eintrifft, es nie so ist, wie man es erwartet oder wie es sein sollte oder könnte. Immer ist es auch ein Täuschung und Nichts ist so wie es scheint. Es sind zu viele Menschen, die einen anlächeln und hinter deren Fassade eine Zerstörung steckt. Zu viele Anscheine, die uns etwas vorgaukeln und die von einer anderen Richtung besehen, einen ganz anderen Eindruck hinterlassen. Wo ist die Wahrheit? Sie ist ständig eine andere. Sich darauf einzulassen ist ungemein schwierig, noch schwieriger ist es bewusst auf sie zu zu gehen und sie anzupacken. Diesen Vorgang kann man vermutlich auch gut als Aikido bezeichnen. Es gibt sogar einen japanischen Ausdruck dafür.

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Aikido / Budo, Menschliches

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