Gewalt in Deutschland – Budo hilft

Gewalt hat es in Deutschland schon immer gegeben und sie ist nicht erst seit dem brutalen Überfall auf den Schuldirektor in der Münchener U-Bahn akut. Natürlich rückt diese Art von Gewalt gerade jetzt in den Blickpunkt der Medien, denn es gab Videoaufnahmen, welche den Medien in der Deckung der Sensationsgier ihrer Zuschauer entgegen kommt. Aber es gibt noch ganz andere Arten von Gewalt, sei es in der Ehe, eine Vergewaltigung, ein Mißbrauch, das Mobbing, das Stalking oder die Erpressung, die von Medien gar nicht oder nur unzureichend gezeigt und besprochen werden. Auch die leidliche Diskussion um härtere Strafen wird keinen dieser asozialen Menschen abschrecken, das beweist schon die Todesstrafe. Ich vermute, daß sich entgegen der Meinung des Focus-Magazins mit Nutzungsmöglichkeiten des Handys in der U-Bahn keine solche Straftat verhindern läßt, denn ein Anruf dauert lange und bis die Polizei auf solch einen Notruf reagieren kann, ist der Überfall vermutlich in den meisten Fällen bereits passiert.


Ein engagiertes und couragiertes Eingreifen von Mitfahrern wäre eine Lösung gewesen. Jedoch zeigt die Realität leider immer wieder mangelnde Solidarität und Courage der Mitbürger in jeglicher Notlage, nicht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln. Jeder gute Budoka hätte sich in diesem Falle an die Seite des Direktors gestellt und geholfen; leider war offenbar keiner da. Genauso wenig wie Security der U-Bahn oder zivile Polizei, die schon seit langem in ganz Deutschland unterbezahlt ist und von der es zu wenig gibt.

Sich schützen

Natürlich kann man dem Rentner keinen Vorwurf machen, für seine Rechte eingetreten zu sein. Gewalt und asoziales Volk sind überall und jeden Tag akut; das betrifft nicht nur Ausländer. Wie also kann man sich schützen? Indem man nicht mehr für seine oder die Rechte anderer eintritt? Lernt man aus dem Zwischenfall die Klappe zu halten und sich nicht einzusetzen? Was passiert im Falle von Raub, von anderen Menschen die in Not sind?

Fakt ist, daß die Notknöpfe der U-Bahnen sicher nicht helfen, denn sie werden von vielen Jugendlichen einfach mal aus Spaß gedrückt und vom Personal nicht mehr überprüft. Ob das bei der Münchener U-Bahn der Fall war, ist mir unbekannt. Jedoch ist der Mißbrauch des Notknopfes von anderen U-Bahnen bekannt.

Budo gegen Gewalt

Budo in jeder Art und Weise hätte helfen können, den versuchten Totschlag oder Mord am pensionierten Schuldirektor zu verhindern. Zum einen hätten Budoka sicherlich geholfen, zum anderen wäre der Schuldirektor selbst mit Budo wesentlich aufmerksamer gewesen und hätte den Tätern nicht den Rücken zugekehrt. Auch hätte ein Budoka schon in der U-Bahn andere Möglichkeiten der Aktion gehabt. Er hätte viele Möglichkeiten gehabt, sei es Mitfahrer zu mobilisieren, sei es die Täter noch in der U-Bahn unschädlich zu machen. In jedem Falle hätte jemand mit Budo im Falle des Angriffs Möglichkeiten der Verteidigung gehabt, vorausgesetzt es handelt sich um straßentaugliches Budo. Die Frage nach dem „was wäre wenn“ ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich zu beantworten.

Aikido

Machen wir uns nichts vor: bevor man es mit zwei solchen Asozialen aufnehmen kann, lernt man vermutlich ein paar Jahre lang Aikido oder artverwandtes Budo (Kampfvermeidungskünste). Aber auch ein Anfänger hat schon eine andere Art Realitätssinn, Aufmerksamkeit, Schnelligkeit, Fitness, Ausstrahlung und Zivilcourage und hat größere Chancen als jemand der kein Budo macht. Und diese Fähigkeiten sind bei jeglicher Anbahnung von Gewalt hilfreich. Aikido im besonderen zeichnet sich aus durch die großen Möglichkeiten für ältere Menschen, Kinder und Frauen, also für alle Menschen die nicht die körperliche Überlegenheit haben (die auch kräftigen Männern ab zwei Angreifern verloren geht). Wenn Sie aktiv etwas für Ihre Sicherheit tun möchten, treffen Sie eine Entscheidung für ein Training von Budo.

Dieser Artikel ist meine persönliche Meinung. Warenzeichen, Logos und Handelsnamen sind Eigentum der jeweiligen Besitzer.

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Peter Roskothen

Fotograf, Mediedesigner und Trainer Fotokurse bei Peter Roskothen Fotokunst & Design
Ich bin beruflich Fotograf und Mediendesigner, aber auch Journalist und Trainer von Fotokursen.

Zum Aikido kam ich 2001 zusammen mit meiner Frau Geraldine. Seit 2006 unterrichten wir Aikido für einen kleinen Kreis von Teilnehmern.
Aikido ist deshalb so gut, weil man es in jedem Alter anfangen kann. Es hält fit, macht gesund und hilft dem Selbstbewusstsein. Man muss nur einen offenen Kopf haben und es wollen.

Mein Motto: Etwas mehr Menschlichkeit
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2 Kommentare

  1. Bin ganz anderer Meinung. In zwei Filmen von Amokläufen ist schön und klar erkennbar, an welchem Punkt die Gewalt sich in Einsicht verwandelt hat und warum dem Gegenüber nicht ebenso mit Gewalt begegnet wurde. In beiden Fällen wurde empathisch aus einem mitfühlenden Herzen mit echter Betroffeneheit , auf gleicher Ebene von Mensch zu Mensch reagiert, und so eine Verbindung statt eine Trennung geschaffen. Diese kurze Erinnerung ließ fühlen und erkennen, beide kamen kurz zur Besinnung, im einen Fall war ein Aufgeben, indem er diesen Schulkameraden nicht erschoß, dann aber weiterzog und noch andere erschoß. Im anderen Fall geschah dadurch
    das Aufgeben, indem sich der Amokläufer darauf selbst erschoss. In beiden Fällen gelang das Aufgeben oder die Hingabe ans Schicksal nur durch Liebe.

    Wer nicht fühlen und hören kann, dass die Jugendlichen nach Liebe schreien und mit Arroganz und Ignoranz, als Angst reagiert statt mit Liebe, ist seiner eigenen kindlichen Unreife auf den Leim gegangen und hat nicht er-wach-sen reagiert. Ich bin immer wieder berührt, wie schnell Jugendliche Verständnis aufbringen können, wenn man sie ernst nimmt. Von Aikido-Trainern habe ich dagegen eine große Arroganz und Ignoranz erlebt, was ja auch nur aus Angst, statt aus Vertrauen und Liebe resultiert. Erwachsene sind leider oft nicht mehr zu erreichen, im Gegensatz zu Jugendlichen.

    Schade auch, dass der betroffene Rentner die Entschuldigung der Jugendlichen nach der Tat nicht annehmen konnte, auch wenn er sehr geschädigt wurde. Er ist immerhin älter und hat mehr Lebenserfahrung, dazu noch als Lehrer. Natürlich kann er auch nicht aus seiner Haut, aber wäre er weise gewesen, bin ich überzeugt, dass es anders ausgegangen wäre. Technik und Budo sind nicht die Lösung, sondern Achtung, Respekt und Liebe.

  2. Peter Roskothen

    Aikido ist genau das Letztere, wenn es richtig läuft.

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