Jeder dritte Frau in Hessen hat eine psychische Störung

… und da sagt man noch – alle Männer wären Schweine. Nein Scherze bei Seite, die FAZ berichtet, dass der Techniker Krankenkasse Informationen vorliegen, dass in Hessen jede dritte Frau und jeder sechste Mann aufgrund einer psychischen Störung 2006 ambulant behandelt wurde.

Depressionen, Überlastungen und Angststörungen – darunter leiden die Frauen mehr wie Männer. Dafür setzen die Männer auf Alkohol und bekommen Verhaltensstörungen.

Statistisch gesehen, verschrieben die Ärzte im vergangenen Jahr jedem gesetzlich Versicherten ca. 100 Tagesdosen an Psychopharmaka, im Jahr davor – 91, vor sechs Jahren waren es nur 76.

Ich gehe davon aus, dass dieses Bild mehr oder minder für ganz Deutschland gilt. Die Zahlen stehen ja für das Jahr 2006. Ich denke, dass die Situation in 2008 sich nicht verbessert hat.

Für mich sind diese Zahlen eine Darstellung davon, wie es um die westliche Welt steht. Der weiße Christ hat versagt. Es nützt nichts davor die Augen zu verschließen. Es nützt auch nichts „Ja aber …“ zu nuscheln und in Demagogie, und Klugscheißerei zu verfallen. Wenn ein Drittel einer Gesellschaft unter psychischen Störungen leidet ist da definitiv etwas nicht in Ordnung. Das ist ein gesellschaftliches Problem und genauso wie bei der Arbeitslosigkeit, wird es zum Versagen des Einzelnen verdreht.

Es ist an der Zeit endlich den Tatsachen in die Augen zu schauen. Es ist an der Zeit endlich etwas zu unternehmen. Wenn es noch nicht zu spät ist.

3 Kommentare

  1. Schön, dass das mal endlich jemand in den Mund nimmt.
    In Wahrheit ist es doch so, dass die Regeln und Sitten der modernen Gesellschaft die natürlichen Instinkte der Menschen, die ja immer noch Säugetiere und somit kaum anders als Pferde, Hunde, Katzen oder Schweine sind, kaum noch zulassen.
    Ein natürlicher Biorhythmus wird uns auch verwehrt, denn wir müssen, um uns ernähren zu können, Schichtdienste mit unregelmäßigen Arbeitszeiten und Überstunden absolvieren.
    Auf Dauer hält das kein Mensch, kein Lebewesen durch.
    Bestrahle eine Pflanze einmal Tage und Nächte mit UV-Licht. Ihre Reaktion wird sein, dass sie abstirbt.
    Leider sind auch immer weniger Menschen zugänglich für ihre eigenen positiven Energien, die sie durch ihren Stress im Alltag und auf der Arbeit noch weniger als ohnehin schon wahrnehmen können.
    Ich selber kenne genug Personen um mich herum, die professionelle Hilfe in Anspruch genommen haben, nehmen und auch welche, die sie nehmen sollten, denn keine dieser Personen kommt alleine noch mit sich und seiner Umgebung klar.
    Sehr schade.
    Ich hoffe, dass die Menschheit in Zukunft mehr auf ihren Bauch hören wird und somit auf ihre Instinkte vertraut.
    Das kann uns und der Erde nur gut tun.

  2. Sebastian

    Meiner Meinung nach gibt es keinen Zweifel daran, das das Ideal das wir hinterher jagen das Falsche ist .
    Wir glauben Geld und Prestige machen uns glücklich, und ich nehme mich da nicht aussen vor.
    Ich denke es ist sehr schwer in unserer Zeit , einmal weil wir fast überall mit Werbung konfrontier werden, aber auch wegen unseren eigenen Neid auf unseren nächsten & weil wir Kinder dieser Gesellschaft sind.
    Einer Gesellschaft die beruflichen Erfolg und ein hohes Einkommen als Errungenschaften sieht.

    Welche Aussagekraft diese Zahlen nun wirklich haben kann ich schwer sagen, ich bin ja Statistiken immer sehr kritisch gegenüber eingestellt.
    Es kann gut sein das die Zahl der unter psychischen Störungen leidenden Personen in den letzten Jahren angestiegen ist. Wäre für mich verständlich, wenn auch bedauerlich.
    Vielleicht liegt es auch daran das psychischen Störungen, gerade wie Depressionen, in der Gesellschaft mehr und mehr als wirkliche Krankheit anerkannt werden und sich somit einfach mehr Leute deswegen behandeln lassen.
    Eventuell beides, oder etwas ganz anderes, ich weiß es nicht ,aber ich glaube man merkt das ich Statistiken nicht vertraue ;)

  3. Mir fällt zu dem Thema nur ein, dass es nichts zu erreichen gibt. Oder wie ist das mit dem neuen Auto wenn du es hast. Dann ist es nach 4 Wochen langweilig. Genauso ist es mit allen anderen dieser gesellschaftlichen Errungenschaften. Wenn du das Ziel erreicht hast ( den neuen Job, das Haus, den neuen Wagen), dann sitzt du da und suchst schon ein neues Ziel. Das schlimmste was passieren kann ist, wenn man mit etwas fertig wird, denn dann stellt sich die Frage “Und was mach ich jetzt”. Dementsprechend ist es auch vollkommen egal wieviele dieser Ziele man in seinem Leben erreicht. Das Erreichen diese Ziele führt zu neuen Zielen usw.. Man wird eh nicht fertig. Das Ganze ist ein sinnfreie Hetzjagd, die vom Leben im Jetzt ablenkt. Daher mein Leitspruch…

    “Das einzig was wirklich wichtig zu erreichen scheint ist, die Sekunde in der du lebst”

    In diesem Sinne…

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