Was haben Venedig und Aikido gemeinsam?

Bei unserem diesjährigen Besuch von Venedig drehte sich vieles um Asien und um Budo. Noch in 2004 und 2005 waren wir dort, um Masken im Karneval von Venedig zu fotografieren. In diesem Jahr (2007) sollte alles anders werden. Hier die Geschichte:

Der Termin mit den drei Masken aus Stuttgart an diesem ersten Abend war ausgefallen. Irgendwie hatte es sich nicht ergeben, daß wir die beiden Damen trafen. Statt dessen waren wir zum Abendessen im “La Bitta”, einem der schönsten Restaurants (wenn nicht “das schönste”) der Stadt. Dort trafen wir am Nebentisch zwei Professoren, die auch nicht an Zufälle glauben. Marco ist Professor für Sinologie in Venedig. Er lebte viele Jahre in China, Taiwan und Japan. Nicht nur hat er uns in den Tagen in Venedig viel über Asien erklären können; Marco hat uns auch die Universität gezeigt und uns auf den rechten Weg bei den Kanji unseres “Shingen”-Dojos verholfen. Bestätigung haben die Kanji nach unserer Rückkehr durch einen sehr netten deutschen Aikidoka erfahren, der uns sogar die Kanji in Schönschrift sandte. Ohne ihn wären wir auch nicht auf die Suche gegangen, aber wie schrieb er so nett: “Denn nichts ist für Japanisch-Kenner schlimmer als ein japanischen Wort, zu dem er die “richtigen” Zeichen nicht kennt.”

Shingen-Aikido-DojoDebora, die das Restaurants La Bitta zusammen mit Ihrem Mann Marcellino führt, ist selber diplomierte Sinologin

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What do Aikido and Venice have in common?

When we visited Venice in February this year (2007), a lot of our impressions had to do with Budo. Still in 2004 and 2005 we were visiting Venice to take photographs of the masks at carnival. This year was completely different. This is the story:

The date we had with the three German masks from Stuttgart had been cancelled that first evening. Somehow we did not get the chance to meet the three ladies. Instead we had dinner at the “La Bitta”, one of the nicest (if not “the nicest”) restaurants in town. We met two professors, who were seated at the neighbour table and both also don’t believe in coincidences. Marco is a professor for sinology in Venice. He spent years in China, Taiwan and Japan. Within the few days of our stay in Venice, Marco explained a lot about China, he showed us the University and helped us with the Kanji of our “Shingen-Dojo”. After we returned home from Venice, a kind young German fellow confirmed the Kanji and also sent them in proper letters. Without him we would not have looked for the Kanji, but as he mentioned so nicely: “There is nothing worse for a Japanese but to read a word without knowing the right token.”.

Shingen-Aikido-DojoDobora, owning the restaurant “La Bitta” with her husband Marcellino, also has a diploma in Sinology and magically painted the Kanji for “Shingen” onto the backside of the business card of the “La Bitta” that first evening of our visit. We found out later that they were the right Kanji for the meaning (compassionate eye). We had not expected Debora to have such a wonderful knowledge of Sinology and also to practice Jiu-Jitsu. We clearly found some common interests that evening.

Coming to think of it, Venice has a long history of trade with Asia (Marco Polo). Many spices were exported to Europe through Venice. Therefore it is not a coincidence we were visiting the epicentre of experts for Asia. The university (“Universita´ Ca´ Foscari Di Venezida, Dipartimento dei Studi Sull´Asia Orentale”) is situated in the centre of Venice and we had the honour to have a tour for several hours. We learned that when the university first moved into the old Venetian building, they found out there was original fresco showing oriental motives hidden under a lot of paint. Also this does not seem a coincidence. The photograph showing the print-Kanji of an original Chinese typewriter was taken with our visit at the university.

Arigato gozaimashita to Marco, Bruce, Debora, Marcellino and to the kind young German Aikidoka :-) !

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Shingen-Aikido-Dojo

Von nun an nennen wir uns “Shingen-Aikido-Dojo”. Natürlich ist das nur ein Name, aber man muß einem Kind ja einen Namen geben. Wenn man den japanischen Begriff “Shingen” online übersetzen läßt, heißt es soviel wie “Epizentrum” oder “Erdbeben” :-) . Das freut uns natürlich und passt vielleicht auch ganz gut.
Gemeint ist aber mehr der vierte Level der Aufmerksamkeit von Masayuki Shimabukuro´s Definiton. Nicht, daß wir denken, bereits so aufmerksam zu sein, aber es ist unser Ziel eine hohe Aufmerksamkeit zu erlangen und weiterzugeben. Aikido und damit das Bestreben nach dieser Art von Erkennen, Objektivität und Aufmerksamkeit wird im Shingen-Aikido-Dojo in Vorst gelehrt.

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Ehrgeiz – woher kommt denn der Begriff?

Heute stand plötzlich der Begriff Ehrgeiz im Raum. Ehre und Geiz? Die Kombination ist doch nicht wirklich eine Tugend, oder? Wikipedia´s Erklärung gefiel mir: “(urspr. von Ehre und Geiz, gemeint ist jedoch die mittelalterliche Bedeutung Gier, also “nach Ehre gieren” … versteht man das mehr oder weniger starke Bemühen, ein bestimmtes Ziel zu erlangen, etwa Anerkennung, Autorität, Ruhm, Ehre oder Geld.“.

Wenn man sich dagegen die Hakamafalten noch einmal ansieht, wird man diese Begriffe dort nicht wiederfinden. Trotzdem hält die Gesellschaft den Ehrgeiz doch eher nicht für so schlimm, oder?
Schon wenn man sich die Werte ansieht, die der Ehrgeiz in aller Regel tatsächlich anstrebt – “Anerkennung, Autorität, Ruhm, Ehre oder Geld” -, so kann (sollte) einem heiß und kalt werden.

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Der Hakama – eine Verpflichtung im Leben

Der Hakama (Hosenrock) ist ein wirklich schönes Kleidungsstück. Es verführt immer wieder die Menschen genauer hinzusehen und sich von dieser Äußerlichkeit beeindrucken zu lassen. Das ist aus unserer persönlichen Sicht in Ordnung, wenn der Mensch der drinsteckt weiß, warum er getragen wird und wie der Hakama zu tragen, zu falten und zu respektieren ist.

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Geschützt: Aiki Jo Training vom 22.01.2007

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Waffentraining im Aikido

Im Aikido sind neben dem waffenlosen Training (Taijutsu), auch Aikijo (Training mit dem jo) und Aikiken (Training mit dem bokken) Trainingsinhalte. Wir trainieren in Vorst diese und weitere Waffen (tanto, iaito) regelmäßig. Das Üben mit bokken (Holzschwert) und dem jo (Holzstock) trägt viel zum Verständnis des waffenlosen Taijutsu bei, denn hier kann sehr gut das richtige Timing und der richtige Abstand (maiai) geübt werden. Viele der Bewegungen helfen dem Verständnis für den Bewegungsablauf im waffenlosen Training. Manch einer der sich mit Techniken des Taijutsu schwer tut, kann durch Aikijo oder Aikiken dazulernen.

Gelernt werden kihon (Grundtechniken) katas; eine Bewegungsabfolge von Angriffen und Abwehren. Beides sieht von außen nach Show oder Choreographie aus, ist aber vor allem im partnerschaftlichen Umgang des Trainings eine Notwendigkeit, weil ein freies Training selbst bei sehr erfahrenen Aikidoka ein großes Verletzungsrisiko böte.

Alle Waffen genießen im Aikido größtmöglichen Respekt. Wer die Grundregeln der Etikette nicht lernt und diese nicht in sein Herz einschließt, wird sich oder andere unweigerlich verletzen und großen Schaden zufügen. Die Etikette ist nicht nur im Aikido die Form, ohne die Inhalte nicht gelernt werden kann. Allerdings ist in unserer Überzeugung nur eine echte Etikette, die von Herzen kommt, in der Lage die Aufnahmefähigkeit für die Inhalte zu erlangen. Im gesamten Waffentraining geht es nicht um die Befriedigung des Egos durch Angriffe oder ein Siegen, sondern um ganz andere Werte, die sich jedem erschließen, der genau aufpasst. In guten Akidoschulen wird nur im verantwortlichen Miteinander gelernt. Die soziale Komponente steht ganz weit vorne. Ohne die nötige Ethik und die Wertevorstellungen ist kein Waffentraining möglich, welches sowieso erst von fortgeschritteneren Schülern erlernt werden darf.

bokken jo aikijo aikiken

Es geht wie im waffenlosen Training bei beiden Waffenübungen immer um das Schleifen des Charakters und nie um Zerstörung. Vorraussetzung für alle Waffenübungen sind größtmögliche Konzentration und Zanshin, beides tolle Fähigkeiten auch für das Leben insgesamt, die auch durch Aikijo und Aikiken erlernt werden. Verantwortlichkeit, welche in der heutigen Gesellschaft kaum noch vorkommt, wird vor allem auch beim Umgang mit Waffen vorausgesetzt und gelehrt.

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Aikido im Shingen-Dojo

Aikido zu trainieren ist nicht nur für die Selbstverteidigung eine tolle Idee, es macht fit, aufmerksam, gibt Ruhe und Kraft und beugt Ängsten im Leben vor. Das Aikido im Shingen-Dojo ist sehr gut aus folgenden Städten zu erreichen:

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