Seminar in Anrath mit dem Tomodachi Dojo Siegen

Seminar in Anrath mit dem Tomodachi Dojo Siegen

Das Siegener Tomodachi Dojo besuchte uns am 14. Janaur 2012 in Anrath zusammen mit Christian und Ramona aus Pirmasens zu einem gemeinsamen Seminar. Rein subjektiv war es für Geraldine und mich ein Seminar welches den größeren mit Reynosa Sensei in nichts nachsteht. Wir haben gemeinsam viel Spaß gehabt, ausgiebig gerollt, von einander gelernt und noch enger zusammen gefunden. Es gab trotz des Powerschubsens keine Verletzungen.

Es ist eine Freundschaft zwischen unseren Dojos und so was ist in der Aikido-Welt eben selten. Zu sehr sind manche Leher darauf bedacht als Sensei zu gelten, Macht zu haben, sich keine Blöße zu geben, wichtig zu erscheinen und vor allem unfehlbar zu sein. Das ist hier alles anders, lockerer, eben Aikido in seiner wahren Bedeutung. Keine Politik, kein Gehabe, keine Facade, sondern einfach mehr. Schön, daß wir das alle zusammen hinbekommen!

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Shitei – Die Lehrer/Schüler Beziehung

Werner Lind beschreibt das Shitei in seinem Buch “Budo – Der geistige Weg der Kampfkünste” (O. W. Barth Verlag) so:

“Wörtlich übersetzt man Shitei mitLehrer (Shi) und Schüler (Tei). In den Kampfkünsten bezeichnet der Begriff das budogemäße Verhältnis der beiden zueinander, das aufgrund eines Abkommen entsteht, in dem der Schüler verspricht, die Grundvoraussetzung für echtes Lernen zu akzeptieren, und der Meister verspricht, den Schüler auf den Weg des Budo zu führen. Das Zustandekommen von Shitei ist nach alter Tradition ein heiliger Akt, der in einem Dokusan (Shoken) vollzogen wird.

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Totale Ruhe

Es gibt sie nicht die totale Ruhe in unserer modernen Welt. Wenn wir Glück haben, glauben wir in Ruhe zu sein und vermutlich ist der Schlaf die beste Erholung für viele Menschen. Irgend etwas verursacht ständig Lärm. Wenn wir spazieren gehen, dann hören wir Autos oder sogar eine ständige Geräuschkulisse in Form einer Landstraße oder Autobahn. Beim Frisör sind laute Stimmen und Haarföne verantwortlich für permanenten Stress in Form von Krach. Dasselbe im Restaurant, im Supermarkt, im Auto, im Büro, zu Hause und wo auch immer wir gehen und stehen.

Unser Gehör ist einer unserer besten Sinne. Das hat damit zu tun, daß wir in der Vergangenheit sehr vorsichtig sein mussten, um beim kleinsten Geräusch eines Tieres flüchten zu können. Auch unsere Augen sind sehr sensibel. Wir werden den ganzen Tag zugeballert mit Informationen: Verkehrsschilder, Werbung, Displays vom Auto, Computer und vom Telefon. Das alles hat mit dem Konsum zu tun, der uns auferlegt wird und dem wir willig folgen. Es wird immer anstrengender und schwieriger. Fernseher wollen programmiert werden, Mobiltelefone verstanden werden, Musik hören geht nicht mehr ohne WLAN und 30igstelliger Verschlüsselung. Nichts klappt mehr, der Kram aus China geht ständig kaputt, wir müssen alle Nase lang Dinge zurücksenden, umtauschen und uns ärgern um zu unserem Recht zu kommen. Die Telefongesellschaften sind im Preiskampf, die übrige Welt genauso. Der Service wird immer schlechter und wir haben immer mehr Ärger und Arbeit bei abnehmendem Nettogehalt. An die Rente mögen wir gar nicht denken – wer wird dann noch in der Lage sein ein Auto zu steuern, welches voll mit moderner Elektronik sowieso die halbe Zeit beim Autohändler in Reparatur steht.
Bei all dem Drumherum möchte der eine oder andere von uns ausbrechen und alles anders machen. Mal substituieren wir diese schlimme Zeit beim Spaziergang mit dem Hund, mal mit einem guten Buch auf dem Bett oder Sofa, mal mit zu viel gutem Rotwein der uns nicht die erforderliche Betäubung bringen möchte. Die meisten von uns träumen von der Insel oder einem kleinen Bergdorf, in dem die Zeit still steht. Unsere Sinne sind auf Durchzug geschaltet. So viel Informationen schaffen wir nicht mehr. Die Augen nehmen nur noch jedes dritte Verkehrsschild wahr, die Ohren merken den Lärm schon gar nicht mehr. Gehen wir spazieren, so nehmen wir das Reh nicht wahr, den Vogel nicht wahr und auch das Kaninchen im Feld fragt sich wie blind der Mensch inzwischen geworden ist.

Und dann ist da noch Aikido. Der Ort der Ruhe, der Stille, wo man inne hält und sich besinnen kann auf sich selber. Wo man anfängt sich wieder zu spüren, sich zu entdecken. Seine Sinne (zurück-) entwickelt, sein Verhalten ändert, bewusst wird, für andere Zeit hat, sich konzentriert auf nur eine Sache, nicht plant, nicht in die Vergangenheit gerät, nicht träumt, kein anderes Geräusch wahrnimmt und auch sonst sehr in einer konzentrierten Bewegungsmeditation entspannt. Was ich da beschreibe ist ein Nebeneffekt von Selbstverteidigung, von hartem Training, von ständiger Aufmerksamkeit(!) und dem miteinander trainieren.
So ist einer der wertvollsten Momente sicher das auf die Matte gehen, sich setzen, sich entspannen, sich konzentrieren und sich selber spüren. Den Atem bewusst zu erleben und immer wieder zu spüren, daß da Mehr ist im Weniger.
Wie wertvoll ist all das in unserem modernen turbulenten Leben? Man möchte manchmal nichts anderes machen als Budo.

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Gewalt in Deutschland – Vergewaltigung und Kindesmißhandlung

Wenig bekannt ist das wahre Ausmaß von Gewalt in Deutschland. Hierzulande glaubt man, daß es wesentlich anders ist, als in den USA. Ich persönlich halte das für einen Trugschluß. Wenn man sich mit dem Thema intensiver beschäftigt, fällt allerdings auf, daß nicht nur die Gesellschaft relativ uninformiert ist, sondern auch die Medien das Thema unter Verschluß halten. Und natürlich wird dieses Thema genauso wie der Tod tabuisiert und negiert.

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Zivilcourage

Es ist immer wieder erstaunlich wie wenig Zivilcourage gezeigt wird, ich komme gerade jetzt auf dieses Thema da ich auf folgendes Video gestoßen bin.:
http://www.youtube.com/watch?v=cSjLd6CJdcQ&feature=related
Zwar sind die dort gezeigten Vorfälle nur gespielt , die Reaktionen der Leute aber echt & wie ich finde sehr erschreckend.
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Aikido Ziele eines Senseis/Trainers/Mitschülers

Als Lehrer/Trainer/Sensei von Aikido macht man sich ständig Gedanken über Ziele, Wege und eigene Qualifikationen. Ist man mit Budo infiziert, dann steht Budo plötzlich sehr stark im Mittelpunkt seiner täglichen Gedanken und des Handelns. Sprich: man schafft sich Freiräume für Budo und verändert Prioritäten zu Gunsten von Trainingszeiten, Inhalten und Werten. Man lebt Budo und mit diesem Inhalt ändert sich das Leben stark.

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Fotos vom Aikido Training

Fotos vom Aikido Training

Fotos vom Aikido Training im Shingen-Dojo: Fotos und Videos vom Aikido-Training sind nicht nur schön für alle Teilnehmer, die anhand der Fotos/Videos Fehler korrigieren möchten, sondern auch für alle, die Aikido kennen lernen möchten. Hier einige Fotos vom 15.03.2010 in Anrath in der Zen Fabrik des DJK VfL 1919 Willich e.V., anlässlich der Verabschiedung von Fujita-san:

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Online Videos Aikido Schulungen

Vermutlich wird nur wenigen bekannt sein, daß Reynosa-Sensei eine sehr gute und aufwendige Videoschulung im Internet bereitstellt. Die Videos sind sicher für fortgeschrittenere Aikido-Schüler gedacht und für die Inspiration von Lehrern/Trainern im Aikido. Ich persönlich finde sie nicht nur wegen der Kamera aus der Vogelperspektive sehr gelungen. Einige Videos sind gratis, andere für eine relativ geringe monatliche Gebühr (Stand heute $10) anzusehen. Hinein zu sehen lohnt sich.

http://www.makotoaikidoonline.com/

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Geduld & Motivation

Da wir das Thema in letzter Zeit mehrmals hatten, dachte ich wäre es ganz passend für meinen ersten Artikel. Man liest immer wieder das es ein Jahrzehnt oder länger braucht um Aikido richtig zu erlernen, oder um sich effektiv damit verteidigen zu können. Einige von euch finden es falsch und meinen es habe eine sehr negative Auswirkung auf die Motivation von Anfängern. Ich denke nicht so, ich bin überzeugt davon das solche Zeiträume durchaus berechtigt sind und finde es auch nicht weiter schlimm. (gewisse Erfolge zeigen sich natürlich auch schon früher, genau genommen sogar vom ersten Tag an wo man sich im Aikido übt, wie z.B. die gesteigerte Aufmerksamkeit ).

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Aikido mit Reynosa-Sensei wie ich es heute verstehe

Die Gedanken, die ich gerne mit Euch teilen möchte, sind die Essenz einiger eMails mit Reynosa-Sensei, die wir (Sensei und Peter) austauschen. Wenn man lange Flugstrecken von seinem Sensei entfernt ist, dann sind eMails mit Fragen und Antworten eine tolle Hilfe. Geraldine und ich sind als Aikido-Lehrer und Mitschüler sehr dankbar für diese Art Hilfe von Reynosa-Sensei, der unsere eMails so prompt beantwortet, Seminare in Deutschland gibt und einen Aikido-Videokurs im Internet mit Hilfe seiner Frau und seines Sohnes ins Leben gerufen hat.

Die folgenden Gedanken sind über Jahre entstanden und eine Vorstellung und Idee, die Geraldine und ich gerade jetzt von Aikido haben. Die Ideen mögen sich noch verändern und reifen, aber wir möchten sie hier gerne (auf Wunsch unseres Senseis) mit Euch teilen:

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