Unser Mitgefühl für Japan

Unser Mitgefühl gilt derzeit allen Menschen und Tieren in Japan. Immer wenn ich in der Vergangenheit ähnliche Sätze im Internet gelesen habe, dann habe ich das innerlich abgelehnt. Ich bin nicht sicher ob es deshalb war, weil man nicht weiß ob es ankommt bei den Betroffenen. Oder weil man denkt, die haben jetzt andere Probleme in Japan als sich so was anzuhören.

Nach einer solchen Katastrophe schreiben viele Regierungen an die Premierminister eines betroffenen Staates Beileidbekundungen oder Empfehlungen, Hilfsangebote. Oft vermute ich, daß die betroffenen Politiker im Krisengebiet anderes zu tun haben werden, als ausgerechnet solche Telegramme (oder sind es heute eMails?) zu lesen.

Aber vielleicht kommt es darauf nicht an, sondern ist es wichtig, daß wir das Mitgefühl entwickeln und nicht denken: Was geht mich das an.

Die Erde ist ein kleines Dorf. Wir selber haben mit Fujita-san Aikido trainiert, der jetzt bei dem Erdbeben Schreckliches erlebt hat und erlebt (In der heutigen eMail schreibt er, daß er es überlebt hat.). Die Angst Freunde und Angehörige zu verlieren, sein liebstes Haustier, oder auch nur so vermeintlich unwichtige Dinge wie Fotos der Erinnerung zu verlieren, ist eine grässliche Geschichte. Noch schlimmer wenn man in den Gebieten lebt, in denen der Tsunami oder die Strahlung der Atomkraftwerke wütet.

Auch das Internet bringt fremde oder weite Orte näher. So ist es kein Problem innerhalb von Minuten per eMail mit den entferntesten Orten auf der Welt zu kommunizieren, ja sogar zu videotelefonieren. Man kann Zeitungen in Japan lesen (The Japanese Times) oder in persönlichen japanischen Blogs seine Meinung kommentieren.

Gerade in Bezug auf Kriege, Atomwaffen und Atomenergie, Hunger und Elend auf dieser Welt, kann uns das Internet näher bringen und verstehen lernen, daß wir alle zusammen gehören – voneinander abhängig sind. Wenn die Atomschmelze in Japan die Radioaktivität auf das Meer weht, dann wird uns das mit dem nächsten Fisch auf unseren Tellern serviert. Noch näher war vor 25 Jahren Tschernobyl, welches auch deutsche Menschen, Tiere und Pflanzen direkt vergiftete.

Wir können uns nur Aufmachen, Nachdenken, Mitfühlen und letztlich unserer Meinung laut Ausdruck verleihen, wenn wir Dinge auf diesem Planeten ändern wollen.

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Zivilcourage

Es ist immer wieder erstaunlich wie wenig Zivilcourage gezeigt wird, ich komme gerade jetzt auf dieses Thema da ich auf folgendes Video gestoßen bin.:
http://www.youtube.com/watch?v=cSjLd6CJdcQ&feature=related
Zwar sind die dort gezeigten Vorfälle nur gespielt , die Reaktionen der Leute aber echt & wie ich finde sehr erschreckend.
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Aikido macht Spaß

Neben dem tieferen Sinn von Aikido macht es Euch offensichtlich auch Spaß, denn die Mitgliederzahl des Shingen-Aikido-Dojo wächst stetig. Aber nicht auf die Anzahl der Mitglieder kommt es an, sondern auf die Menschen selbst und wir sind sehr glücklich mit Euch allen gemeinsam trainieren zu dürfen. Es macht uns unheimlichen Spaß, das muß mal gesagt werden.

Gestern hatten wir Gelegenheit einmal ein aktuelleres Foto von den meisten Mitgliedern zu machen. Leider fehlt immer der eine oder andere auf so einem Foto. Wir wissen aus eigener Erfahrung, daß es manchmal unheimliche Mühe macht zum Training zu gehen. Einige von Euch kommen sogar einen sehr weiten Weg zu uns (nicht “nur” aus Vorst, Kempen, Krefeld und Umgebung). Das ist eine riesen Leistung und macht uns sehr glücklich!

Mitglieder vom Shingen-Aikido-Dojo in Vorst bei Kempen Krefeld Mönchengladbach Viersen Nettetal Grefrath

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Gewalt in Deutschland – Budo hilft

Gewalt hat es in Deutschland schon immer gegeben und sie ist nicht erst seit dem brutalen Überfall auf den Schuldirektor in der Münchener U-Bahn akut. Natürlich rückt diese Art von Gewalt gerade jetzt in den Blickpunkt der Medien, denn es gab Videoaufnahmen, welche den Medien in der Deckung der Sensationsgier ihrer Zuschauer entgegen kommt. Aber es gibt noch ganz andere Arten von Gewalt, sei es in der Ehe, eine Vergewaltigung, ein Mißbrauch, das Mobbing, das Stalking oder die Erpressung, die von Medien gar nicht oder nur unzureichend gezeigt und besprochen werden. Auch die leidliche Diskussion um härtere Strafen wird keinen dieser asozialen Menschen abschrecken, das beweist schon die Todesstrafe. Ich vermute, daß sich entgegen der Meinung des Focus-Magazins mit Nutzungsmöglichkeiten des Handys in der U-Bahn keine solche Straftat verhindern läßt, denn ein Anruf dauert lange und bis die Polizei auf solch einen Notruf reagieren kann, ist der Überfall vermutlich in den meisten Fällen bereits passiert.

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Schmerzen

Lernen und Loslassen funktionieren nur mit Schmerzen. Das gesamte Aikido-Prinzip baut auf Schmerzen auf. Immer dann, wenn ich jemanden der mich angreift unter Kontrolle bringe, fühlt der Angreifer den Schmerz, selber nicht die Kontrolle zu haben. Er fühlt auch den Schmerz von nikkio oder yonkio ganz deutlich und der Kopf speichert diese Information nach dem xten Training so ab, daß der Mensch, der oft Uke war, beim Ausführen der Technik als Nage immer mehr Mitgefühl bekommt und die Technik bei seinem Übungsangreifer vorsichtiger anbringt. Was der Schüler dann gelernt hat ist nicht nur yonkio und nikkio, sondern vor allem auch Mitgefühl (nicht zu verwechseln mit Mitleid) und Verantwortung.

Wenn ein Kind die Welt erfährt, dann lernt es am schnellsten, wenn etwas weh tut. Daß die Herdplatte heiß ist, mögen die Eltern vielleicht zehn Mal eindringlich gesagt haben. Erst wenn das Kind selber an die Herdplatte gepackt hat, wird es den Fehler im besten Falle nicht wieder machen. Wenn der Lehrer einem Schüler also etwas vermitteln möchte, dann kann das Lernen ebenso nicht ohne Schmerzen funktionieren. Es ist nur selten so, daß ein Schüler dafür auch noch dankbar ist. Schließlich geht es dem Lehrer nicht um Dankbarkeit, auch nicht um Geld (als Aikido-Lehrer bekommt oft gar keines), sondern im günstigsten Falle um höhere Ziele. Und wenn dann ein Lehrer z.B. sagt: “Fußball ist ein Sport, bei dem sich viele Verletzungen ergeben und bei dem man ans Gewinnen denkt, aber nur selten an den Weg oder daran, zu lernen zu verlieren”, dann wird ein Schüler deshalb nicht öfter zum Aikido kommen. Erst wenn die Verletzung da ist, oder die Einsicht daß es auch dem Trainer (nicht zu verwechseln mit Lehrer) nur ums Gewinnen geht, oder daß die Kollegen oft genug menschliche Wracks sind und nicht im mindesten an die soziale Komponente denken, wird ein Schüler es verstehen. Bis dahin sind viele Schmerzen da, die die genügende Einsicht erzeugen mögen. Manchmal und oft genug schaffen es nicht einmal die Schmerzen.

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Indisches Bildnis zur Toleranz – Vier Blinde erfahren einen Elefanten

Jeff Sensei aus Mauii hat uns diese Geschichte zukommen lassen. Wir mögen sie gerne, denn Sie hat viel mit Aikido, Aufmerksamkeit und Toleranz zu tun:

“Vier blinde Menschen erfahren einen Elefanten. Diese vier Menschen sind nie einem Elefanten begegnet und sie berühren ihn, in dem Wunsch dieses neue Phänomen zu verstehen und beschreiben zu können. Einer fasst den Rüssel und denkt es sei eine Schlange. Der Zweite erforscht das Bein des Elefanten und denkt es sei ein Baum. Der Nächste faßt den Schwanz und denkt es sein ein Seil. Der vierte Blinde ertastet die Seite des Elefanten und denkt es sein eine Mauer.

Jeder der blinden Männer entdeckt den Elefanten. Und doch beschreibt jeder dasselbe Tier in einer eigenen radikal anderen Art.

Wenn wir nur alle wirklich sehen könnten…”

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