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Budo und Notwehr (Rechtsgrundlagen)

Guido | 17. September 2009

Wer eine der Kampfkünste trainiert, wird sich irgendwann auch mit den Notwehrparagraphen beschäftigen müssen, um in einer entsprechenden Situation zu wissen, wie weit er gehen kann.

An diesem Punkt sei, wie auch schon in anderen Artikeln dieses Blogs erwähnt, dass es in einer physischen Auseinandersetzung keinen Sieger geben kann. Wer also kämpft hat den Kampf verloren weil er kämpft. Wenn es irgendeine Möglichkeit gibt, den Kampf zu vermeiden, dann vermeide ihn und sei es, dass du wegrennst….am besten mit 80 km/h…;-))).

Zu Deutsch:

“Krieg ist Bullshit und stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin…..yeahhh”

Es ist mir im Laufe meines Lebens in jeder Situation gelungen den Kampf zu vermeiden. Eine Situation, die mir dabei gut im Gedächtnis geblieben ist, vollzog sich während meiner Ausbildung zum Kommunikationselektroniker. Es gab dort die Situation in der ein Interessenkonflikt zwischen mir und einem anderen Auszubildenden dazu führte, dass er sich vor mich stellte und seine Fäuste erhob. Was dann bei mir automatisch ohne mein Zutun ablief hat mich bis heute nachhaltig beeindruckt. Üblicherweise spannt sich in einer solchen Situation der ganze Körper an und geht in Verteidigungshaltung. Ebenso dramatisch steigt der Adrenalinspiegel an und man wird von einer selbsterhaltenden Aggression gepackt. Bei mir passierte in diesem Augenblick seltsamerweise genau das Gegenteil (vielleicht auch aus Angst). Es war als würde sich in meinem Kopf ein Schalter umlegen, der es vermochte, dass jegliche Aggression sich im Sekundenbruchteil abschaltete und ich völlig entspannt ohne Aggression vor meinem vermeintlichen Angreifer stand. Der guckte daraufhin völlig überrascht, senkte seine Fäuste und meinte nur zu mir “Man bist du cool”. Nur das ich mich selber überhaupt nicht als cool empfunden habe sonder eher als soft. Seither versuche ich in entsprechenden Situationen einfach soft zu sein, ruhig zu bleiben und mich nicht aufzuregen. Bisher hatte ich damit immer Erfolg. Und was ich mir wirklich Wünsche ist, dass ich nie in eine Situation komme, in der ich Budo wirklich anwenden muss.

Dennoch gibt es dafür keine Garantie und zu wissen wie sich Budo rechtlich darstellt, scheint für mich ein wesentlicher Bestandteil des Budotrainings zu sein. Insofern anbei die Notwehrparagraphen und deren Deutung an Stellen, die man auch nach mehrmaligem Lesen kaum oder gar nicht versteht. Dafür war einige Recherche erforderlich.

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Aikido / Budo, Allgemein, Selbstverteidigung

Aikido mit Reynosa-Sensei wie ich es heute verstehe

Peter Roskothen | 21. August 2009

Die Gedanken, die ich gerne mit Euch teilen möchte, sind die Essenz einiger eMails mit Reynosa-Sensei, die wir (Sensei und Peter) austauschen. Wenn man lange Flugstrecken von seinem Sensei entfernt ist, dann sind eMails mit Fragen und Antworten eine tolle Hilfe. Geraldine und ich sind als Aikido-Lehrer und Mitschüler sehr dankbar für diese Art Hilfe von Reynosa-Sensei, der unsere eMails so prompt beantwortet, Seminare in Deutschland gibt und einen Aikido-Videokurs im Internet mit Hilfe seiner Frau und seines Sohnes ins Leben gerufen hat.

Die folgenden Gedanken sind über Jahre entstanden und eine Vorstellung und Idee, die Geraldine und ich gerade jetzt von Aikido haben. Die Ideen mögen sich noch verändern und reifen, aber wir möchten sie hier gerne (auf Wunsch unseres Senseis) mit Euch teilen:

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* Grundlagen *, Aikido / Budo, Menschliches, Selbstverteidigung

Zunehmende Kriminalität in Deutschland

Peter Roskothen | 2. Juli 2009

Die Kampfsportarten und Kampfvermeidungskünste genießen in schlechten Zeiten einen großen Zulauf.  Eine stark zunehmende Kriminalität in Deutschland hat gute Gründe: Arbeitslosigkeit, scheinbare Perspektivlosigkeit, weniger Geld für Sicherheit (Polizei) und extreme Gewaltbereitschaft mangels Respekt. Viele Menschen flüchten sich in Ihre vier Wände, aber was ist mit Einbruch, Diebstahl, Raub, versuchtem Todschlag?

Aikido (wie auch andere Budoarten) verhilft Menschen zu mehr Aufmerksamkeit, mehr Ruhe und Disziplin, zu mehr Selbstverteidigungs-Möglichkeiten im Ernstfalle.

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Aikido / Budo, Frauen Selbstverteidigung, Selbstverteidigung

Budogala Juni 2007 – Aikido Videos

Peter Roskothen | 3. August 2007

Das Aikido-Shingen-Dojo im TV-Vorst ist eine sehr junge Aikido-Schule. Alle Schüler sind Anfänger und haben in wenigen Monaten viel gelernt. Am Anfang werden bei uns im Aikido spezifische Gymnastik zum Warmmachen, Rollen und Basistechniken gelernt. Diese können auch schon als sehr effektive Selbstverteidigung dienen.
Was anfangs ausschließlich nach Selbstverteidigung aussieht, schult aber vor allem auch die Wahrnehmung, die Ethik, die Aufmerksamkeit, die Toleranz, das Miteinander und die Disziplin und Etikette der Teilnehmer. Diese helfen im gesamten alltäglichen Leben bei Aufgaben wie der Arbeitssuche, jeder Aufgabenbewältigung, einer Krankheit und sogar anderen schwierigen Herausforderungen.
Aikido ist für alle Menschen – Kinder, Frauen, Männer – ab 6 Jahren geeignet. Ein Einstieg auch in späteren Jahren ohne Vorkenntnisse ist jederzeit möglich. Die Trainer Geraldine und Peter haben mit 36 und 38 Jahren mit Aikido begonnen. Der Erfinder des Aikido Morihei Ueshiba war mit etwa 60 Jahren auf der Höhe seiner Fähigkeiten.
Aikido ist eine rein defensive Kampfvermeidungskunst. Es ist kein Sport, denn es dient nicht dem Spaß oder dem Wettkampf. Es gibt beim Aikido keine Wettkämpfe und im Shingen-Dojo wird auch auf Graduierungen verzichtet. Um Graduierungen und Urkunden geht es beim Aikido aber überhaupt nicht.

Das Aikido-Shingen-Dojo zeigte auf der Budogala einen Ausschnitt aus dem ganz normalen Trainingsalltag. Hierbei werden die Übungen durch die Trainer gezeigt und von den Schülern geübt. Alle haben sich vor der Vorführung ausgiebig zusammen warm gemacht:

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Aikido / Budo, Allgemein, Techniken, Videoclip Quicktime

“Etikette” – was ist das und wofür ist das – eine Erklärung für Kinder

Peter Roskothen | 18. März 2007

Wir reden im Aikido oft über “Etikette”. Aber kaum jemand weiß, was sich hinter dem Wort verbirgt.

Es hat nichts mit Kette oder einem Preisschild zu tun, sondern heißt soviel wie “gutes Benehmen” oder “Guter Ton” oder “Gute Manieren”. Ihr habt auch alle eine “Etikette”, ein Benehmen. Das gute Benehmen wird Euch schon von den Eltern und Großeltern beigebracht. Das fängt damit an, daß man morgens “Guten Morgen” sagt und abends “Gute Nacht” oder “Ich hab Dich lieb” sagt. Und man kann noch ganz viele andere Beispiele finden wie das Essen mit Messer und Gabel (in Japan mit Stäbchen). Und daß man nicht am Tisch rüplst oder schlürft.
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Aikido / Budo, Allgemein, Etikette, Kinder / Jugendliche

Aikido für Kinder – eine Erklärung für Jugendliche und Kinder

Geraldine und Peter Roskothen | 7. Februar 2007

Was ist Aikido?
Aikido kommt aus Japan und ist eine Kampfkunst. Ganz genau gesagt, ist es eine Kampfvermeidungskunst. Also die Kunst keinen Kampf zu haben.

Wer hat Aikido denn erfunden?

Das war der Japaner Morihei Ueshiba, genannt O-Sensei (zu deutsch: “Großer Lehrer”). O-Sensei war nur etwa 1.52 Meter groß und hatte sein ganzes Leben lang gekämpft. Dann wollte er keinem Menschen mehr weh tun und hat Aikido erfunden. O-Sensei wurde am 14. Dezember 1883 im japanischen Tanabe geboren und er starb am 26. April 1969. Er hat Aikido erfunden, weil es nicht aggressiv und nicht tödlich ist, aber trotzdem total wirksam ist.

Warum wird O-Sensei “Großer Lehrer” genannt, wenn er nur 1.52 Meter groß war?
Weil er so toll Aikido konnte und uns das Aikido erfunden hat. Man sagt O-Sensei aus Respekt vor seiner Kunst und seiner Liebe.

Wie geht Aikido?
So wie Ihr es bei uns lernt. Man macht sich ganz ausführlich warm und kann dann Techniken lernen. Dazu benötigt man einen oder mehrere Uke (Angreifer, die einem aber nicht wehtun, sondern nur angreifen damit man selber üben kann) und den Nage (den, der die Technik übt). Draußen im Leben geht Aikido indem man Konflikte nicht provoziert, also nichts dazu tut, daß jemand aggressiv wird. Wenn man doch einmal in eine brenzlige Situation kommt, dann kann man mit Aikido prima Selbstverteidigung machen, ohne jemand anderem weh zu tun.

Wie kann man das machen?
Aikido ist anders als z.B. Judo oder Karate. Man braucht nicht stark, groß und schnell zu sein. Das hilft sowieso nicht, wenn man einen trifft, der stärker, größer und schneller als man selber ist. Ihr könnt die Kraft eines Angriffs umlenken und dazu nutzen, den Angreifer unter Kontrolle zu bringen. Außerdem lernt Ihr beim Aikido ganz viel Aufmerksamkeit, sechsten Sinn und Höflichkeit gegenüber anderen. Das hilft sowieso am Besten.

Gibt es Wettkämpfe?
Nein, gibt es nicht. Aber es gibt von Zeit zu Zeit Prüfungen.

Sind Prüfungen schlimm?
Nein, die dienen dazu noch mehr zu lernen und zu erkennen, was man selbst noch verbessern kann.

Gibt es beim Aikido Gürtel mit Farben?
Nein, wir haben keine und das hat folgenden Grund: der weiße Gürtel und der weiße Gi (der Anzug) symbolisiert Sauberkeit und Reinheit. Man soll den Kopf frei haben für das Training und für seine Mitschüler und Lehrer. Wenn man einen farbigen Gürtel trägt, dann glaubt man besser zu sein als jemand anders. Normaler Weise kriegt man dann eine rein, weil einem so was überhaupt nicht hilft im Leben.

Wie kann ich denn mit Euch Aikido üben?

Wenn Ihr noch nie da wart, dann kommt mit Euren Eltern mal vorbei. Bringt einen Trainingsanzug und ein paar Badeschlappen mit. Schneidet Euch alle Fingernägel und Fußnägel kurz und tragt beim Training keinen Schmuck oder Haarspangen oder Uhren oder Armbänder. Ihr könnt mal reinschnuppern und ein paar Mal trainieren und fragt dann Eure Eltern, ob Ihr Mitglied im TV-Vorst werden dürft. Wenn Ihr schon Mitglieder seid dann braucht Ihr Eure Eltern das nicht zu fragen, aber Eure Eltern müssen gut wissen, wann und wo Ihr trainiert. Bitte sagt Euren Eltern genau Bescheid und erzählt Ihnen auch ganz viel über Aikido, damit sie wissen wie toll das ist und vielleicht auch selber mitmachen :-)

Wie kann ich noch mehr über Aikido lernen?

Sucht mal mit Euren Eltern zusammen im Internet nach Aikido. Da gibt es noch viel mehr Informationen. Auch auf dieser Webseite vom Aikido-Shingen-Dojo findet Ihr ganz viel. In Zukunft gibt es noch mehr. Übringens könnt Ihr hier auch Kommentare schreiben und auch selbst Artikel schreiben. Fragt uns einfach wie das geht.

Wo kann man denn die ganzen japanischen Begriffe nachsehen, die wir so alle sagen?
Am Anfang braucht Ihr nur ganz wenige Ausdrücke zu wissen:
Onegai shimasu – “Tue mir was Gutes” oder “Bitte trainiere mit mir”
Domo arigato gozaimashita – “Ganz herzlichen Dank”
Arigato gozaimashita – “Vielen Dank”
ichi • ni • san • shi • go • roku • shichi • hachi • kyũ • ju – Zahlen von 1 bis 10
(das ist nur ein Zählsystem im Japanischen, es gibt z.B. noch eines für Sachen und eines für Personen)
ju-ichi • ju-ni • ju-san • ju-shi • ju-go • ju-roku • ju-shichi • ju-hachi • ju-kyũ • ni-jũ – Zahlen von 11-20
ni-ju-ichi – 21…

Hier könnt Ihr viele Ausdrücke sehen und auch anhören (in japanischer Aussprache). Diese Ausdrücke werden ganz anders gesprochen als man sie liest >>. Das “r” zum Beispiel, sprechen die Japaner fast so aus wie wir das “l”.
(wird bald fortgesetzt)

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Aikido / Budo, Historisch, Kinder / Jugendliche, Philosophie, Techniken

Ist Budo für Frauen geeignet? Frauen im Aikido (Selbstverteidigung)

Geraldine und Peter Roskothen | 19. Januar 2007

Immer wieder fragen sich Mädchen und Frauen, ob Aikido, Karate, Judo, Tai Chi und andere Budoarten auch für sie selbst geeignet sind. Natürlich sind diese Budoarten sehr gut für Frauen geeignet, aber in vielen dieser Budoarten sieht man leider nicht so viele weibliche Mitglieder (das hängt aber auch sehr vom Dojo und noch viel mehr von den Lehrern ab).

Im Aikido ist es häufig so, daß Frauen sogar zahlenmäßig überlegen sind (Anm.: In Berlin gibt es ein Dojo nur für Frauen “Aikido Frauen Dojo”, welches sicher auch einen tollen Zusammenhalt hat.), vor allem aber haben Männer im Aikido gar keine Vorteile vor Frauen.

Wir persönlich (Geraldine und Peter) haben auch in unserem vorherigen Aikido-Dojo in Kempen immer mit sehr gemischten Gruppen trainiert. Nicht nur trainierten dort auch Frauen und Männer gemeinsam, sondern auch Erwachsene mit Kindern und Jugendlichen. Zum einen hilft es den Männern die mit Kindern und Frauen üben, die Techniken nicht mit Kraft, sondern ohne Bizeps zu erlernen. Zum anderen ist Aikido für Frauen und Kinder eben wegen der Techniken prädestiniert. Die Schüler benötigen mit Aikido keine Kraft und Frauen lernen einfacher die Techniken, weil sie in der Regel gar nicht auf die Kraft zurückgreifen können wie Männer. All dies mag auch der Grund sein, warum so viele ältere und alte Menschen Aikido üben können. Die Techniken (und damit auch die Selbstverteidigung) können ohne Kraft auskommen und sind dabei extrem effektiv.

Für das Aikido und alle Übenden bedeutet das einen sehr sozialen Charakter, der zur Förderung des Miteinanders führt. Alle Menschen können sich so von allen anderen die guten Dinge und Eigenschaften abgucken.

Trotzdem bieten wir auch spezielle Selbstverteidigungskurse für Frauen an. Bei Interesse mailen Sie uns doch bitte oder rufen uns einfach an.

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