Seminar in Anrath mit dem Tomodachi Dojo Siegen
Das Siegener Tomodachi Dojo besuchte uns am 14. Janaur 2012 in Anrath zusammen mit Christian und Ramona aus Pirmasens zu einem gemeinsamen Seminar. Rein subjektiv war es für Geraldine und mich ein Seminar welches den größeren mit Reynosa Sensei in nichts nachsteht. Wir haben gemeinsam viel Spaß gehabt, ausgiebig gerollt, von einander gelernt und noch enger zusammen gefunden. Es gab trotz des Powerschubsens keine Verletzungen.
Es ist eine Freundschaft zwischen unseren Dojos und so was ist in der Aikido-Welt eben selten. Zu sehr sind manche Leher darauf bedacht als Sensei zu gelten, Macht zu haben, sich keine Blöße zu geben, wichtig zu erscheinen und vor allem unfehlbar zu sein. Das ist hier alles anders, lockerer, eben Aikido in seiner wahren Bedeutung. Keine Politik, kein Gehabe, keine Facade, sondern einfach mehr. Schön, daß wir das alle zusammen hinbekommen!
MehrSeminar mit Reynosa-Sensei
Das Seminar mit Sensei am 9./10. Juli hat eine Menge gegensätzliche Emotionen bewusst oder unbewusst hervorgerufen: Freude und Traurigkeit, Spannung und Entspannung, Schmerz und Erlösung, das Gefühl von Fortschritt, aber auch Rückschritt, der Wunsch mehr zu lernen, weiterzukommen oder Grundsätzliches zu hinterfragen. Es gab harte Momente und lustige Momente, Erkenntnisse, die sowohl auf positive als auch negative Resonanz stiessen. Eine Herausforderung für Körper und Kopf. Auf jeden Fall hat Sensei es geschafft, jeden zu berühren und etwas im Inneren zu bewegen. Egal wie nun der Weg für jeden einzelnen weitergeht, ob man irimi oder tenkan macht, auf der Linie bleibt (
) oder abbiegt, auf der Stelle stehen bleiben wird man nicht.
Seminar mit Reynosa-Sensei in Weilerbach
Am 7. und 8.11.2009 gibt Reynosa-Sensei ein Aikido-Seminar in Weilerbach (bei Kaiserslautern). An dem Wochenende (Samstag und Sonntag) sind alle herzlich eingeladen, die gerne an dem internationalen Aikido-Lehrgang teilnehmen möchten.
Seminar Ausschreibung und Anmeldeformular Reynosa-Sensei (PDF) >>
MehrSeminar mit Prüfung und Besuch von Reynosa-Sensei
Zwei Termine sind wichtig:
- Am Samstag, den 29. März haben wir ein Seminar in Vorst mit Sabine-Sensei und Jürgen-Sensei sowie Schülern aus Siegen mit anschließender Prüfung.
- Am 13.06., 14.06. und 15.06.2008 ist das Seminar mit Reynosa-Sensei in Belgien. Wir fahren wieder gemeinsam dorthin. Es gibt wohl diesmal bessere Übernachtungsmöglichkeiten, so hoffen wir. Genaueres wird noch auf diesen Seiten bekannt gegeben. Dazu noch ein bisschen Geduld, aber bitte schon mal die Termine frei halten.
Die Gespräche mit Reynosa-Sensei aus der Sicht eines 17-jährigen
Wie schon beschrieben haben wir uns gemeinsam zum Christkindl-Seminar nach Nürnberg aufgemacht, um bei Larry Reynosa-Sensei etwas über den Weg (jap.: „Do“) des Aiki (jap.: „ai“: „Harmonie“, jap.: „Ki“: „Lebenskraft“) zu lernen.
Tatsächlich haben die Gespräche, die Sensei (dt.: „Lehrer“) jeder Trainingseinheit vorweggenommen hat, besser gesagt, die jedes Training einleiteten, weitaus tiefgründigere Einsicht in die Welt des Aikido geboten.
Sensei betonte zunächst, dass er diese Gespräche für einen essentiell wichtigen Teil im Training einer Kunst des Budo (dt.: „Der Weg des Krieges“) als wirklicher „Weg des Krieges“ halte, was denke ich alle Beteiligten dazu führte seine Worte umso mehr in sich wirken zu lassen.
Ein Aspekt, den er im Folgenden immer wieder betont hat, ist die Verantwortung eines jeden Lehrers des Aikido, die er seinen Schülern gegenüber trage. Jedem von ihnen zu vermitteln, was der Sinn im Aikido sei. Lehrt ein Lehrer Aikido als Weg sich zu verteidigen, so müssen die vermittelten Techniken auch funktionieren. Wenn die Techniken jedoch nicht funktionieren, so sei auch diese Form des Aikido zu respektieren, allerdings nur, wenn der Schüler darum weiß, dass er sich niemals auf der Straße damit wird verteidigen können.
Auf der anderen Seite müsse auch jedem Schüler, der Aikido lernt, dass „straßentauglich“ ist, vermittelt werden, dass die Techniken unter allen umständen nur ein schadenregulierendes allerletztes Mittel sind. Die Meisterschaft im Budo bestünde also nicht im Meistern der äußeren Form, sondern in der Beherrschung von Aggression und Angst.
Damit kommen wir zum nächsten Punkt. Angst!
Die Kontrolle über die eigene Angst zu erlernen, war ein weiterer Punkt, auf den Sensei sehr viel Wert legte. Denn Angst sei große Hürde, wenn man sich wirklich einmal im Kampf muss.
Sensei drückte dies beim üben der Technik Yubi-Dori (Ergreifen der Finger bei Angriff mit geöffneter Hand) ungefähr so aus: „Wenn euch jemand Angreift mit der Absicht euch zu töten, und ihr seine Finger dann loslasst, nur weil sie knacken und ihr Angst davor habt eurem Angreifer die Finger zu brechen, dann könnt ihr davon ausgehen, dass derjenige aus Wut über seine gebrochenen Finger noch einmal angreift. Und dieses Mal wird er mit mehr Elan zuschlagen.“
Nun diese Aussage mag auf den ersten Blick vielleicht im Gegensatz zu dem stehen, was O’Sensei (dt: „Großer Lehrer“) (Ueshiba Morihei, Begründer des Aikido) einmal sagte: „Wenn dich jemand bedroht, schließe deinen Angreifer ins Herz“ also ‚Zeige Gnade!’, wenn man sich aber überlegt, dass man auch die einfachere Möglichkeit hat, den Gegner brutal mit einem Faustschlag ins Gesicht zu verletzen und damit schwere Schäden zuzufügen, dann sind doch, bezogen auf dieses Beispiel, ein paar gebrochene Finger, ein relativ verantwortungsbewusstes Umgehen mit einem Angreifer.
Diese Verantwortung vermittelte Sensei also nicht nur den Lehrern auf dem Seminar sondern allen anwesenden.
Auf der anderen Seite hat er, um zum Schlüsselwort Angst zurückzukommen, auch gesagt, dass Angst überhaupt erst zu Angriffen führt. Entweder, weil der Angreifer die Angst eines „schwachen Opfers“ erkennt, oder aber, weil die Angst zur Aggression des Angreifers führt.
Die Angst die Kontrolle über eine Situation zu verlieren, die Angst davor schlecht dazustehen, und viele andere Formen von Ängsten.
Angst ist, so Reynosa-Sensei, die einzige Ursache für Aggression. „Fear leads to anger“ (dt.: „Angst führt zu Wut“), sagte Sensei wortwörtlich.
Kontrolle und die Angst davor, schlecht dazustehen, waren auch Thema der Gespräche. Kontrolle ist der Schlüssel im Aikido. Die Kontrolle keine Aggression aufkommen zu lassen, Kontrolle darüber das man evtl. aufkommende Aggression wieder in den Griff bekommt, und die Kontrolle über seinen Angreifer, falls man es nicht hat verhindern können angegriffen zu werden.
Und im Bezug auf die Angst davor schlecht dazu stehen, sagte Sensei nur sehr nüchtern etwas wie: „Es muss euch egal sein, was andere von euch denken. Ihr müsst für das einstehen, was ihr sagt, tut und seid.“ wörtl. „Stay on the line“ (dt: „Bleibe auf der Linie“).
Dieses Credo „Stay on the line!” bezog er sowohl auf Technik (das Prinzip des Eintretens in den Angriff, statt ihm auszuweichen jap.: „Irimi“ auch „Omote“), als auch auf das tägliche Leben. Kein Mensch sollte sich jemals von seinem Weg abbringen lassen, sofern dieser auf seine Tugend hin überprüft worden ist.
Leider muss ich zugeben, dass dies alles ist, was mir im Augenblick zu den besprochenen Themen einfällt. Ich habe nun die Themen, die mir eingefallen sind angeschnitten und die Gedanken zum Teil weiter gesponnen, möchte aber klarstellen, dass das Besprochene noch weitaus tiefgründiger war. Ich freue mich auf Kommentare und Anregungen was evtl. Vergessene Aspekte im Artikel betrifft.
Mit freundlichen Grüßen
Tobi
MehrSeminar mit Kern-Sensei
Am 20./21. Oktober findet im Zanshin-Dojo bei Marion und Jens in Willich ein Seminar mit Kern-Sensei statt. Dieses sehr interessante Seminar ist auch für alle Aikidoka vom Shingen-Dojo ab 14 Jahren interessant. Wir hatten vor Jahren bereits einmal die Ehre, ein Seminar mit Kern-Sensei mitzumachen und waren begeistert. Auch Marion und Jens, die Senseis des Zanshin-Dojo sind sehr gute und nette Aikidoka und wir empfehlen die Teilnahme am Seminar von ganzem Herzen.
Hier findet Ihr die Unterlagen zum Seminar >>
MehrShinai-Seminar
Am Sonntag, den 18.03.2007 um 14 Uhr 15 Uhr, bieten wir ein internes Shinai-Training für alle Budoka des TV-Vorst. Das Training ist natürlich gratis und dauert etwa 1.5 bis 2 Stunden (15-17 Uhr). Bitte sagt uns kurz ob Ihr teilnehmt und kommt wenn möglich mit weißen Obi.
