Shingen Aiki
Da ist es also: unser Logo. Shingen Aiki in Kanji, ein Geschenk von Fujita-san und seiner Frau an unser Dojo.
Domo arigato gozaimashita, Fujita-san!
Aikido-Mitglieder
Hier ein aktuelles Foto einiger unserer Aikido-Mitglieder. Einige Mitglieder fehlen hier leider, aber wir werden versuchen in Kürze ein aktuelles und kompletteres Foto zu zeigen.
MehrAikido macht Spaß
Neben dem tieferen Sinn von Aikido macht es Euch offensichtlich auch Spaß, denn die Mitgliederzahl des Shingen-Aikido-Dojo wächst stetig. Aber nicht auf die Anzahl der Mitglieder kommt es an, sondern auf die Menschen selbst und wir sind sehr glücklich mit Euch allen gemeinsam trainieren zu dürfen. Es macht uns unheimlichen Spaß, das muß mal gesagt werden.
Gestern hatten wir Gelegenheit einmal ein aktuelleres Foto von den meisten Mitgliedern zu machen. Leider fehlt immer der eine oder andere auf so einem Foto. Wir wissen aus eigener Erfahrung, daß es manchmal unheimliche Mühe macht zum Training zu gehen. Einige von Euch kommen sogar einen sehr weiten Weg zu uns (nicht “nur” aus Vorst, Kempen, Krefeld und Umgebung). Das ist eine riesen Leistung und macht uns sehr glücklich!

Budogala Juni 2007 – Aikido Videos
Das Aikido-Shingen-Dojo im TV-Vorst ist eine sehr junge Aikido-Schule. Alle Schüler sind Anfänger und haben in wenigen Monaten viel gelernt. Am Anfang werden bei uns im Aikido spezifische Gymnastik zum Warmmachen, Rollen und Basistechniken gelernt. Diese können auch schon als sehr effektive Selbstverteidigung dienen.
Was anfangs ausschließlich nach Selbstverteidigung aussieht, schult aber vor allem auch die Wahrnehmung, die Ethik, die Aufmerksamkeit, die Toleranz, das Miteinander und die Disziplin und Etikette der Teilnehmer. Diese helfen im gesamten alltäglichen Leben bei Aufgaben wie der Arbeitssuche, jeder Aufgabenbewältigung, einer Krankheit und sogar anderen schwierigen Herausforderungen.
Aikido ist für alle Menschen – Kinder, Frauen, Männer – ab 6 Jahren geeignet. Ein Einstieg auch in späteren Jahren ohne Vorkenntnisse ist jederzeit möglich. Die Trainer Geraldine und Peter haben mit 36 und 38 Jahren mit Aikido begonnen. Der Erfinder des Aikido Morihei Ueshiba war mit etwa 60 Jahren auf der Höhe seiner Fähigkeiten.
Aikido ist eine rein defensive Kampfvermeidungskunst. Es ist kein Sport, denn es dient nicht dem Spaß oder dem Wettkampf. Es gibt beim Aikido keine Wettkämpfe und im Shingen-Dojo wird auch auf Graduierungen verzichtet. Um Graduierungen und Urkunden geht es beim Aikido aber überhaupt nicht.
Das Aikido-Shingen-Dojo zeigte auf der Budogala einen Ausschnitt aus dem ganz normalen Trainingsalltag. Hierbei werden die Übungen durch die Trainer gezeigt und von den Schülern geübt. Alle haben sich vor der Vorführung ausgiebig zusammen warm gemacht:
MehrShugyo
Schon in dem Artikel über Shu – Ha – Ri haben wir kurz den Begriff “Shugyo” verwandt. “Shugyo” (oder auch “Shugio” geschrieben) ist ein Begriff, der offensichtlich verschiedene Bedeutungen haben kann. Früher war ein “Shugyosha” ein Budoka, der von Dojo zu Dojo zog, um dort weiter zu lernen.
Der Begriff “Shugyo” setzt sich aus den zwei Silben zusammen: Shu bedeutet soviel wie Disziplin, Respekt, Lernen und Gyo bedeutet soviel wie Kunst. Vielleicht soviel wie “die Kunst erlernen”.
“Shugyo” ist ein sehr schwierig zu erklärender Begriff und bedeutet im übersetzten Sinne offenbar auch soviel wie “den Geist schmieden” oder “den Geist polieren”. Es bedeutet Geist und Körper in Einklang zu bringen und sich selber herauszufordern. Das wiederum bedeutet, aufrichtig zu sein, an sich selbst zu arbeiten und über seine Grenzen zu gehen. Vor allem aber seine Fehler zu erkennen und aus der Komfortzone herauszukommen.
Shugyo scheint mit Misogi (Reinigung) daherzukommen. Offensichtlich kann man Shugyo jeden Tag praktizieren, indem man unliebsame Aufgaben erledigt und zum Beispiel Ordnung in seinem Leben schafft. Natürlich kann das so etwas sein, wie Aufräumen, das Bett machen, seinen Gi selbst waschen, sich um den Abwasch kümmern. Aber im Grunde geht es darum, den Geist offen zu machen, ihn rein zu machen und sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Also sich nicht hängen zu lassen, sondern zu reifen.
Auf dem körperlichen Level kann man Shugyo durch wiederkehrende Bewegungen gut praktizieren. Das kann das Putzen der Tatami sein, oder das bewußte Sitzen und Atmen, einhergehend mit Disziplin.
In Deutschland ist das Shugyo im Leben sicher oft unbequem und unbekannt. Das fängt schon in der Schule an, in der man sein Papier unachtsam wegwirft oder die Schuhe nicht sauber macht beim Eintreten. Man überläßt das Putzen jemand anderem. In Japan putzen Schüler ihre Schule selbst und machen sauber. Das ist eine Art der Disziplin und Selbstüberwindung, die dazu geeignet ist, mit sich selbst ehrlich zu sein, sich über seine eigenen Grenzen der Faulheit und Unreinheit hinwegzusetzen.
Natürlich kann Shugyo auch bedeuten etwas Neues zu erfahren, in ein fremdes Dojo zu gehen und sich diszipliniert und respektvoll zu benehmen. Oder zu einem fremden Lehrgang zu gehen, der mit völlig neuen Herausforderungen aufwartet und in dem man sich sehr bescheiden aufführen muß. Bescheiden zu sein kann überhaupt nie wirklich schaden, denn wir sind alle mit großen Fehlern durch das Leben, welche man angehen kann und möchte, wenn man Shugyo praktiziert.
Shugyo praktiziert in unserem Verständnis jeder, der in ein Dojo geht, welches nicht einfach nur zum Wohlsein gereicht. Jeder der ein gutes Dojo besucht, praktiziert Shugyo, denn er überwindet sich selbst, geht regelmäßig zum Training und versucht so bewußt oder unbewußt an sich zu arbeiten, etwas aus sich zu machen. Je mehr er übt und an sich arbeitet, desto intensiver sein Shugyo und damit seine Reife.
So hat Shugyo sicher etwas mit Askese zu tun, sich auf das Wesentliche zu beschränken, seinen Geist zu reinigen, sich zu überwinden, an sich zu arbeiten, zu reifen. Und so wenig wie man über den Begriff lesen kann, hat er wohl für viele eine andere Bedeutung. In jedem Falle hat man mit dem Offensein und dem reinen Geist eine andere Art Aufmerksamkeit und kommt mit Shugyo so auch dem Shingen, der hohen Aufmerksamkeit näher.
Wer mehr weiß über den Begriff, ist herzlich gebeten es zum Beispiel als Kommentar beizutragen. Wir arbeiten daran den Begriff weiter zu ergründen.
MehrAikido für Kinder – eine Erklärung für Jugendliche und Kinder
Was ist Aikido?
Aikido kommt aus Japan und ist eine Kampfkunst. Ganz genau gesagt, ist es eine Kampfvermeidungskunst. Also die Kunst keinen Kampf zu haben.
Wer hat Aikido denn erfunden?
Das war der Japaner Morihei Ueshiba, genannt O-Sensei (zu deutsch: “Großer Lehrer”). O-Sensei war nur etwa 1.52 Meter groß und hatte sein ganzes Leben lang gekämpft. Dann wollte er keinem Menschen mehr weh tun und hat Aikido erfunden. O-Sensei wurde am 14. Dezember 1883 im japanischen Tanabe geboren und er starb am 26. April 1969. Er hat Aikido erfunden, weil es nicht aggressiv und nicht tödlich ist, aber trotzdem total wirksam ist.
Warum wird O-Sensei “Großer Lehrer” genannt, wenn er nur 1.52 Meter groß war?
Weil er so toll Aikido konnte und uns das Aikido erfunden hat. Man sagt O-Sensei aus Respekt vor seiner Kunst und seiner Liebe.
Wie geht Aikido?
So wie Ihr es bei uns lernt. Man macht sich ganz ausführlich warm und kann dann Techniken lernen. Dazu benötigt man einen oder mehrere Uke (Angreifer, die einem aber nicht wehtun, sondern nur angreifen damit man selber üben kann) und den Nage (den, der die Technik übt). Draußen im Leben geht Aikido indem man Konflikte nicht provoziert, also nichts dazu tut, daß jemand aggressiv wird. Wenn man doch einmal in eine brenzlige Situation kommt, dann kann man mit Aikido prima Selbstverteidigung machen, ohne jemand anderem weh zu tun.
Wie kann man das machen?
Aikido ist anders als z.B. Judo oder Karate. Man braucht nicht stark, groß und schnell zu sein. Das hilft sowieso nicht, wenn man einen trifft, der stärker, größer und schneller als man selber ist. Ihr könnt die Kraft eines Angriffs umlenken und dazu nutzen, den Angreifer unter Kontrolle zu bringen. Außerdem lernt Ihr beim Aikido ganz viel Aufmerksamkeit, sechsten Sinn und Höflichkeit gegenüber anderen. Das hilft sowieso am Besten.
Gibt es Wettkämpfe?
Nein, gibt es nicht. Aber es gibt von Zeit zu Zeit Prüfungen.
Sind Prüfungen schlimm?
Nein, die dienen dazu noch mehr zu lernen und zu erkennen, was man selbst noch verbessern kann.
Gibt es beim Aikido Gürtel mit Farben?
Nein, wir haben keine und das hat folgenden Grund: der weiße Gürtel und der weiße Gi (der Anzug) symbolisiert Sauberkeit und Reinheit. Man soll den Kopf frei haben für das Training und für seine Mitschüler und Lehrer. Wenn man einen farbigen Gürtel trägt, dann glaubt man besser zu sein als jemand anders. Normaler Weise kriegt man dann eine rein, weil einem so was überhaupt nicht hilft im Leben.
Wie kann ich denn mit Euch Aikido üben?
Wenn Ihr noch nie da wart, dann kommt mit Euren Eltern mal vorbei. Bringt einen Trainingsanzug und ein paar Badeschlappen mit. Schneidet Euch alle Fingernägel und Fußnägel kurz und tragt beim Training keinen Schmuck oder Haarspangen oder Uhren oder Armbänder. Ihr könnt mal reinschnuppern und ein paar Mal trainieren und fragt dann Eure Eltern, ob Ihr Mitglied im TV-Vorst werden dürft. Wenn Ihr schon Mitglieder seid dann braucht Ihr Eure Eltern das nicht zu fragen, aber Eure Eltern müssen gut wissen, wann und wo Ihr trainiert. Bitte sagt Euren Eltern genau Bescheid und erzählt Ihnen auch ganz viel über Aikido, damit sie wissen wie toll das ist und vielleicht auch selber mitmachen ![]()
Wie kann ich noch mehr über Aikido lernen?
Sucht mal mit Euren Eltern zusammen im Internet nach Aikido. Da gibt es noch viel mehr Informationen. Auch auf dieser Webseite vom Aikido-Shingen-Dojo findet Ihr ganz viel. In Zukunft gibt es noch mehr. Übringens könnt Ihr hier auch Kommentare schreiben und auch selbst Artikel schreiben. Fragt uns einfach wie das geht.
Wo kann man denn die ganzen japanischen Begriffe nachsehen, die wir so alle sagen?
Am Anfang braucht Ihr nur ganz wenige Ausdrücke zu wissen:
Onegai shimasu – “Tue mir was Gutes” oder “Bitte trainiere mit mir”
Domo arigato gozaimashita – “Ganz herzlichen Dank”
Arigato gozaimashita – “Vielen Dank”
ichi • ni • san • shi • go • roku • shichi • hachi • kyũ • ju – Zahlen von 1 bis 10
(das ist nur ein Zählsystem im Japanischen, es gibt z.B. noch eines für Sachen und eines für Personen)
ju-ichi • ju-ni • ju-san • ju-shi • ju-go • ju-roku • ju-shichi • ju-hachi • ju-kyũ • ni-jũ – Zahlen von 11-20
ni-ju-ichi – 21…
Hier könnt Ihr viele Ausdrücke sehen und auch anhören (in japanischer Aussprache). Diese Ausdrücke werden ganz anders gesprochen als man sie liest >>. Das “r” zum Beispiel, sprechen die Japaner fast so aus wie wir das “l”.
(wird bald fortgesetzt)
Shingen-Aikido-Dojo
Von nun an nennen wir uns “Shingen-Aikido-Dojo”. Natürlich ist das nur ein Name, aber man muß einem Kind ja einen Namen geben. Wenn man den japanischen Begriff “Shingen” online übersetzen läßt, heißt es soviel wie “Epizentrum” oder “Erdbeben”
. Das freut uns natürlich und passt vielleicht auch ganz gut.
Gemeint ist aber mehr der vierte Level der Aufmerksamkeit von Masayuki Shimabukuro´s Definiton. Nicht, daß wir denken, bereits so aufmerksam zu sein, aber es ist unser Ziel eine hohe Aufmerksamkeit zu erlangen und weiterzugeben. Aikido und damit das Bestreben nach dieser Art von Erkennen, Objektivität und Aufmerksamkeit wird im Shingen-Aikido-Dojo in Vorst gelehrt.
