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Aikido Seminar with Reynosa Sensei in Rodenbach

Vorneweg als erstes großen Dank an das Organisationsteam rund um Christian Föller. Es war alles bestens vorbereitet und geplant. Die Unterkünfte waren hervorragend ausgewählt. Vielen Dank euch allen! Zum eigentlichen Thema, auch dieses Jahr besuchten wir wieder ein Seminar mit Larry Reynosa Sensei, für mich war es das Zweite Seminar dieser Art. Ich war wie beim ersten Mal unglaublich aufgeregt und angespannt, hatte ich doch Reynosa Sensei letztes Jahr als unglaublich guten Aikidoka, ausnahmslos guten Lehrer und unglaublich sympathischen und humorvollen Menschen kennen gelernt. Zusätzlich waren noch einige DAN Test von Schülern aus unserem befreundeten Dojo in Siegen angekündigt, welche die ersten sein würden bei denen ich zuschauen durfte. Zu Beginn des Lehrgangs stellte Reynosa Sensei dieses Jahr noch deutlicher als letztes Jahr das Prinzip von Aiki heraus, von Zusammen üben und von der Einheit Uke und Nage. Sensei betont wie wichtig und grundlegend dieses Prinzip ist, bei dem Nage erkennen muss und verstehen muss das er nicht alleine auf dieser Welt ist, und dies sehr konkret im Umgang mit seinem Uke. Fast alle Techniken …

Neulich im Dojo…

…da steh ich vorne und darf Ryote-Tori-Waza mit Tanja vorführen. Tanja packt zu, dreht mich und wirft mich wunderbar herlich. Das was dann kam war weniger schön, der Plan in meinem Kopf sah eine formvollendete Rolle vor, aber irgendwie kam der Boden bevor der Rest von mir den Plan verstanden hatte, zack, Aufschlag zentral auf das Schultergelenk und der Rest ist Schmerzen (wirklich, das tut sau weh). Getreu dem Motto aus Schmerzen lernt man, mal ein paar Gedanken dazu von mir: 1. Als Nage fühlt man sich bei sowas sch…, Nage kann bei sowas aber meistens nix dafür, hat er angemessen gehandelt und die Technik sauber ausgeführt (sowie Tanja) dann lag es am Uke. Manchmal denke ich Aikido ist für Uke schwerer als für Nage 2. 3 Regeln für Uke – Ehrlich angreifen, Technik überleben und nicht blockieren. Ich werde mir das jetzt öfter durch den Kopf gehen lassen, vor allem den zweiten Teil. Ist ja egal wie es aussieht, Hauptsache ich muss mir nie wieder mit links die Zähne putzen. 3. Nicht denken, sondern …

“Ich weiß es nicht”

“Ich weiß es nicht” Ich finde das ist eine schöne Antwort, die wir viel zu selten verwenden. Jeder Mensch hat zu allem eine Meinung , das ist erst mal nichts verkehrtes, aber warum meint jeder dazu qualifiziert zu sein eine Aussage zu treffen, die es wert ist gesagt zu werden? Ob Politik oder Wirtschaft, jeder Depp meint das er es besser wüsste oder besser könnte. Ich persönlich glaube ja nicht das es so ist. Bescheidenheit bedeutet sich selbst einzugestehen das man manche Dinge einfach mal nicht besser weiß und ich denke es bringt einem selber auch deutlich weiter. Also, sollten wir uns alle doch mal vornehmen in Zukunft häufiger mit “Ich weiß es nicht” zu antworten, oder? Aber was weiß ich schon ;)

Unser Mitgefühl für Japan

Unser Mitgefühl gilt derzeit allen Menschen und Tieren in Japan. Immer wenn ich in der Vergangenheit ähnliche Sätze im Internet gelesen habe, dann habe ich das innerlich abgelehnt. Ich bin nicht sicher ob es deshalb war, weil man nicht weiß ob es ankommt bei den Betroffenen. Oder weil man denkt, die haben jetzt andere Probleme in Japan als sich so was anzuhören. Nach einer solchen Katastrophe schreiben viele Regierungen an die Premierminister eines betroffenen Staates Beileidbekundungen oder Empfehlungen, Hilfsangebote. Oft vermute ich, daß die betroffenen Politiker im Krisengebiet anderes zu tun haben werden, als ausgerechnet solche Telegramme (oder sind es heute eMails?) zu lesen. Aber vielleicht kommt es darauf nicht an, sondern ist es wichtig, daß wir das Mitgefühl entwickeln und nicht denken: Was geht mich das an. Die Erde ist ein kleines Dorf. Wir selber haben mit Fujita-san Aikido trainiert, der jetzt bei dem Erdbeben Schreckliches erlebt hat und erlebt (In der heutigen eMail schreibt er, daß er es überlebt hat.). Die Angst Freunde und Angehörige zu verlieren, sein liebstes Haustier, oder auch nur …

A hitchhikers guide to aikido training, or …

…was tun wenn man ständig unterwegs ist und trotzdem trainieren möchte. Da ich beruflich viel unterwegs bin steh ich immer wieder vor dem Problem, dass ich unser Trainingstunden nicht besuchen kann. Dummerweise mag ich aber nicht mehr auf meine übliche Dosis Aikido nicht verzichten. Deswegen möchte ich meine Erfahrungen mit der Suche eines temporären Dojos und dem Training in einem solchen mit euch teilen. 1. Wie finde ich heraus ob in der Nähe Aikido trainiert wird? Das Internet hilft immer, eine schnelle Suche über Google liefert zumindest erste Anhaltspunkte. Die echte Alternative ist allerdings einfach mal seine Mitmenschen zu fragen ob jemand einen Vorschlag hat. Nach meiner Erfahrung befassen sich erstaunlich viele Menschen mit Kampsfkunst/-sport und sind wirklich gut informiert. 2. Der erste Kontakt Egal ob Ihr direkt im Dojo aufschlagt oder einen Kontakt per Mail oder Telefon habt, stellt euch kurz vor. Erzählt wo ihr her kommt, wie lange ihr schon trainiert, vielleicht auch eine bestimmte Stilrichtung und was euch sonst noch auf dem Herzen liegt. Solche Vorstellungen sind gern gesehen und geben den …

Totale Ruhe im Aikido Dojo

Totale Ruhe

Es gibt sie nicht die totale Ruhe in unserer modernen Welt. Wenn wir Glück haben, glauben wir in Ruhe zu sein und vermutlich ist der Schlaf die beste Erholung für viele Menschen. Irgend etwas verursacht ständig Lärm. Wenn wir spazieren gehen, dann hören wir Autos oder sogar eine ständige Geräuschkulisse in Form einer Landstraße oder Autobahn. Beim Frisör sind laute Stimmen und Haarföne verantwortlich für permanenten Stress in Form von Krach. Dasselbe im Restaurant, im Supermarkt, im Auto, im Büro, zu Hause und wo auch immer wir gehen und stehen.