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Lehrgang mit Reynosa-sensei Juli 2011

Der Lehrgang mit Reynosa-sensei in Juli war etwas ganz besonders. Na ja, ganz besonders ist solch ein Lehrgang eigentlich immer, und ich habe das Glück, zum 4. Mal dabei gewesen zu sein, aber diesmal habe ich neue Eindrücke gewinnen können. Auf der einen Seite hat mir das Seminar großen Spaß gemacht, vor allem “alte Gesichter” wieder zu sehen, ich hatte das Gefühl, ich bin nicht ein Besucher des Lehrgangs, sondern ich treffe mich mit meiner “MAK-Familie” wieder. Die Freunde aus Siegen, Christian Föller (großes Lob für die Organisation und Logistik) neue Freunde, usw… selbst Sensei war diesmal näher (mein Gefühl)… Alles in allem eine tolle Erfahrung eben.

Die Shodan-Prüfungen waren auch etwas ganz besonders, die mir neuen Input und Denkstoff gegeben haben. Ich hatte schon den Verdacht, aber es ist mir glassklar geworden: bei der Dan-Prüfung geht es gar nicht um die Techniken, die muß man sowieso beherrschen und sind meiner Meinung nach eine Voraussetzung, ja quasi eine Formalität, um an der Prüfung teilnehmen zu dürfen. Aber hier geht es um etwas anderes, um inneren Ausgleich und übermenschliche mentale Kraft “What do you have when you got nothing left?” or “you begin now to do Aikido” kommt erst wen man bereits nach anderthalb Stunden harte Prüfung komplett ausgepowered ist… für mich ist das die richtige Prüfung, zu einem Punkt zu gelangen, wo man auf sich gestellt ist, wo man glaubt nicht weiter zu können wo man im Begriff ist, aufzugeben…

Ich weiß nicht, ob ich jemals vor so eine Prüfung stehen werde aber eines ist mir jetzt klar. Wenn ich meine Grenzen auf diese Art geprüft habe, wenn ich gesehen habe, wozu ich fähig oder nicht fähig bin, wenn ich am Abgrund gebracht worden bin, wäre mir das Ergebnis (schwarzgürtel oder nicht) eigentlich Nebensache, die Chance gehabt zu haben, mich selber kennenzulernen wäre für mich schon eine wertvolle Lebenserfahrung gewesen, ein klitzekleiner Schritt weiter auf dem WEG.

An dieser Stelle Gratulationen an Tim und großes Lob und meinen Respekt an Ulli und Martin.

Schöne Grüße an alle

Francisco

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Ich bin am 7. April 1972 in Oviedo (Spanien) zufällig geboren, wie alles im Leben. Nach Deutschland kam ich direkt nach meinem Studium am 22.03.1997, um meinen Traumjob (Lehrer für Literatur und Spanisch als Fremdsprache) zu suchen. Es ist seitdem vieles passiert, ich habe überall gearbeitet und traf immer wunderbare Leute. Abgesehen von ein paar unglücklichen Momenten kann ich mich über mein Glück überhaupt nicht beschwerden. Ich bin seit 01.12.2000 verheiratet und habe zwei tolle Kinder (na ja, da bin ich sicherlich nicht objektiv genug): Carla (3 ½) und Nico (20 Monate). Ich mache gerne Sport, reise, lese und fotografiere gerne. Ich bin ehr der ruhige Typ, ich mag keine Menschenmengen oder laute Geräusche. Momentan habe ich das große Glück, für ein (recht bunt) Japanisches Chemieunternehmen in Düsseldorf zu arbeiten, wo jeder Kollege jeden Tag von den Erfahrungen der anderen lernt und profitiert. Meinen Traum Aikido zu lernen habe ich seit Anfang Februar 2008 auch verwirklicht. Ich fühlte mich durch die Seite von Geraldine und Peter sehr angesprochen und wurde sehr freundlich von Ihnen empfangen.

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