Aikido Gedanken
Schreibe einen Kommentar

Was ist Aikido für Dich?

Immer mal wieder stellen wir im Training die Frage: “Was ist Aikido für Dich?”. Die Antworten sind bei allen Menschen andere. Auch der Lebensabschnitt und die Trainingszeit ändern die Sichtweise auf Aikido.

Was ist Aikido für Dich?

Sarah:

Für mich ist es wie ich schon sagte, wie Meditation. Zur Ruhe kommen den Kopf frei bekommen. Einfach abschalten und den Alltag vergessen. Die Bewegungen und die Interaktion sind für mich oft wie ein Tanz. Körperlich geht es mir insgesamt besser. Komischerweise was bei uns Hashimotopatienten nur sehr selten vorkommt reaktiviert sich meine Schilddrüse seit dem Training wieder. Sie hat wieder ein kleines bisschen erkennbare Funktion. Sagte mir mein Schilddrüsenartzt heute morgen. Und auch mein rechtes Handgelenk mit der Athrose stabilsiert sich wieder.Was mir noch gefällt man lernt sein Leben lang. Aikido spiegelt das Leben wieder. Manchmal muss man kämpfen manchmal geht es leichter von der Hand. Es ist eine ständige Entwicklung. Für mich ist es auch eine Hilfe meine Erkrankung mit einem Lächeln zu nehmen. Aikido ist ganz viel. ich glaube dass man das aar nicht immer so in Worte fassen kann sondern es einfach fühlen und spüren muss.

Micka antwortete:

Aikido ist für mich inzwischen mehr als nur Sport und Bewegung geworden.
Die Prinzipien des Aikido finden sich im Alltag überall wieder.
Es geht nicht darum, wenn ich angegangen werde nur zu kontern und den anderen fertig zu machen, sondern um einen wertschätzende und respektvolle Umgang miteinander. Da muss man auch mal einen Angriff an sich abgleiten lassen und über den Dingen stehen oder den anderen mal entgegenkommen um einen wirkungsvollen Angriff zu vermeiden.
Wichtig ist, dass man Initiative ergreift und nicht abwartet was um einen herum passiert.

Micha antwortete:

Für mich ist Aikido eine Kampfvermeidungskunst, die keinen Wert auf Kraft, sondern auf ruhige und präzise Bewegungen legt. Aikido hilft beim entspannen und fördert, trotz ruhiger und präziser Bewegungen ungemein die Reflexe. Aikido zu lernen ist zwar kompliziert, aber immer mit Spaß verbunden, da jeder kleine Erfolg den man erzielt, große Auswirkungen hat, da es sehr oft auf winzige Kleinigkeiten ankommt, um eine Technik zu verbessern.

Martin:

„Eine verdammt schwer zu erlernende, bewegungsintensive Form der Selbstverteidigung.“ (Alle Angaben, wie immer, ohne Gewähr.)

Das ist natürlich nur eine stark „geraffte“ Beschreibung, und man könnte sicher nicht nur einen Abend damit verbringen, darüber zu diskutieren, was Aikido eigentlich ist, beinhaltet oder an Änderungen beim Übenden hervorruft. Aber trainieren wollten wir ja auch, da kann man nicht Stunden referieren. Für mich ist Aikido auch wesentlich mehr….

Achim:

Bei Aikido stand eigentlich nie der Selbstverteidigung-Gedanke im Vordergrund, das bekommt man so mit dazu. Bei mir ist es die geistige und körperliche Befriedigung, die ich so toll finde an Aikido. Zudem kommt noch das Mitgefühl das man für seine Mitmenschen und potenzielle Angreifer entwickelt (siehe Haltetechnik).

Steffi:

Zunächste einmal ist Aikido für mich eine Möglichkeit, einfach mal Dampf und Frust abzulassen ohne einen anderen Menschen zu verletzen. Während des Training treten meine „Gedankenkarussels“ in den Hintergrund und ich kann mich für einige Zeit „nur“ auf das Training konzentrieren. Das Training ist für mich ein wichtiger Anker. Es gibt immer wieder Momente, wo ich mich am liebsten in mein Schneckenhaus zurückziehe und im Selbstmitleid bade. Das Training reißt mich da immer wieder raus. Wenn ich auf das zurückblicke, was ich bis jetzt gelernt habe, stelle ich immer wieder fest, dass das Training ein einziger Werkzeugkasten ist. Ich glaube, vor einigen Jahren hätte ich mich noch nicht getraut, meinen Ärzten und Chefs zu widersprechen und zu meiner Haltung zu stehen. Ich glaube das hat ganz viel mit Grenzen setzen zu tun, und das tun wir im Training ja genau genommen auch, wenn ein Uke angreift. Deswegen möchte ich mich ganz herzlich bei euch beiden bedanken. Ihr habt mich nie aufgegeben und geht immer wieder mit einer riesen Portion Geduld an das Training.

arigatou gozaimasu

Thomas:

Im Moment bedeutet Aikido für mich 2 Abende in der Woche wo ich mich im  Kopf von allen Gedanken lösen kann.

Damit das Training halbwegs effektiv ist, muss man sich so gut wie irgendwie möglich auf seien Partner einstellen, wenn man dabei an andere Dinge denkt macht das Training aus meiner Sicht nicht viel Sinn.

Aikido bedeutet auch den sehr höflichen und respektvollen Umgang mit anderen, sehr unterschiedlichen Menschen.
Unser Umgang miteinander fasziniert mich jedes mal, weil es heutzutage in unserer Gesellschaft  leider sehr selten ist so, eigentlich normal , höflich und respektvoll miteinander umzugehen.

Aikido bedeutet mir auch körperliche Betätigung und als positiven Nebeneffekt die Möglichkeit, in ein einem Fall von dem man wahrscheinlich hofft das er nicht eintritt, sich verteidigen zu können (als Anfänger natürlich unter Vorbehalt).

Es gab noch mehr Teilnehmer mit interessanten Blickwinkeln zum Thema ” Was ist Aikido für Dich? “, die wir in Kürze ergänzen…

 

Kategorie: Aikido Gedanken

von

Ich bin beruflich Fotograf und Mediendesigner, aber auch Journalist und Trainer von Fotokursen. Zum Aikido kam ich 2001 zusammen mit meiner Frau Geraldine. Seit 2006 unterrichten wir Aikido für einen kleinen Kreis von Teilnehmern. Aikido ist deshalb so gut, weil man es in jedem Alter anfangen kann. Es hält fit, macht gesund und hilft dem Selbstbewusstsein. Man muss nur einen offenen Kopf haben und es wollen. Mein Motto: Etwas mehr Menschlichkeit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.